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Regest: Äbtissin Agnes des Stifts Freckenhorst regelt gemeinsam mit dem Sekretär Andreas Mellies und dem Amtmann Heinrich Polemann die Umlage von Kriegskosten, die zur Vermeidung von Einquartierungen entstehen. Künftig zahlt das Wigbold ein Fünftel, das Kirchspiel vier Fünftel der entstehenden Kosten. Als Strafe werden 200 Reichstaler, die je zur Hälfte die Abtei und die rechthabende Partei erhalten sollen, festgesetzt. Die Äbtissin siegelt und der Amtmann unterschreibt. Anwesend waren vom Wigbold Jasper Wiltfang gen. Schluiter, Hermann Wiltfang, Johann Frantz sen., Joist Lechtenhower, Hermann Peters, Wilhelm Scheffer, Werneke Dreiß, Jürgen Duvels; vom Kirchspiel Jürgen Woltmann, Heinrich Schulte Ostholt, Hermann Schulte Hanhoff, Johann Schulte zur Walgern, Berndt Sudendrup, Berndt Debberts und Schulte Schleppinghoff.
Wigbold
Ausfertigung - Pergament 21x19 cm, anhängendes Siegel mit Pergamentstreifen ab. Unterschrift des Amtmanns. Zwei Abschriften - Foliobogen aus Armenfonds beiliegend.
Urkunden
Vorl.Nr.: 30
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.