Fürstlich Hohenzollernsches Rentamt Felldorf: Akten (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, FAS DS 125 T 2
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Fürstlich Hohenzollernsches Haus- und Domänenarchiv (Dep. 39) >> Domänenarchiv Hohenzollern-Sigmaringen >> Fürstlich-Hohenzollernsche Verwaltung >> Rentämter und Gutsverwaltungen >> Württemberg
(1801-) 1838-1861 (-1920)
Überlieferungsgeschichte
Vorbemerkung
1) Zur Geschichte des Fürstlichen Rentamtes Felldorf
Die Herrschaft Felldorf kam im Jahre 1838 durch Kauf in den Besitz des Erbprinzen Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen. Verkäufer waren der Rittergutsbesitzer Johann Maria von Krafft-Festenberg zu Felldorf und seine Frau Franziska, geb. von Broem, die ihr allodiales immatrikuliertes Rittergut Felldorf - ein ehemaliges Lehen der Freiherren von Ow, im königlich-württembergischen Amtsbezirk Horb gelegen, einschließlich sämtlicher Gefälle, Rechte und Realitäten, zum Preis von 177.500 fl abtraten. Der Kaufpreis wurde am 21. Juni/3. Juli 1838 in Imnau zwischen von Krafft und dem Geheimen Rat und Hofkammerdirektor von Schnell als Bevollmächtigtem des Erbprinzen abgeschlossen; die Übergabe der insgesamt 810 Morgen umfassenden Besitzungen erfolgte im November desselben Jahres (vgl. FAS DS 92 T 9 NVA 38349).
Die Verwaltung der Herrschaft Felldorf wurde dem Rentmeister Michael Musch von Haigerloch übertragen, der in Personalunion das Rentamt Haigerloch und das Rentamt Felldorf leiten sollte. Die zunächst auf ein Jahr begrenzte Übernahme wurde mehrere Male verlängert und 1843 auf unbegrenzte Zeit ausgesprochen. Nach dem Tode Muschs 1849 wurde der bisherige Rentmeister von Gammertingen, Fischer, mit dem Rentamt Haigerloch betraut, der wie sein Vorgänger das Rentamt Felldorf im Nebenamt verwaltete.
Im Jahre 1860 überließ Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen das allodiale Rittergut Felldorf mit allen Gebäuden, Liegenschaften, Rechten und Gerechtigkeiten für 140.000 fl dem Fürstlich Hohenzollernschen Hausfideikommiss.
In Folge dieser Besitzübertragung wurde mit Wirkung vom 1. Mai 1861 das Rentamt Haigerloch angewiesen, die Herrschaft Felldorf in seine ungeteilte Verwaltung und Verrechnung zu nehmen; das Rentamt Felldorf wurde damit aufgelöst.
2) Zur Ordnung und Verzeichnung des Bestandes
Der vorliegende Bestand umfasst die Laufzeit von 1838 bis 1862 und beinhaltet im Wesentlichen Akten zur Verwaltung der herrschaftlichen Gebäude und der dazugehörigen Wälder und Güter in Felldorf und Ahldorf, zu Pacht- und Domänenangelegenheiten und zum Rechnungswesen.
Weiteres Material zur Geschichte von Felldorf befindet sich in den Beständen FAS DS 92 Fürstlich Hohenzollernsche Hofkammer, FAS DS 14 Herrschaft Felldorf, FAS DS 119 Fürstlich Hohenzollernsches Rentamt Haigerloch, FAS DS 120 Fürstlich Hohenzollernsches Rentamt Hechingen und FAS DS 122 Fürstlich Hohenzollernsches Rentamt Sigmaringen.
Der oberflächlich aufgenommene Bestand wurde im Februar/März 1987 von der Unterzeichneten neu verzeichnet. Die Klassifikation erfolgte nach den Registratur-Rubriken, innerhalb dieser wurde chronologisch geordnet. Die Reinschrift des Repertoriums besorgte Frau Neuendorff.
Der Bestand "Rentamt Felldorf" umfasst 128 Archivalieneinheiten. Ein Aktenverzeichnis der Registratur des Rentamts Felldorf von 1873 befindet sich in Betand FAS DS 92 T 9 NVA 16294.
Sigmaringen, im März 1987
Dr. Bickhoff-Böttcher
Die Titelaufnahmen wurden im Herbst 2015 retrokonvertiert.
Inhalt und Bewertung
Flache Dokumentation der rentamtlichen Verwaltung mit den Schwerpunkten Bauwesen, Liegenschaftsgeschäfte, Verpachtung, Allodifikationen und Rechnungswesen. Enthält Vorakten der Herrschaft Felldorf sowie Nachakten der Fürstlich Hohenzollernschen Rentämter Haigerloch, Hechingen und Sigmaringen.
Vorbemerkung
1) Zur Geschichte des Fürstlichen Rentamtes Felldorf
Die Herrschaft Felldorf kam im Jahre 1838 durch Kauf in den Besitz des Erbprinzen Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen. Verkäufer waren der Rittergutsbesitzer Johann Maria von Krafft-Festenberg zu Felldorf und seine Frau Franziska, geb. von Broem, die ihr allodiales immatrikuliertes Rittergut Felldorf - ein ehemaliges Lehen der Freiherren von Ow, im königlich-württembergischen Amtsbezirk Horb gelegen, einschließlich sämtlicher Gefälle, Rechte und Realitäten, zum Preis von 177.500 fl abtraten. Der Kaufpreis wurde am 21. Juni/3. Juli 1838 in Imnau zwischen von Krafft und dem Geheimen Rat und Hofkammerdirektor von Schnell als Bevollmächtigtem des Erbprinzen abgeschlossen; die Übergabe der insgesamt 810 Morgen umfassenden Besitzungen erfolgte im November desselben Jahres (vgl. FAS DS 92 T 9 NVA 38349).
Die Verwaltung der Herrschaft Felldorf wurde dem Rentmeister Michael Musch von Haigerloch übertragen, der in Personalunion das Rentamt Haigerloch und das Rentamt Felldorf leiten sollte. Die zunächst auf ein Jahr begrenzte Übernahme wurde mehrere Male verlängert und 1843 auf unbegrenzte Zeit ausgesprochen. Nach dem Tode Muschs 1849 wurde der bisherige Rentmeister von Gammertingen, Fischer, mit dem Rentamt Haigerloch betraut, der wie sein Vorgänger das Rentamt Felldorf im Nebenamt verwaltete.
Im Jahre 1860 überließ Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen das allodiale Rittergut Felldorf mit allen Gebäuden, Liegenschaften, Rechten und Gerechtigkeiten für 140.000 fl dem Fürstlich Hohenzollernschen Hausfideikommiss.
In Folge dieser Besitzübertragung wurde mit Wirkung vom 1. Mai 1861 das Rentamt Haigerloch angewiesen, die Herrschaft Felldorf in seine ungeteilte Verwaltung und Verrechnung zu nehmen; das Rentamt Felldorf wurde damit aufgelöst.
2) Zur Ordnung und Verzeichnung des Bestandes
Der vorliegende Bestand umfasst die Laufzeit von 1838 bis 1862 und beinhaltet im Wesentlichen Akten zur Verwaltung der herrschaftlichen Gebäude und der dazugehörigen Wälder und Güter in Felldorf und Ahldorf, zu Pacht- und Domänenangelegenheiten und zum Rechnungswesen.
Weiteres Material zur Geschichte von Felldorf befindet sich in den Beständen FAS DS 92 Fürstlich Hohenzollernsche Hofkammer, FAS DS 14 Herrschaft Felldorf, FAS DS 119 Fürstlich Hohenzollernsches Rentamt Haigerloch, FAS DS 120 Fürstlich Hohenzollernsches Rentamt Hechingen und FAS DS 122 Fürstlich Hohenzollernsches Rentamt Sigmaringen.
Der oberflächlich aufgenommene Bestand wurde im Februar/März 1987 von der Unterzeichneten neu verzeichnet. Die Klassifikation erfolgte nach den Registratur-Rubriken, innerhalb dieser wurde chronologisch geordnet. Die Reinschrift des Repertoriums besorgte Frau Neuendorff.
Der Bestand "Rentamt Felldorf" umfasst 128 Archivalieneinheiten. Ein Aktenverzeichnis der Registratur des Rentamts Felldorf von 1873 befindet sich in Betand FAS DS 92 T 9 NVA 16294.
Sigmaringen, im März 1987
Dr. Bickhoff-Böttcher
Die Titelaufnahmen wurden im Herbst 2015 retrokonvertiert.
Inhalt und Bewertung
Flache Dokumentation der rentamtlichen Verwaltung mit den Schwerpunkten Bauwesen, Liegenschaftsgeschäfte, Verpachtung, Allodifikationen und Rechnungswesen. Enthält Vorakten der Herrschaft Felldorf sowie Nachakten der Fürstlich Hohenzollernschen Rentämter Haigerloch, Hechingen und Sigmaringen.
128 Einheiten (2,5 lfd.m)
Bestand
Felldorf, Starzach TÜ; Rentamt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 08:37 MESZ
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