Konsistorialregistratur (Bestand)
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01.01
Archiv der Lippischen Landeskirche (Archivtektonik) >> Konsistorium
Verwaltungsgeschichte/biografische Angaben: Dieser Bestand enthält die Aktenüberlieferung des fürstlichen Konsistoriums in Detmold und des Landeskirchenamtes.
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Dieser Bestand enthält die Aktenüberlieferung des fürstlich lippischen Konsistoriums in Detmold bis 1954.
Zur Geschichte des Lippischen Konsistoriums (ab 1954 Lippischen Landeskirche)
Die Akten des Bestandes Konsistorialregistratur bilden den zentralen Bestand zur Geschichte der Lippischen Landeskirche. Rund 4500 Akten aus fünf Jahrhunderten (1590-1954) geben Auskunft über evangelisches Leben in Lippe. Sie spiegeln die Aufgaben des fürstlich-lippischen Konsistoriums (ab 1918 Fürstliches Konsistorium und ab 1931 Lippische Landeskirche). Durch die Korrespondenz mit den Kirchengemeinden, Geistlichen und Kirchenvorständen sind auch die einzelnen Gemeindegeschichten hier dokumentiert. Wenngleich die ergänzende Überlieferung in den jeweiligen Kirchengemeindearchiven zu suchen ist.
Die Akten der sogenannte "Konsistorialregistratur" wurden 1884 von dem Registrator W. Isermann geordnet und bis in die 1990er Jahre sukzessiv von der Archivarin Maja Schneider erweitert. Unterlagen ab 1954 sind nur sporadisch in dem Bestand zu finden und sind i.d.R. in dem Bestand 02.01 Landeskirchenamt ab 1954 zu suchen. Ebenfalls fand eine Neuvergabe der Signaturen statt, aber die Systematik blieb unverändert.
2015 wurden die Aktentitel retrokonvertiert, um eine Onlinenutzung des Findbuchs zu ermöglichen. Eine Neuverzeichnung fand dabei aber nicht statt. Die Datierungsangaben sind oftmals mit Anfangsdatum und "ff" versehen, so dass die Datierung der Akten leider ungenau ist.
2022 und 2023 wurden die Unterlagen des Bestands, die zwar eine Signatur besaßen, zu denen aber keine Verzeichnungseinheit bestand, nachverzeichnet. 2023 und 2024 erfolgte wegen vielfach ungenauen Datierungen und unverzeichneten Unterlagen eine Überarbeitung des Bestandes durch Lars Sonnenberg. Auf Grund der großen Anzahl an Verzeichnungseinheiten wurde in den meisten Fällen der bisherige Titel belassen, allerdings oft um einen Enthältvermerk ergänzt.
Sofern keine Sperrfristen mehr vorliegen, können die Akten im Archiv der lippischen Landeskirche eingesehen werden.
Es ist wie folgt zu zitieren: ALLK, Best. 01.01, Nr. ... (hier folgt die Nr. der Akte).
Die folgenden Erläuterungen stammen von W. Isermann:
Vorbemerkung
Die erste Einrichtung der Consistorial-Registratur ist in den Jahren 1771 und 1793 von weil. Archiv-Rath Knoch in Detmold mit viel Fleiß und großer Accuratesse vorgenommen worden. Das Nähere hierüber ergibt die Vorerinnerung zum ersten Bande der von demselben aufgestellten 11 Repertorien, welche lautet, wie folgt:
"Vorerinnerung.
Die Consistorial-Registratur hat mit dem Archiv gleiches Schicksal einer alten Confusion bis hierhin gehabt.
Ersteres war mit dem Peinlichen Gericht in einem Zimmer abgehalten, dadurch alles Papier miteinander vermengt, so daß weder ein Rubrum noch ein andern gehöriges Blatt ausfindig gemacht werden können.
Es sollte demnach im Jahr 1771 der Consistorial-Secretär Krüger unter harter Drohung das Verworrene in Ordnung bringen, wozu er aber nicht im Stande war.
Auf dessen Bitte und Ansuchen unternahm ich also die erste Separation und Ordnung, combinirte dadurch zugleich die viele im Archiv vorgefundene Ecclesastica in genere, wodurch also zum ersten die Consistorial-Registratur erwachsen; allein die speciale und chronologiesche Ordnung blieb damalen noch zurück
Nachdem nun seith 20 Jahren die Consistorial-Registratur durch außergewöhnliche Viel-Schreiberein, und da wieder ein ansehnlicher vorgefundener Archivs-Nachtrag zusammen kommen, einen so großen Anwachs erhalten, so habe bei meinem gegenwärtigen unverschuldeten Müßiggang die Registratur wiederum in völlige Ordnung zu setzen Gelegenheit genommen, und dadurch dem Fürstlichen Consistorio ebenfalls eine nuttzbare Sache zu verrichten mir zum Vergnügen gemacht.
Detmold, den 12. Mertz 1793
Knoch."
Die in den Koch'schen Repertorien verzeichneten Acten, soweit sie nicht in frührer Zeit schon zum Landes-Archiv abgegeben worden, waren in 15 kleinen Schränken in der auf dem Boden des Dicasterialgebäudes eingerichteten Registratur für nicht currente Acten untergebracht.
Schulakten wurden an die Lippische Landesregierung übergeben und befinden sich heute im Landesarchiv NRW, OWL im Bestand L80.21 https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-Best_00fbe9b0-5bcf-4192-b9de-fb358a0d292b
Fürstliche Synodalkasse ab dem 12. 04. 1916 in Fürstliche Landeskirchenkasse umbenannt. (Amtsblatt 15.04.1916)
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Dieser Bestand enthält die Aktenüberlieferung des fürstlich lippischen Konsistoriums in Detmold bis 1954.
Zur Geschichte des Lippischen Konsistoriums (ab 1954 Lippischen Landeskirche)
Die Akten des Bestandes Konsistorialregistratur bilden den zentralen Bestand zur Geschichte der Lippischen Landeskirche. Rund 4500 Akten aus fünf Jahrhunderten (1590-1954) geben Auskunft über evangelisches Leben in Lippe. Sie spiegeln die Aufgaben des fürstlich-lippischen Konsistoriums (ab 1918 Fürstliches Konsistorium und ab 1931 Lippische Landeskirche). Durch die Korrespondenz mit den Kirchengemeinden, Geistlichen und Kirchenvorständen sind auch die einzelnen Gemeindegeschichten hier dokumentiert. Wenngleich die ergänzende Überlieferung in den jeweiligen Kirchengemeindearchiven zu suchen ist.
Die Akten der sogenannte "Konsistorialregistratur" wurden 1884 von dem Registrator W. Isermann geordnet und bis in die 1990er Jahre sukzessiv von der Archivarin Maja Schneider erweitert. Unterlagen ab 1954 sind nur sporadisch in dem Bestand zu finden und sind i.d.R. in dem Bestand 02.01 Landeskirchenamt ab 1954 zu suchen. Ebenfalls fand eine Neuvergabe der Signaturen statt, aber die Systematik blieb unverändert.
2015 wurden die Aktentitel retrokonvertiert, um eine Onlinenutzung des Findbuchs zu ermöglichen. Eine Neuverzeichnung fand dabei aber nicht statt. Die Datierungsangaben sind oftmals mit Anfangsdatum und "ff" versehen, so dass die Datierung der Akten leider ungenau ist.
2022 und 2023 wurden die Unterlagen des Bestands, die zwar eine Signatur besaßen, zu denen aber keine Verzeichnungseinheit bestand, nachverzeichnet. 2023 und 2024 erfolgte wegen vielfach ungenauen Datierungen und unverzeichneten Unterlagen eine Überarbeitung des Bestandes durch Lars Sonnenberg. Auf Grund der großen Anzahl an Verzeichnungseinheiten wurde in den meisten Fällen der bisherige Titel belassen, allerdings oft um einen Enthältvermerk ergänzt.
Sofern keine Sperrfristen mehr vorliegen, können die Akten im Archiv der lippischen Landeskirche eingesehen werden.
Es ist wie folgt zu zitieren: ALLK, Best. 01.01, Nr. ... (hier folgt die Nr. der Akte).
Die folgenden Erläuterungen stammen von W. Isermann:
Vorbemerkung
Die erste Einrichtung der Consistorial-Registratur ist in den Jahren 1771 und 1793 von weil. Archiv-Rath Knoch in Detmold mit viel Fleiß und großer Accuratesse vorgenommen worden. Das Nähere hierüber ergibt die Vorerinnerung zum ersten Bande der von demselben aufgestellten 11 Repertorien, welche lautet, wie folgt:
"Vorerinnerung.
Die Consistorial-Registratur hat mit dem Archiv gleiches Schicksal einer alten Confusion bis hierhin gehabt.
Ersteres war mit dem Peinlichen Gericht in einem Zimmer abgehalten, dadurch alles Papier miteinander vermengt, so daß weder ein Rubrum noch ein andern gehöriges Blatt ausfindig gemacht werden können.
Es sollte demnach im Jahr 1771 der Consistorial-Secretär Krüger unter harter Drohung das Verworrene in Ordnung bringen, wozu er aber nicht im Stande war.
Auf dessen Bitte und Ansuchen unternahm ich also die erste Separation und Ordnung, combinirte dadurch zugleich die viele im Archiv vorgefundene Ecclesastica in genere, wodurch also zum ersten die Consistorial-Registratur erwachsen; allein die speciale und chronologiesche Ordnung blieb damalen noch zurück
Nachdem nun seith 20 Jahren die Consistorial-Registratur durch außergewöhnliche Viel-Schreiberein, und da wieder ein ansehnlicher vorgefundener Archivs-Nachtrag zusammen kommen, einen so großen Anwachs erhalten, so habe bei meinem gegenwärtigen unverschuldeten Müßiggang die Registratur wiederum in völlige Ordnung zu setzen Gelegenheit genommen, und dadurch dem Fürstlichen Consistorio ebenfalls eine nuttzbare Sache zu verrichten mir zum Vergnügen gemacht.
Detmold, den 12. Mertz 1793
Knoch."
Die in den Koch'schen Repertorien verzeichneten Acten, soweit sie nicht in frührer Zeit schon zum Landes-Archiv abgegeben worden, waren in 15 kleinen Schränken in der auf dem Boden des Dicasterialgebäudes eingerichteten Registratur für nicht currente Acten untergebracht.
Schulakten wurden an die Lippische Landesregierung übergeben und befinden sich heute im Landesarchiv NRW, OWL im Bestand L80.21 https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-Best_00fbe9b0-5bcf-4192-b9de-fb358a0d292b
Fürstliche Synodalkasse ab dem 12. 04. 1916 in Fürstliche Landeskirchenkasse umbenannt. (Amtsblatt 15.04.1916)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ