Bestattungen in Alfalter und Kirchensittenbach
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E 49/II Nr. 865
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
1599 - 1722
Enthält:
(1.) Ratsverlass 1599 September 8 (in triplo): Da die Tetzel den Einwohnern des Oberen Dorfes zu Artelshofen die Bestattung in Kirchensittenbach derzeit nicht gestatten, wird die Bestattung in Alfalter genehmigt, da der Pfarrer zu Artelshofen dort ebenfalls predigt. (Adressaten:) Joachim Nützel und Paul Harstorf. Auf einem Exemplar der Zusatz, dass der Verlass sich wohl eher auf die Unterndörfer beziehen müsse, weil die Oberndörfer ohnehin nie nach Kirchensittenbach begraben worden sind.
(2.) Kopie eines Schreibens der Landpfleger an Ulrich Grundherr, Pfleger zu Hersbruck: Der Pfleger hatte den Tod des Töchterleins des Philipp Jakob Tetzel gemeldet, wobei der Vater das Kind in Hersbruck bestatten lassen möchte, da er dort schon eine Schwester liegen hat. Dies wird genehmigt, verbunden mit der Hoffnung, Tetzel werde dem Gotteshaus (in Artelshofen?) ein "Discretum" zukommen lassen.
(3.) 1696 Mai 4: Schreiben des Pfarrers von Kirchensittenbach, Johann Leonhard Rösner, an Johann Jakob Tetzel, Pfleger in Engelthal. Das Töchterlein des Bruders des Adressaten ist in Artelshofen verstorben. Frage, ob nicht, da das Schloss diesseits des Wassers liegt, das Jus Sepulturae dem Pfarrer von Kirchensittenbach zustehe, bzw. im Falle anderweitiger Bestattung das Jus Stolae?
(4.) 1696 Mai 6: Antwortschreiben Tetzels aus Engelthal an Rösner (Konzept). Der Vater des Schreibers hatte bis in 7 Jahre in Artelshofen gewohnt. Zwischen 1650 und 1656 sind ihm dort 2 Kinder verstorben, nämlich Philipp Jakob und Maria Magdalena, welche beide im Chor zu Hersbruck bestattet worden waren, ohne dass Jura Stolae fällig geworden wären. Weitere Todesfälle und Bestattungen, u.a. in Nürnberg.
(5. bis 13.) 1721 bis 1722: Streitfall wegen der Frage der Bestattungen in Kirchensittenbach. Beteiligt: Johann Christof Tetzel auf Kirchensittenbach, Vorra und Artelshofen; Johann Friedrich Pömer, Pfleger zu Hersbruck.
Dabei: Schreiben des Pfarrers Konrad Gräf und des Diakons Michael Weber von Kirchensittenbach an den Pfleger in Hersbruck, mit Darstellung ihres Standpunktes (in triplo). Dieselben an das Landpflegamt. Dabei 5 Beilagen: 1602 bis 1716: Verschiedene Bestattungen aus dem Schloss und dem Pfarrhaus zu Artelshofen in Kirchensittenbach, darunter 1602 ein Sohn des Pfarrers Oltzau, 1615 der Tetzelische Voit Egidius Seidenfaden. Auszüge aus dem Leichenregister der Pfarrei Kirchensittenbach. Spezifikation der Eingriffe der Pfarrei Artelshofen in die Rechte von Kirchensittenbach.
(14., 15.): 1722: Pfleger Pömer an Johann Christof Tetzel: Die Frau des Georg Maul ist ist mit ihrem diesseits des Wassers gelegenen Haus verbrannt und wurde in Alfalter begraben. Beschwerde der Geistlichen von Kirchensittenbach im vergangenen Jahr wegen einer Beerdigung, welche der inzwischen verstorbene Pfarrer Lochner von Artelshofen in Alfalter vollzogen hatte. Dabei: Schreiben des Pfarrers Christof Lochner.
(1.) Ratsverlass 1599 September 8 (in triplo): Da die Tetzel den Einwohnern des Oberen Dorfes zu Artelshofen die Bestattung in Kirchensittenbach derzeit nicht gestatten, wird die Bestattung in Alfalter genehmigt, da der Pfarrer zu Artelshofen dort ebenfalls predigt. (Adressaten:) Joachim Nützel und Paul Harstorf. Auf einem Exemplar der Zusatz, dass der Verlass sich wohl eher auf die Unterndörfer beziehen müsse, weil die Oberndörfer ohnehin nie nach Kirchensittenbach begraben worden sind.
(2.) Kopie eines Schreibens der Landpfleger an Ulrich Grundherr, Pfleger zu Hersbruck: Der Pfleger hatte den Tod des Töchterleins des Philipp Jakob Tetzel gemeldet, wobei der Vater das Kind in Hersbruck bestatten lassen möchte, da er dort schon eine Schwester liegen hat. Dies wird genehmigt, verbunden mit der Hoffnung, Tetzel werde dem Gotteshaus (in Artelshofen?) ein "Discretum" zukommen lassen.
(3.) 1696 Mai 4: Schreiben des Pfarrers von Kirchensittenbach, Johann Leonhard Rösner, an Johann Jakob Tetzel, Pfleger in Engelthal. Das Töchterlein des Bruders des Adressaten ist in Artelshofen verstorben. Frage, ob nicht, da das Schloss diesseits des Wassers liegt, das Jus Sepulturae dem Pfarrer von Kirchensittenbach zustehe, bzw. im Falle anderweitiger Bestattung das Jus Stolae?
(4.) 1696 Mai 6: Antwortschreiben Tetzels aus Engelthal an Rösner (Konzept). Der Vater des Schreibers hatte bis in 7 Jahre in Artelshofen gewohnt. Zwischen 1650 und 1656 sind ihm dort 2 Kinder verstorben, nämlich Philipp Jakob und Maria Magdalena, welche beide im Chor zu Hersbruck bestattet worden waren, ohne dass Jura Stolae fällig geworden wären. Weitere Todesfälle und Bestattungen, u.a. in Nürnberg.
(5. bis 13.) 1721 bis 1722: Streitfall wegen der Frage der Bestattungen in Kirchensittenbach. Beteiligt: Johann Christof Tetzel auf Kirchensittenbach, Vorra und Artelshofen; Johann Friedrich Pömer, Pfleger zu Hersbruck.
Dabei: Schreiben des Pfarrers Konrad Gräf und des Diakons Michael Weber von Kirchensittenbach an den Pfleger in Hersbruck, mit Darstellung ihres Standpunktes (in triplo). Dieselben an das Landpflegamt. Dabei 5 Beilagen: 1602 bis 1716: Verschiedene Bestattungen aus dem Schloss und dem Pfarrhaus zu Artelshofen in Kirchensittenbach, darunter 1602 ein Sohn des Pfarrers Oltzau, 1615 der Tetzelische Voit Egidius Seidenfaden. Auszüge aus dem Leichenregister der Pfarrei Kirchensittenbach. Spezifikation der Eingriffe der Pfarrei Artelshofen in die Rechte von Kirchensittenbach.
(14., 15.): 1722: Pfleger Pömer an Johann Christof Tetzel: Die Frau des Georg Maul ist ist mit ihrem diesseits des Wassers gelegenen Haus verbrannt und wurde in Alfalter begraben. Beschwerde der Geistlichen von Kirchensittenbach im vergangenen Jahr wegen einer Beerdigung, welche der inzwischen verstorbene Pfarrer Lochner von Artelshofen in Alfalter vollzogen hatte. Dabei: Schreiben des Pfarrers Christof Lochner.
Archivale
Indexbegriff Person: Gräf, Konrad
Indexbegriff Person: Grundherr, Ulrich
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Paulus
Indexbegriff Person: Lochner, Christof
Indexbegriff Person: Lochner, Christof jun
Indexbegriff Person: Maul, Georg
Indexbegriff Person: Nützel, Joachim
Indexbegriff Person: Olzschön, Nikolaus
Indexbegriff Person: Pömer, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Rösner, Johann Leonhard
Indexbegriff Person: Seidenfaden, Egidius
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Jakob
Indexbegriff Person: Tetzel, Maria Magdalena
Indexbegriff Person: Tetzel, Philipp Jakob
Indexbegriff Person: Tetzel, Philipp Jakob d. J.
Indexbegriff Person: Weber, Michael
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Indexbegriff Person: Grundherr, Ulrich
Indexbegriff Person: Harsdörffer, Paulus
Indexbegriff Person: Lochner, Christof
Indexbegriff Person: Lochner, Christof jun
Indexbegriff Person: Maul, Georg
Indexbegriff Person: Nützel, Joachim
Indexbegriff Person: Olzschön, Nikolaus
Indexbegriff Person: Pömer, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Rösner, Johann Leonhard
Indexbegriff Person: Seidenfaden, Egidius
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Jakob
Indexbegriff Person: Tetzel, Maria Magdalena
Indexbegriff Person: Tetzel, Philipp Jakob
Indexbegriff Person: Tetzel, Philipp Jakob d. J.
Indexbegriff Person: Weber, Michael
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Alfalter, Friedhof
Artelshofen - Oberes Dorf
Artelshofen - Unteres Dorf
Artelshofen, Kirche
Artelshofen, Schloss
Engelthal
Hersbruck
Kirchensittenbach, Kirche
Kirchensittenbach, Kirchhof
Nürnberg
Vorra
Bestattungsrecht
Ratsverlass
Kopie
Pfarrer
Landpfleger
Pfleger
Bestattung Genehmigung
Genehmigung
Jus sepulturae
Jus stolae
Todesfall
Diakon
Schloss
Pfarrhaus
Vogt
Leichenregister
Spezifikation
Brandunglück
Beschwerde
Rechtseingriff
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ