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Gerlach (Bryener) [?], ehemaliger Zentgraf in Vacha, bekundet für
sich und seine Erben, dass ihm Friedrich [von Romrod], erwählter Abt von
Fulda, ...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1381-1390
1383 Oktober 4
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Nach Cristi geburd drizehin hundert jar in dem drie unde achzigistin iare an sende Francisci tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gerlach (Bryener) [?], ehemaliger Zentgraf in Vacha, bekundet für sich und seine Erben, dass ihm Friedrich [von Romrod], erwählter Abt von Fulda, allen Schaden ersetzt, den er wegen des verstorbenen Abtes Konrad [von Hanau] und des Klosters erlitten hat. Insbesondere hat Gerlach ein Pferd im Wert von 36 Gulden bei Badelachen (bie den phlegen zuo Badelachin) verloren. In dem (heischin) Krieg, als Simon von Haun (Hune) gefangen wurde, verlor er ein Pferd im Wert von 40 Gulden und seinen Harnisch. Außerdem entstanden ihm Kosten für den Unterhalt während seiner Gefangenschaft in Höhe von 44 Gulden. Dafür hat er zwei Pferde und alles andere erhalten. Er verzichtet auf weitere Forderungen gegenüber Abt und Kloster. Siegelankündigung. Auf Bitte Gerlachs besiegelt der Ritter Gottschalk von Buchenau die Urkunde. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ritter Gottschalk von Buchenau
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.