Dekan und Kapitel des Archidiakonalstifts St. Viktor zu Xanten bekunden, dass sie aus Mitteln der Elemosinarie 350 Taler - diese stammten aus Zinsen vom Vreden-Haus in Xanten am Markt - geliehen haben. Davon haben sie 200 Taler zur Ablegung eines Kapitals von 1000 Talern verwandt, das Johann tho Boicop, Schöffe zu Wesel, ihnen am 15. Februar 1679 zur Bezahlung der französischen Schatzungs- und Fouragegelder vorgeschossen hatte, und 150 Taler zur Bezahlung der rückständigen französischen Schatzung von den Gütern Bentum und Singendunck im Kirchspiel Winnekendonk. Sie geloben, dieses Kapital mit 5 Prozent jährlich, also 17½ klevischen Talern, zu verzinsen. Die Ablöse ist von beiden Seiten ein halbes Jahr vor Fälligkeit [14. Februar] anzukündigen. Zur Sicherheit ihrer Elemosinarie setzen sie alle ihre Einkünfte, insonderheit ihre Zehnten in den Hertcampf vor Xanten zu Unterpfand. Sie verzichten auf alle Privilegien und Rechtsbehelfe. - Sie kündigen das Sekretsiegel des Kapitels und die Unterschrift des Kapitelssekretärs an. ... Xanten den viertzehenten Februarii 1688.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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