Justizvollzugsanstalt Werl (Bestand)
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Q 926
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 3. Behörden und Einrichtungen des Staates und der Selbstverwaltung nach 1816 >> 3.7. Justizverwaltung (Q) >> 3.7.6. Strafvollzug
1898-1993
General- und Verwaltungsakten (ab 1905); Gefangenenpersonalakten (ab Jg. 1898); Gefangenenkarteien (Jgg. ca. 1920-1960).
Bestandsgeschichte: Inbetriebnahme 1908, erste Erweiterungsbauten während der NS-Zeit. Während des 2. Weltkriegs Teilnahme an Rüstungsproduktion. 1945 ”Befreiung“ durch amerikanische Truppen und Übernahme der Anstaltsleitung durch die britische Armee, Internierung von Kriegsverbrechern und erstmalig auch Frauen. Ab 1982 erste umfassende bauliche Sanierung, 1988 Einrichtung eines Wohngruppenvollzugs für Langzeithäftlinge. Ab 2007 bis 2016 erhielt die Anstalt einen Erweiterungsbau, seit diesem Zeitpunkt einzige Justizvollzugsanstalt mit Sicherungsverwahrung in NRW. Die Zuständigkeiten der Anstalt ergeben sich aus dem Vollstreckungsplan NRW.
Bestandsgeschichte: Inbetriebnahme 1908, erste Erweiterungsbauten während der NS-Zeit. Während des 2. Weltkriegs Teilnahme an Rüstungsproduktion. 1945 ”Befreiung“ durch amerikanische Truppen und Übernahme der Anstaltsleitung durch die britische Armee, Internierung von Kriegsverbrechern und erstmalig auch Frauen. Ab 1982 erste umfassende bauliche Sanierung, 1988 Einrichtung eines Wohngruppenvollzugs für Langzeithäftlinge. Ab 2007 bis 2016 erhielt die Anstalt einen Erweiterungsbau, seit diesem Zeitpunkt einzige Justizvollzugsanstalt mit Sicherungsverwahrung in NRW. Die Zuständigkeiten der Anstalt ergeben sich aus dem Vollstreckungsplan NRW.
16.173 Akten.
Bestand
Michael Skirl, 100 Jahre JVA Werl, in: Werl 24, 2007, S. 47-64; Klaus Koepsel, Die Strafvollzugsanstalt, in: Werl - Geschichte einer westfälischen Stadt, Paderborn 1994, S. 1069-1080; Thomas Grzesch u.a., 100 Jahre Justizvollzugsanstalt Werl. 1908-2008, Geldern 2008.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ