Die Räte von Kurköln (Collen) und Geldern (Ghelren) bekunden in Auseinandersetzungen zwischen Heinrich Graf zu Nassau, Herrn zu Beilstein, einer- und den Geschwistern Johann Herr zu Wisch, Giselbrecht Sohn zu Wisch und Agnes von Wisch, Frau zu Batenborg (Battenberch) und Anholt andererseits, um den Nachlass der + Katheryne, Tochter zu Gemen (Gemmen), Frau zu Keppel und Furst, dass jetzt auch die Grafen von Schaumburg und Steinfurt und Wilhelm von Nesselrode, Sohn zum Stein, Landdrost darauf Ansprüche erheben. Kurköln, Geldern und Jülich-Berg sollen je zwei, insgesamt 6 ihrer Räte zum 24. Oktober (uff montag nach der Eylfftusend meyde tag) gegen Abend nach Rheinberg (Bercke) schicken und jede Partei dort erscheinen. Nachdem die von Duisburg (Doseberch) vormals beim Tod der von Gemen, Frau zu Keppel und Furst deren Güter beschlagnahmt und ein Inventar gemacht, will Geldern auch Bürgermeister und Rat zu Duisburg (Toseberch) dazu anschreiben, das Inventar dorthin mitzubringen. Kerbzettel für Nassau-Beilstein und Wisch, Abschriften den anderen Parteien.
Vollständigen Titel anzeigen
Die Räte von Kurköln (Collen) und Geldern (Ghelren) bekunden in Auseinandersetzungen zwischen Heinrich Graf zu Nassau, Herrn zu Beilstein, einer- und den Geschwistern Johann Herr zu Wisch, Giselbrecht Sohn zu Wisch und Agnes von Wisch, Frau zu Batenborg (Battenberch) und Anholt andererseits, um den Nachlass der + Katheryne, Tochter zu Gemen (Gemmen), Frau zu Keppel und Furst, dass jetzt auch die Grafen von Schaumburg und Steinfurt und Wilhelm von Nesselrode, Sohn zum Stein, Landdrost darauf Ansprüche erheben. Kurköln, Geldern und Jülich-Berg sollen je zwei, insgesamt 6 ihrer Räte zum 24. Oktober (uff montag nach der Eylfftusend meyde tag) gegen Abend nach Rheinberg (Bercke) schicken und jede Partei dort erscheinen. Nachdem die von Duisburg (Doseberch) vormals beim Tod der von Gemen, Frau zu Keppel und Furst deren Güter beschlagnahmt und ein Inventar gemacht, will Geldern auch Bürgermeister und Rat zu Duisburg (Toseberch) dazu anschreiben, das Inventar dorthin mitzubringen. Kerbzettel für Nassau-Beilstein und Wisch, Abschriften den anderen Parteien.
170 I, U 2286
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 15. Jahrhundert >> 1476-1499 >> 1496
1496-06-17
Ausfertigung. Papier. Chirograph
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff fritag nach Viti 1496
Abschrift um 1600 und 18. Jh. in Abt. 170 II
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:06 MESZ