1531.07.15. Bürgermeister und Rat beider Städte Bielefeld schreiben an Bürgermeister und Rat der Stadt Lemgo, es sei vor ihnen der ehrsame Herr Johann Dideßenn, Kanonikus und Scholaster auf der Neustadt Bielefeld in der St. Marienkirche, erschienen und habe für sich und seine Schwester, Jungfer Lyneke, angezeigt, daß der selige Magister ("Mester") Matheus de Olde, Schulmeister, und seine Ehefrau Alheit vor kurzem in Lemgo verstorben seien, ohne leibliche Erben zu hinterlassen. Da, - wie die Bürger Albert Dreße und Johan Koke der Schlächter bezeugen können, - er Johann Dideßenn, und seine Schwester durch den seligen Johan Leuwe, ihren Onkel und der vorgenannten Alheit Vater, mit den Erblassern verwandt seien, ersuchen Bürgermeister und Rat zu Bielefeld um Aushändigung des Nachlasses. Sie versichern den Lemgoern, in gleicher Weise anfallendes Erbe an Lemgoer Bürger herauszugeben, wenn die Erbberechtigung nachgewiesen sei. Dat. 1531, Sonnabend nach Margarete.

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