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Inventare des Professors Schuckard, Unterfasz. 8: Kasten N und O
Verzeichnis der in Kasten N und O gelagerten mathematischen und physikalischen Instrumente.
Das Inventar enthält Inventur-, Verlust- und Schadensvermerke in braunem Holzstift. Die darin dokumentierten Bestandsverluste werden in einem gesonderten Verzeichnis von 1754 (A 20 a Bü 49 Nr. 11) in Reinschrift aufgelistet. Wahrscheinlich sind die Vermerke daher in den Kontext einer um 1753/54 zum Zweck der Erstellung eines aktualisierten Verzeichnisses durchgeführten Inventur einzuordnen.
Vgl. die späteren Inventare, Zugangs- und Abgangsverzeichnisse zu Kasten N und O in A 20 a Bü 37 Nr. 2, Bü 49 Nr. 11, Bü 64, Bü 65, Bü 76, z. T. Bü 84. Zur Anlegung dieser Inventarserie vgl. die Geschäftsführungsakten in A 20 a Bü 183.
Die verzeichneten Objekte sind nach Lagerort gegliedert und zum Teil nummeriert:
Kasten N:
a) "Oben auf dem Kasten" (S. 1)
- Keramikfiguren (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet);
- ein ausgestopfter Hund (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
Zu den Figuren vgl. W. Fleischhauer. Die Geschichte der Kunstkammer der Herzöge von Württemberg in Stuttgart. Stuttgart 1976, S. 95.
b) Oberstes Fach (S. 3-4)
- Optische, nautische und mathematische Instrumente v.a. aus Holz, Eisen und Messing sowie Sonnenuhren aus Gips (davon zwei Einzelposten sowie eine von sieben Metallschüsseln per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet);
- eine Zeichnung in einem hölzernen Futteral;
- Teile eines hölzernen Windmühlenmodells von Josua Hahn ("zu Josuae Hanen Windtmühl gehörig").
NB: Einige der Objekte werden erneut in den Nachträgen erwähnt (S. 80).
c) Zweites Fach (S. 5)
- Bootsmodelle;
- Napiersche Rechenstäbchen ("Rabdologia Neperi auf 10 braunen höltzernen Stäblein"; nach John Napier, Laird of Merchiston, 1550-1617).
d) Drittes Fach (S. 6-13)
- Mathematische und nautische Instrumente (u.a. Napiersche Rechenstäbchen) v.a. aus Glas, Stahl und Messing, z. T. vergoldet, in schwarzen Lederfutteralen (davon einer von acht Würfeln per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
NB: Viele der hier genannten Objekte werden ausführlicher im Abschnitt zu Kasten O, Viertes und Fünftes Fach beschrieben (S. 51-57, vgl. Seitenverweise), einige in den Nachträgen erwähnt (S. 67, 81).
e) Viertes Fach (S. 14-16)
- Mathematische und optische Instrumente (u.a. ein "Planiglobium Isac Habrechts", d.h. Isaak Habrecht, Uhrmacher aus Schaffhausen, 1589-1633) v.a. aus Glas, Stahl und Messing (davon drei Einzelposten per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet).
f) Fünftes Fach (S. 21)
- Optische Instrumente v.a. aus Metall und Papier (davon eines per Randvermerk um 1753/54 als schadhaft bezeichnet).
g) Sechstes Fach (S. 29-31)
- Geräte zur Zeitmessung (davon eines mit lateinischer Widmungsinschrift von Ludwig Hohenfelder an Herzog Johann Friedrich von Württemberg aus dem Jahr 1596);
- Festungsmodelle (per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet);
- optische Instrumente (davon eines per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
Kasten O:
h) Oberstes Fach (S. 39)
- Mathematische und astronomische Instrumente (u.a. ein "Astroscopium Schickardi" aus Pappe, d.h. ein Modell des Sternenhimmels von Wilhelm Schickard, 1592-1635; dieses ist per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet)
- Zeichnungen von Geschützen und Festungen (u.a. Schorndorf, "authore Löschero" - d.h. wohl Wolf Friedrich Löscher, Festungsingenieur, 17. Jh.).
i) Zweites Fach) (S. 41-42)
- Optische Instrumente (v.a. Fernrohre) v.a. aus Messing, Silber, Holz und Elfenbein, z. T. mit Goldbeschlägen (davon wurden zwei Ferngläser laut Randvermerk "Serenissimo mit in die Campagne gegeben");
- Sonnenuhren und nautische Instrumente aus vergoldetem Messing und Pappe (z. T. im Jahr 1615 gestaltet von Georg Brentel (+ 1638));
- Zeichnungen (u.a. der Freudenstädter Forst, "Authore Steebenhaber von Memmingen", d.h. Georg Ludwig Stebenhaber, 1640-1708). j) Drittes Fach (S. 44-50)
- Technische Modelle aus Stahl und Holz;
- Geräte zur Zeitmessung (u.a. Sonnenuhren aus Pappe);
- wissenschaftliche (v.a. mathematische und optische) Instrumente v.a. aus Messing, Glas, Leder, Pappe, Kupfer, Eisen und Stahl, z. T. in Lederfutteralen, z.T. versilbert oder vergoldet.
NB: Einige der hier beschriebenen Objekte werden erneut in den Nachträgen erwähnt (S. 63, 67).
k) Viertes Fach (S. 51-53)
- Wissenschaftliche Instrumente (v.a. zur Landvermessung) v.a. aus Holz und Messing, mit Futteralen (u.a. ein Kompass von Johann Baptist Schönfeld aus Biberach).
NB: Die meisten Objekte werden bereits im Abschnitt zu Kasten N, Drittes Fach beschrieben (S. 6-13, vgl. Seitenverweise).
l) Fünftes Fach (S. 54-57)
- Wissenschaftliche Instrumente v.a. aus Messing, Glas, Pappe und Elfenbein, mit Futteralen.
NB: Die meisten Objekte werden bereits im Abschnitt zu Kasten N, Drittes Fach beschrieben (S. 6-13, vgl. Seitenverweise).
m) Sechstes Fach (S. 59)
- Zwei Camerae obscurae aus Pappe und Papier.
NB: Beschreibungen bereits im Abschnitt zu Kasten N, Viertes Fach (S. 14-16)
n) Drittes Fach - Nachträge (S. 63-68)
- Wissenschaftliche Instrumente (v.a. zur Landvermessung; Waagen, Sonnenuhren) v.a. aus Messing, Alabaster, Kristall und Glas;
- gefasste Magnetsteine;
- eine Silberfigur;
- ein Pergamentstück mit okkultistischen Symbolen;
- türkisches Schreibzeug aus Messing, Schilf und schwarzem Leder;
- Petschafte aus Messing und Stahl.
o.) Viertes Fach - Nachträge (S. 69-72)
- ein graviertes, in Holz gerahmtes Kupferblech (v.a. mit im Inventar überlieferten Sinnsprüchen);
- wissenschaftliche Instrumente (u.a. Kompasse, Quadranten sowie zwei Exemplare des "Pantometrum Kircherianum", d.h. eines von Athanasius Kircher (1602-1680) erfundenen Geräts zur Landvermessung; ein Stück per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Zeichnungen von Ferdinand Moser und Prinz Friedrich Ludwig von Württemberg (davon eine per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet).
p.) Fünftes Fach - Nachträge (S. 73-78)
- Wissenschaftliche Instrumente (u.a. eine Sonnenuhr "Authoris Schisleri, Augustani: Anno 1557", d.h. wohl Christoph Schissler, Augsburger Instrumentenmacher, 1531-1608; ein Elfenbeinkompass mit Gravur "Fait et inventé par Charles Blouel à Dieppe"; ein Astroscopium Schickardi; ein Pantometrum Kircherianum, ein Organum Mathematicum Kircheri) v.a. aus Messing, Holz, Pappe, Leder, Elfenbein und Glas (ein Stück per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- ein magisches Metallsiegel mit Inschrift;
- ein Gemälde auf einem Brettlein.
NB: Einige der hier beschriebenen Objekte werden bereits im Abschnitt zu Kasten N, Oberstes Fach (S. 3-4) und Drittes Fach (S. 6-13) erwähnt.
q.) Sechstes Fach - Nachträge (S. 79-84)
- Ein hölzernes Uhrwerk (per Randvermerk um 1753/54 als zerbrochen bezeichnet);
- Zerrspiegel, Brennspiegel, Brennlinsen aus Metall und Glas (davon zwei Linsen per Randvermerk um 1753/54 als Verluste bezeichnet);
- wissenschaftliche Instrumente v.a. aus Holz, Messing, Marmor;
- ein Modell einer Wasserspritze (per Randvermerk um 1753/54 als Verlust bezeichnet);
- Kupferblättchen mit Kupferstichen;
- eine Münzform.
NB: Viele der hier verzeichneten Objekte werden bereits im Abschnitt zu Kasten N, Oberstes Fach (S. 3-4) und Drittes Fach (S. 6-13) beschrieben.
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‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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