Urfehde ohne Nr.
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7398
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
1667 August 17
Regest: Maria, Hausfrau des Georg Jauch, Becken zu Reutlingen, bekennt mit dieser Urfehde folgendes. Sie ist von Bürgermeister und Rat zu Reutlingen in puncto veneficii (= wegen Giftmischerei) auf eidliche Kundschaften (= Zeugenaussagen) verhaftet und einmal mit peinlicher Frage und Tortur (= Folter) angegriffen worden, hat diese aber überstanden und sich dadurch von dem Verdacht gereinigt und ist vom Rat aus dem Gefängnis entlassen und in ihre Behausung gesprochen worden, aus der sie ein Vierteljahr und bis auf weiteren Bescheid nicht gehen soll bei Strafe von 20 Reichstalern. Sie soll sich in ihrem Haus eingezogen und still verhalten, auf jedesmaliges Erfordern der Obrigkeit sich demütig einstellen, weder an der Obrigkeit noch an den verhörten Zeugen sich rächen und die auf sie verwendeten Unkosten bei Heller und Pfennig bezahlen. Das hat sie eidlich gelobt zu erfüllen. Würde sie es nicht halten, so soll die Obrigkeit das Recht haben, sie als ein meineidiges Weib an Leib, Hab und Gut nach Gebühr abzustrafen.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Unterschrift und Petschaft-Abdruck des Tobias Gretzinger, Salzmessers +)
Bemerkungen: +) Salzmesser = wer von der Stadt damit betraut ist, das Salz zu messen d.h. zu verkaufen
Genetisches Stadium: Or.
Bemerkungen: +) Salzmesser = wer von der Stadt damit betraut ist, das Salz zu messen d.h. zu verkaufen
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ