Die Pfleger Markus Anton Krafft von Dellmensingen [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis] und Walter Heinrich Kolb sowie der Hofmeister Theodor Keßler des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] verleihen Johann Schlegel von Steinheim [Stadt Neu-Ulm] auf Lebenszeit einen Hof des Spitals in Holzschwang [Stadt Neu-Ulm], den zuvor Jakob Schelling bewirtschaftet hat. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf sowie Äcker und Mähder. Er ist verpflichtet, den Hof in gutem Kulturzustand zu halten und darf nichts von seinen Zugehörungen verpfänden oder verkaufen. Dem Spital hat er davon jährlich 8 Imi Roggen, 8 Imi Fesen und 8 Imi Hafer Ulmer Maß, 2 Gulden 17 Kreuzer und 2 Heller Heugeld, 4 Herbsthühner, 1 Fastnachtshuhn und 100 Eier nach Ulm zu liefern. Außerdem stehen diesem bei seinem vorzeitigen Abzug und nach seinem Tod 10 Schilling als Weglöse zu. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung und nach seinem Tod fällt der Hof an das Spital zurück.