Frauen her! Ist eine Frauenquote überfällig oder Unsinn?
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/022 R110019/203
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/022 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2011
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2011 >> Unterlagen
3. Februar 2011
"Es ist wirklich an der Zeit, dass sich in diesem Land etwas ändert", sagt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Sie wollte eine verbindliche Quote von 30 Prozent Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten. Die SPD fordert 40 Prozent, die Linkspartei 50 Prozent. Die EU-Kommissarin Viviane Reding will bis 2020 eine Quote von 40 Prozent.
Aber: "Man kann ein Unternehmen nicht ernsthaft verpflichten, untaugliches Personal einzustellen", argumentiert der Kölner Staatsrechtlicher Michael Sachs gegen die Quote. Auch in der Bundesregierung ist es nicht weit her mit der Quoten-Einigkeit, obwohl Union und FDP im Koalitionsvertrag sich vorgenommen haben, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst "maßgeblich" zu erhöhen, ohne dort allerdings zu sagen wie. CDU-Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will lediglich "eine Pflicht zur Selbstverpflichtung"; in der CSU "will an eine gesetzliche Änderung niemand ran" (Horst Seehofer). Die FDP ist ganz dagegen. Von der Leyen rudert inzwischen zurück und setzt bis 2013 auf die "Freiwilligkeit der Unternehmen".
Vor sechs Jahren wurde in Norwegen die Quote eingeführt; seither ist der Anteil der Aufsichtsrätinnen von zehn auf 40 Prozent gestiegen. Geht doch? Das geht nur, sagen Kritikerinnen, wenn auch die Möglichkeiten der Kinderbetreuung verbessert werden oder die Karrieremänner der Quotenfrauen sich der Kindererziehung annehmen.
Zu Gast im Studio: Judith Skudelny (FDP), Bundestagsabgeordnete
Aber: "Man kann ein Unternehmen nicht ernsthaft verpflichten, untaugliches Personal einzustellen", argumentiert der Kölner Staatsrechtlicher Michael Sachs gegen die Quote. Auch in der Bundesregierung ist es nicht weit her mit der Quoten-Einigkeit, obwohl Union und FDP im Koalitionsvertrag sich vorgenommen haben, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst "maßgeblich" zu erhöhen, ohne dort allerdings zu sagen wie. CDU-Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will lediglich "eine Pflicht zur Selbstverpflichtung"; in der CSU "will an eine gesetzliche Änderung niemand ran" (Horst Seehofer). Die FDP ist ganz dagegen. Von der Leyen rudert inzwischen zurück und setzt bis 2013 auf die "Freiwilligkeit der Unternehmen".
Vor sechs Jahren wurde in Norwegen die Quote eingeführt; seither ist der Anteil der Aufsichtsrätinnen von zehn auf 40 Prozent gestiegen. Geht doch? Das geht nur, sagen Kritikerinnen, wenn auch die Möglichkeiten der Kinderbetreuung verbessert werden oder die Karrieremänner der Quotenfrauen sich der Kindererziehung annehmen.
Zu Gast im Studio: Judith Skudelny (FDP), Bundestagsabgeordnete
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Audio-Visuelle Medien
Frau; Quote
Kritik
Unternehmen
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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