1423 Apr. 22 (des neihsten dunderstags vor Sant Georgen tag) Hans Marpach, Schultheiß zu Schwäbisch Hall (Halle), beurkundet: Vor das Gericht zu Schwäbisch Hall kamen der Bevollmächtigte Herrn Syfrids <II.>, Fürstabts zu Ellwangen, einer- und Kunz Lachman andererseits. In der von Lachman gegen den Abt geführten Fehde war Lachmans Sache wegen eines Verwandten (eins seins freundes) bereits vertragen worden; anschließend hatte Ulrich von Schechingen die Parteien veranlaßt, ihren Streit vor dem Gericht zu <Bühler->Tann entscheiden zu lassen. Das Gericht zu Schwäbisch Hall hörte nun zur Klärung der gegenseitigen Ansprüche, insbesondere derer Lachmans gegen den Abt wegen Ersatz des Schadens aus der Fehde, wegen angeblicher Verweigerung des in Wirklichkeit an die Gerichte Ellwangen bzw. Ulm verwiesenen Urteils durch das Gericht zu <Bühler->Tann, wegen Wegnahme, in Wirklichkeit: Beschlagnahme von Lachmans Besitz, wegen des von Lachman gepachteten, durch Hagel vernichteten Zehnten und wegen Weiterverleihung des angeblichen Erblehens (erbe) der Ehefrau Lachmans in <Bühler->Tann an einen anderen, Beweise und Eide der Parteien und sprach dann den Abt aller Ansprüche ledig. - Der Bevollmächtigte des Abts erhält auf seine Bitte eine Ausf. des Urteils. Richter: 1) Rudolf von Münckein, 2) Heinrich Berler, 3) Konrad Kleincuncz, 4) Konrad Slecz, 5) Heinrich Kecke, 6) Hans von Bachenstein, 7) Götz von Bachenstein, 8) Ulrich Sulmeister, 9) Hans Veldner gen. Geyer, 10) Konrad von Stetten, 11) Heinrich Spiesse, 12) Konrad von Rinderbach Sr.: 1) der A., 2) Konrad Heiden, Stadtschreiber zu Schwäbisch Hall Ausf. Perg. - 1 Sg. besch., 2. Sg. Fragment - Rv.: Urteilbr., als Concz Lachman mit dem goczhuse gerecht und verricht ist 1423 RSig.: N. 6to; Lad. 383 No. 3 ASig.: B 397 Bü. 408