Notarielles Instrument über die Vertilgung des Siegels und des Namens von Ludolf v. Calchum gen. Lohausen unter der Eheberedung des Joh. von Ossenbroch und der Elisabeth v. Viermundt durch der letzteren Mutter Johanna von Viermundt geb. von Oer. Lohausen hatte als Tagesfreund im Jahre 1609 am 30. Mai (cf. die Urkunde) auf Seiten Joh. v. Ossenbrochs obige Eheberedung unterschrieben und mitversiegelt; da er sich nun aber ehrenrühriger Verleumdungen gegen Elisabeth v. Viermundt, jetzt Frau v. Ossenbroch, schuldig gemacht, durchstreicht letzterer Mutter den Namen des Lohausen in der Urkunde vom 30. Mai 1609, schneidet das betr. Siegel ab und sendet es dem Lohausen zurück. Hierüber also setzt der Notar Heinricus Stovius vorliegendes Instrument auf. Zeugen: Bernhard Dobbe, Johann Stricker. Der Tatbestand wird zu Dortmundt in der Witwen-Behausung der Johanna v.Oer aufgenommen.
Vollständigen Titel anzeigen
Notarielles Instrument über die Vertilgung des Siegels und des Namens von Ludolf v. Calchum gen. Lohausen unter der Eheberedung des Joh. von Ossenbroch und der Elisabeth v. Viermundt durch der letzteren Mutter Johanna von Viermundt geb. von Oer. Lohausen hatte als Tagesfreund im Jahre 1609 am 30. Mai (cf. die Urkunde) auf Seiten Joh. v. Ossenbrochs obige Eheberedung unterschrieben und mitversiegelt; da er sich nun aber ehrenrühriger Verleumdungen gegen Elisabeth v. Viermundt, jetzt Frau v. Ossenbroch, schuldig gemacht, durchstreicht letzterer Mutter den Namen des Lohausen in der Urkunde vom 30. Mai 1609, schneidet das betr. Siegel ab und sendet es dem Lohausen zurück. Hierüber also setzt der Notar Heinricus Stovius vorliegendes Instrument auf. Zeugen: Bernhard Dobbe, Johann Stricker. Der Tatbestand wird zu Dortmundt in der Witwen-Behausung der Johanna v.Oer aufgenommen.
U 194u Gesamtarchiv von Romberg - Urkunden
Gesamtarchiv von Romberg - Urkunden >> 10. 1601 bis 1625 >> Eheberedung zwischen Joh. von und zu Ossenbroch, frstl. jül. Amtmann zu Grevenbroich [ehelicher Sohn von +Joh. v. Ossenbroch, frstl. jül. Rat, Hofmeister und Amtmann zu Grevenbroich und Margarethe von Bodlenberg gen. Schirp] und Elisabeth v. Viermundt [ehelicher Tochter von Philipp v. Viermundt zur Bladenhorst und Johanna von Oehr]. Johann bringt in die Ehe: seine sämtlichen Erbgüter, wo dieselben gelegen sein mögen neben seiner Gerechtsame an den Blitterswickschen Gütern, jedoch vorbehaltlich der Leibzucht, die seine Mutter z.Z. noch innehat. Seinen beiden Töchtern, die er in erster Ehe mit Gertrud v. Schimmelpfennigk gezeugt hat, setzt er in Bälde eine Abfindungssumme zu ihrer Aussteuer fest. Elisabeth bringt [gemäß eines mit ihren Geschwistern erfolgten Vergleichs] in die Ehe 3500 Reichstaler; ferner noch 1000 Reichstaler, die sie sich erspart hat; was ihre Mutter ihr noch vermachen wird, "neben ihrer geburnuss des Nordenbeckischen serbfals". Als Morgengabe erhält Elisabeth sofort nach der Heirat für ihr ganzes Leben die Erbrente, die Johann "auss der Schlutereien zu Cleve jahrlichs zu erheben" hat. Noch die sonstigen üblichen Festsetzungen und Bestimmungen, die sich auf verschiedene, angeführte Fälle [z.B. Tod des Mannes, der der Frau, weitere Eheschließung usw.] beziehen. Zeugen: auf Seiten des Bräutigams: dessen Mutter; Dietr. v. Eickel, frstl. clev. Geheim-Rat und Drost zu Goch; Dietr. v. der Reck, Drost zu Unna; Wilh. v. Waldenburg gen. Schincker, frst. berg. Marschall, Geh-Rat und Amtmann der Vest Steinbach; Gottfried von dem Bodlenberg gen. Schirp zu Lunttenbeck; Dietr. von der Horst, Amtmann zu Düsseldorf, Angermundt und Lanssberg; Wilh. v. Curtenbach, frstl. jül. und berg. Stallmeister; Ludolf v. Calchum gen. Lohausen, bestallten berg. Rittmeister; auf Seiten der Braut: deren Mutter Johanna v. Oer, Witwe Viermundt; Phil. Arnold und Hermann v. Viermundt, Gebrüder und die Brüder der Braut; Dietr. v. Viermundt zu Oedingk; Berdt von Romberg zu Maspen, Drost zu Wetter; Berndt von Oehr zu Hackesbeck; Meinolff von Horde zu Stormede. Des Bräutigams sowie der Zeugen Unterschrift und Siegel. Geschehen zu Essen.
1613 Oktober 14
Erloschen
Pergament
Überlieferungsart: Original
Urkunde
Eheberedung zwischen Joh. von und zu Ossenbroch, frstl. jül. Amtmann zu Grevenbroich [ehelicher Sohn von +Joh. v. Ossenbroch, frstl. jül. Rat, Hofmeister und Amtmann zu Grevenbroich und Margarethe von Bodlenberg gen. Schirp] und Elisabeth v. Viermundt [ehelicher Tochter von Philipp v. Viermundt zur Bladenhorst und Johanna von Oehr]. Johann bringt in die Ehe: seine sämtlichen Erbgüter, wo dieselben gelegen sein mögen neben seiner Gerechtsame an den Blitterswickschen Gütern, jedoch vorbehaltlich der Leibzucht, die seine Mutter z.Z. noch innehat. Seinen beiden Töchtern, die er in erster Ehe mit Gertrud v. Schimmelpfennigk gezeugt hat, setzt er in Bälde eine Abfindungssumme zu ihrer Aussteuer fest. Elisabeth bringt [gemäß eines mit ihren Geschwistern erfolgten Vergleichs] in die Ehe 3500 Reichstaler; ferner noch 1000 Reichstaler, die sie sich erspart hat; was ihre Mutter ihr noch vermachen wird, "neben ihrer geburnuss des Nordenbeckischen serbfals". Als Morgengabe erhält Elisabeth sofort nach der Heirat für ihr ganzes Leben die Erbrente, die Johann "auss der Schlutereien zu Cleve jahrlichs zu erheben" hat. Noch die sonstigen üblichen Festsetzungen und Bestimmungen, die sich auf verschiedene, angeführte Fälle [z.B. Tod des Mannes, der der Frau, weitere Eheschließung usw.] beziehen. Zeugen: auf Seiten des Bräutigams: dessen Mutter; Dietr. v. Eickel, frstl. clev. Geheim-Rat und Drost zu Goch; Dietr. v. der Reck, Drost zu Unna; Wilh. v. Waldenburg gen. Schincker, frst. berg. Marschall, Geh-Rat und Amtmann der Vest Steinbach; Gottfried von dem Bodlenberg gen. Schirp zu Lunttenbeck; Dietr. von der Horst, Amtmann zu Düsseldorf, Angermundt und Lanssberg; Wilh. v. Curtenbach, frstl. jül. und berg. Stallmeister; Ludolf v. Calchum gen. Lohausen, bestallten berg. Rittmeister; auf Seiten der Braut: deren Mutter Johanna v. Oer, Witwe Viermundt; Phil. Arnold und Hermann v. Viermundt, Gebrüder und die Brüder der Braut; Dietr. v. Viermundt zu Oedingk; Berdt von Romberg zu Maspen, Drost zu Wetter; Berndt von Oehr zu Hackesbeck; Meinolff von Horde zu Stormede. Des Bräutigams sowie der Zeugen Unterschrift und Siegel. Geschehen zu Essen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:06 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen (Tektonik)
- 4.3. Gewerbebetriebe, Adlige Häuser, Familien, Höfe (U) (Tektonik)
- 4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe (Tektonik)
- Gesamtarchiv von Romberg (Tektonik)
- Gesamtarchiv von Romberg / Urkunden (Bestand)
- 10. 1601 bis 1625 (Gliederung)
- Eheberedung zwischen Joh. von und zu Ossenbroch, frstl. jül. Amtmann zu Grevenbroich [ehelicher Sohn von +Joh. v. Ossenbroch, frstl. jül. Rat, Hofmeister und Amtmann zu Grevenbroich und Margarethe von Bodlenberg gen. Schirp] und Elisabeth v. Viermundt [ehelicher Tochter von Philipp v. Viermundt zur Bladenhorst und Johanna von Oehr]. Johann bringt in die Ehe: seine sämtlichen Erbgüter, wo dieselben gelegen sein mögen neben seiner Gerechtsame an den Blitterswickschen Gütern, jedoch vorbehaltlich der Leibzucht, die seine Mutter z.Z. noch innehat. Seinen beiden Töchtern, die er in erster Ehe mit Gertrud v. Schimmelpfennigk gezeugt hat, setzt er in Bälde eine Abfindungssumme zu ihrer Aussteuer fest. Elisabeth bringt [gemäß eines mit ihren Geschwistern erfolgten Vergleichs] in die Ehe 3500 Reichstaler; ferner noch 1000 Reichstaler, die sie sich erspart hat; was ihre Mutter ihr noch vermachen wird, "neben ihrer geburnuss des Nordenbeckischen serbfals". Als Morgengabe erhält Elisabeth sofort nach der Heirat für ihr ganzes Leben die Erbrente, die Johann "auss der Schlutereien zu Cleve jahrlichs zu erheben" hat. Noch die sonstigen üblichen Festsetzungen und Bestimmungen, die sich auf verschiedene, angeführte Fälle [z.B. Tod des Mannes, der der Frau, weitere Eheschließung usw.] beziehen. Zeugen: auf Seiten des Bräutigams: dessen Mutter; Dietr. v. Eickel, frstl. clev. Geheim-Rat und Drost zu Goch; Dietr. v. der Reck, Drost zu Unna; Wilh. v. Waldenburg gen. Schincker, frst. berg. Marschall, Geh-Rat und Amtmann der Vest Steinbach; Gottfried von dem Bodlenberg gen. Schirp zu Lunttenbeck; Dietr. von der Horst, Amtmann zu Düsseldorf, Angermundt und Lanssberg; Wilh. v. Curtenbach, frstl. jül. und berg. Stallmeister; Ludolf v. Calchum gen. Lohausen, bestallten berg. Rittmeister; auf Seiten der Braut: deren Mutter Johanna v. Oer, Witwe Viermundt; Phil. Arnold und Hermann v. Viermundt, Gebrüder und die Brüder der Braut; Dietr. v. Viermundt zu Oedingk; Berdt von Romberg zu Maspen, Drost zu Wetter; Berndt von Oehr zu Hackesbeck; Meinolff von Horde zu Stormede. Des Bräutigams sowie der Zeugen Unterschrift und Siegel. Geschehen zu Essen. (Archivale)