Nachlassregulierung Malthan (Molthan)
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B-Vormund, 51
B-Vormund Vormundschaften (Causae pupillares)
Vormundschaften (Causae pupillares) >> 1601-1700
1631
Enthält: Nr. 51 Am 28. 11. 1631 bevollmächtigt Anton Molthan (Malthan) in Münster den Johan Lövenich und Henrich Rotgers, seinen Schwager bzw. Vetter, ihn bei der Regulierung des Nachlasses seiner vor kurzem gestorbenen Eltern Dietherich Malthan (Molthan) und Anna Wesselinck zu vertreten, insbesondere mit dem Notar Gerhard zur Becken, der Forderungen stellt, zu verhandeln. Die Vollmacht wird ausgestellt im Hause des Lövenich an der Horsterstraße von dem Notar Wennemar Schmedes und den Zeugen Schuhmacher Henrich zur Horst und Herman Roling. Auf Antrag der Bevollmächtigten wird dann am 20. 2. 1632 ein Verzeichnis des Nachlasses des Dietrich Malthan in dessen Haus gegenüber dem Ludgerikirchhof aufgenommen. Dabei sind zugegen die Ratsherren Henrich Meinertz und Johan Wernike als Sterbamtsherrn, ferner Stadtdiener Jakob Storck und Melchior Frische, Schmied, als Zeugen, Konrad Gassell, Richter in Telgte, endlich Zinngießer Henrich Böynck, Kleiderschließerin Margarete Thydeman, Goldschmied Arnold Schowe, Maler Johan Isaac als Sachverständiger und die zum Haushalt gehörende Anna Niehues, die Halbschwester der + Frau Molthan. Aufgeführt werden mehrere Gemälde und Bilder des Großvaters Johan Molthan und der Familie des Obersten von Vehlen. Das Haus, welches zwischen Häusern des Herman Kerckering zur Borg und des Herman Theben liegt, wird von den Stadtmaurer- bzw. -zimmermeistern Bruno Wedemhove und Melchior Haverkamp abgeschätzt. Gefunden wurden Schuldscheine von Adrian Huge und Frau Bela, 1609; Schuhmacher Henrich Reinholt in Ahlen, 1627; Witwe Herman Loeff, 1628; Johan Pick u. Henrich Bate (in Ahlen?) von 1626; Albert Clevorn zu Alverskirchen 1622; Merten Heynck 1626; Johan Weldige zu Bielefeld oder Ravensberg 1609; Adam Rieck in Ahlen, ferner folgende "Bewilligungen": 1) des Ludolf von Galen zum Ermelinghoff auf Johan Osthus in Osterwick im alten Kirchspiel Ahlen, 1610; 2) des Evert Bisping zum Pustkreye auf Schulte Vögeling, Ksp. Ahlen 1631; 3) des Johan von Althus und Jürgen Nagel zu Itlingen als Vormünder des Lukas Dietrich von dem Berge zum Niengraben auf Brüggeman, Ksp. Ahlen, 1618; 4) der Witwe Ohr (Oer) zum Broche (Bruche) auf Berchman im Ksp. Vorhelm; 5) des Junkers Dieterich von Nehem zu Werries auf Lütke-Tenckhoff in Ostdolbergen, 1611. Nachlassgläubiger sind: Wilhelm Otterstedde; Kleinschnitker Johan Gökeman; Schneider Goddert Michaelis; Expeditor Johan Teckenborg; Melchior Kribbe; Kramer Bernd Höter; Höcker Bernd Selcking; Vizekanzler Lic. Melchior Mensing; Kramer Henrich Meerhoff; Weinhändler Johan Hense; Stadtkellerwirt Johan Rodde; Johan Nieman; Schmied Dietrich Frische. Erwähnt werden die Notare Theodor Hillebrandt junior und Johan zum Berge, M. Henrich Molthane; Peter Bertenhoff; Witwe Johan Kroes geb. Else Lippel; Schmied Gerdt Wulffers; +Anton Wesseling; Johan Melschede; die Skribenten Johan Hunoldt u. Johan Dickhoff.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:22 MEZ