Johann Wirth von Mussingen [Gde. Illerkirchberg/Alb-Donau-Kreis] bekennt, dass ihm der Ulmer Bürger Daniel Schad der Ältere einen Hof in Mussingen auf Lebenszeit verliehen hat. Vorbesitzer des Hofes war sein Schwager Matthäus Hohenbuch. Zu dem Hof gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten sowie Äcker und Mähder. Er verpflichtet sich, den Hof und seine Zugehörungen in gutem Kulturzustand zu halten und davon jährlich 14 Imi Roggen und 14 Imi Hafer Ulmer Maß, 2 Pfund Heller Heugeld, 1 Muth Öl, 1 Fuder Heu, 200 Eier, 1 Gans, 7 Herbsthühner und 2 Fastnachtshühner nach Ulm zu liefern. Außerdem muss er jedes Jahr für die Herrschaft 1 Muth Lein ansäen und ist ihr zu täglichen Diensten verpflichtet. Wenn er auf dem Hof ein Haus oder einen Stadel bauen möchte, dann erhält er von der Herrschaft nach Möglichkeit das Holz für die Schwellen. Dieses muss er aber auf seine Kosten fällen lassen. Bei unsachgemäßer Bewirtschaftung, Säumnis in der Lieferung der Abgaben und nach seinem Tod fällt der Hof an die Herrschaft zurück.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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