Grabkranz (Perlkranz) [Grabkrone]
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0526
Registratursignatur: Foto: Julia Kratz, 2013
173. Volksfrömmigkeit
Volksfrömmigkeit >> 04. Gedenkschriftgut und gegenständliche Andenken >> 04.11. Sonstiges
o. D. [um 1900]
Darin: Der Grabkranz wurde auf dem Flohmarkt in Rohrbach bei Landau von einem Anbieter aus Baden erworben.
Enthält: Eisendrahtgeflecht mit Perlschmuck um ein Bildmedaillon in der Mitte, verziert in den Farben grau, schwarz und weiß. Das Mittelmotiv zeigt zwei ineinander verschränkte Hände unter Glas.
Vgl. hierzu: Abt. 45 Kirchenbuch Rathskirchen 3, Bestattungen Ingweiler 1758:
Anna Margretha Schmid, Jacob Schmids, Schäfers Tochter, stirbt am 10. Januar 1758, begraben am 12. Januar [...]: Erwähnung des Verbots des Herzogs von Zweibrücken, "Cronen zu machen und solche aufs graab zu setzen".
Der Perlkranz diente dem überindividuellen Totengedächtnis in bessergestellten Kreisen, die sich ein Erbbegräbnis leisten konnten. Das Totengedächtnis konnte für alle Familienmitglieder Verwendung finden und festigte den familiären Zusammenhalt über den Tod hinaus. Es wurde zum Begräbnis für kurze Zeit auf das Grab gelegt, zwischenzeitlich im Hause entweder in einer Truhe oder an der Wand hängend aufbewahrt. Am Todestag eines Familienmitgliedes, in jedem Falle aber zu Allerheiligen/Allerseelen wurde es wiederum auf das Grab gelegt. Wegen vergleichbarer Fertigung der Schwarzwälder Brautkronen ist diese Form des Grabschmucks eventuell auf Baden bzw. Württemberg begrenzt.
Es ist noch nicht zweifelsfrei geklärt, ob der Brauch in beiden Konfessionen praktiziert wurde.
Enthält: Eisendrahtgeflecht mit Perlschmuck um ein Bildmedaillon in der Mitte, verziert in den Farben grau, schwarz und weiß. Das Mittelmotiv zeigt zwei ineinander verschränkte Hände unter Glas.
Vgl. hierzu: Abt. 45 Kirchenbuch Rathskirchen 3, Bestattungen Ingweiler 1758:
Anna Margretha Schmid, Jacob Schmids, Schäfers Tochter, stirbt am 10. Januar 1758, begraben am 12. Januar [...]: Erwähnung des Verbots des Herzogs von Zweibrücken, "Cronen zu machen und solche aufs graab zu setzen".
Der Perlkranz diente dem überindividuellen Totengedächtnis in bessergestellten Kreisen, die sich ein Erbbegräbnis leisten konnten. Das Totengedächtnis konnte für alle Familienmitglieder Verwendung finden und festigte den familiären Zusammenhalt über den Tod hinaus. Es wurde zum Begräbnis für kurze Zeit auf das Grab gelegt, zwischenzeitlich im Hause entweder in einer Truhe oder an der Wand hängend aufbewahrt. Am Todestag eines Familienmitgliedes, in jedem Falle aber zu Allerheiligen/Allerseelen wurde es wiederum auf das Grab gelegt. Wegen vergleichbarer Fertigung der Schwarzwälder Brautkronen ist diese Form des Grabschmucks eventuell auf Baden bzw. Württemberg begrenzt.
Es ist noch nicht zweifelsfrei geklärt, ob der Brauch in beiden Konfessionen praktiziert wurde.
sw
Archivale
Erhaltungszustand: Einige Perlschnüre schadhaft
Größe/Format: 40 cm x 40 cm
Größe/Format: 40 cm x 40 cm
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Rechteinformation beim Datengeber zu klären.
04.06.2025, 10:05 AM CEST