Staatliches Gesundheitsamt Balingen (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Wü 66/1 T 1-3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Südwürttembergische Bestände >> Inneres >> Staatliche Gesundheitsämter >> Staatliches Gesundheitsamt Balingen
Überlieferungsgeschichte
Behördengeschichte
Durch Generalverfügung vom 14./22.3.1814 wurde im Oberamt Balingen für den Bereich des Oberamts das Oberamtsphysikat mit dem Oberamtsarzt als öffentlichem Gesundheitsbeamten gebildet (1).
Diese selbständige Behörde erhielt durch das Oberamtsarztgesetz vom 10.7.1912 (2) mit Vollzugsverfügung vom 17.3.1913 (3) die Bezeichnung Oberamtsarzt.
Mit dem Inkrafttreten des "Gesetzes über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesens" vom 3.7.1934 (4) am 1.4.1935 wurden in Anlehnung an die unteren Verwaltungsbehörden Gesundheitsämter errichtet, die in Württemberg an die Stelle der bisherigen Oberamtsärzte traten. Das Gesundheitsamt Balingen wurde für den Sprengel des Amtsbezirks Balingen zuständig. (5) 1938 wurden die Bezirke der Gesundheitsämter den neuen Landkreisgrenzen angepaßt (6). Seit 1.1.1974 ist das Staatliche Gesundheitsamt aufgrund der "Anordnung der Landesregierung über Sitze und Bezirke der staatlichen Gesundheitsämter" vom 6.11.1973 mit den Außenstellen in Hechingen und Ebingen für den Sprengel des Zollernalbkreises zuständig.
1) Regierungsblatt für Württemberg 1814 Seite 121
2) Regierungsblatt für Württemberg 1912 Seite 270
3) Regierungsblatt für Württemberg 1913 Seite 82
4) Reichsgesetzblatt 1934 I. Teil Seite 531, 794
5) Regierungsanzeiger für Württemberg 1935 Nr. 81
6) Regierungsanzeiger für Württemberg 1938 Nr. 115
1974 Errichtung von Außenstellen in Ebingen und Hechingen.
Bestandsgeschichte
Das Staatliche Gesundheitsamt Balingen lieferte im Jahre 1982 (Acc. 44/1982) die Erbgesundheitsakten, 1988 (Acc. 59 und 69/1988) vorwiegend Verwaltungsschriftgut, auch der Provenienz Gesundheitsamt Hechingen, ab. 2 Erbgesundheitsakten wurden aus einer Ablieferung des Staatlichen Gesundheitsamts Saulgau (Acc. 37/1983) durch Provenienzentrennung herausgelöst und dem Bestand Wü 66/1 zugeteilt.
Drei Aktenpläne waren im Amt gebräuchlich: Der Aktenplan der staatlichen Gesundheitsämter des Württembergischen Innenministeriums bzw. des Innenministeriums Württemberg-Baden in den Ausgaben 1936 und 1951 und ein auf diesen beiden fußender maschinenschriftlicher Aktenplan ohne genaues Ausgabedatum, der nach Bedarf erweitert wurde. Archivalien älterer Aktenpläne wurden nicht auf die neue Registraturschicht übernommen.
Der neueste Aktenplan wurde der Ordnung des vorliegenden Bestands zugrundegelegt. Aktengruppen, die im neueren Aktenplan nicht mehr so ausführlich ausgeworfen sind, wurden ergänzt. Die Trennung von Allgemeinen Akten (gerade Ziffern) und Sonder- oder Einzelakten (ungerade Ziffern) wurde aufgehoben und beide Gruppen nach der Ziffernreihefolge ineinandersortiert.
Inhalt und Bewertung
Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand wurde 1990 vom Unterzeichnenden nach Provenienzen getrennt, verzeichnt und klassifiziert und von Herrn Grosse verpackt. Archivalien der Provenienz Staatliches Gesundheitsamt Hechingen wurden dem Bestand Wü 66/6 zugeteilt.
Aus Gründen der Arbeitsökonomie wurden im Feld "Provenienz" nur die Vorprovenienzen vermerkt.
Die Sippenakten und psychologischen Gutachten wurden mit der MIDEPER-, die Gerichtsakten mit der MIDERB- und die übrigen Archivalien mit der MIDETIT-Erfassungsmaske aufgenommen.
Bd. 1 enthält alles Schriftgut, das mit der MIDETIT-Erfassungsmaske aufgenommen wurde, Bd. 2 die Psychologischen Gutachten (MIDEPER) und Bd. 3 wegen der Benutzungsproblematik (siehe 4.3) die Gerichts- und Sippenakten (MIDERB bzw. MIDEPER).
Die "Gerichtsakten" des 3. Bandes sind in der Reihenfolge der Aktenzeichen aufgeführt.
Der Bestand enthält umfangreiches und aussagekräftiges Material zur Gesundheitsgeschichte des Kreises Balingen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.Besonders die Bereiche Hebammenwesen, Erb- und Rassenpflege, Schulhygenie und Schulgesundheitspflege, Ortshygenie, Jahresgesundheitsberichte sind ausführlich dokumentiert.
Die Titelaufnahmen gab Herr Schöntag jun. in den Computer ein, den computergestützten Ausdruck fertigte Frau Kaufmann. Der Bestand umfaßt 942 Einheiten mit einem Umfang von 15,8 lfd. m.
Gebhard Füßler
Die elektronisch erfassen Titelaufnahmen zu den Sachakten konnten Im April 2006 in das Erschließungssystem scopeArchiv importiert werden. Im Frühjahr 2014 wurden die archivischen Titelaufnahmen zu den psychologischen Gutachten und zu den Gerichts- und Sippenakten durch Leon Körbel in scopeArchiv erfasst; die Korrekturarbeiten dazu übernahm Philipp Sigg.
Enthält:
Organisation; Personal; Dienstbetrieb; Heilpersonen; Apotheken; Arzneimittel; Gesundheitsfürsorge; Gesunheitsaufsicht; Statistik; Psychologischer Dienst; Gesundheitsverwaltung Grenzauffanglager bzw. Durchgangslager Balingen; Erbgesundheitspflege; Psychologische Gutachten.
Behördengeschichte
Durch Generalverfügung vom 14./22.3.1814 wurde im Oberamt Balingen für den Bereich des Oberamts das Oberamtsphysikat mit dem Oberamtsarzt als öffentlichem Gesundheitsbeamten gebildet (1).
Diese selbständige Behörde erhielt durch das Oberamtsarztgesetz vom 10.7.1912 (2) mit Vollzugsverfügung vom 17.3.1913 (3) die Bezeichnung Oberamtsarzt.
Mit dem Inkrafttreten des "Gesetzes über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesens" vom 3.7.1934 (4) am 1.4.1935 wurden in Anlehnung an die unteren Verwaltungsbehörden Gesundheitsämter errichtet, die in Württemberg an die Stelle der bisherigen Oberamtsärzte traten. Das Gesundheitsamt Balingen wurde für den Sprengel des Amtsbezirks Balingen zuständig. (5) 1938 wurden die Bezirke der Gesundheitsämter den neuen Landkreisgrenzen angepaßt (6). Seit 1.1.1974 ist das Staatliche Gesundheitsamt aufgrund der "Anordnung der Landesregierung über Sitze und Bezirke der staatlichen Gesundheitsämter" vom 6.11.1973 mit den Außenstellen in Hechingen und Ebingen für den Sprengel des Zollernalbkreises zuständig.
1) Regierungsblatt für Württemberg 1814 Seite 121
2) Regierungsblatt für Württemberg 1912 Seite 270
3) Regierungsblatt für Württemberg 1913 Seite 82
4) Reichsgesetzblatt 1934 I. Teil Seite 531, 794
5) Regierungsanzeiger für Württemberg 1935 Nr. 81
6) Regierungsanzeiger für Württemberg 1938 Nr. 115
1974 Errichtung von Außenstellen in Ebingen und Hechingen.
Bestandsgeschichte
Das Staatliche Gesundheitsamt Balingen lieferte im Jahre 1982 (Acc. 44/1982) die Erbgesundheitsakten, 1988 (Acc. 59 und 69/1988) vorwiegend Verwaltungsschriftgut, auch der Provenienz Gesundheitsamt Hechingen, ab. 2 Erbgesundheitsakten wurden aus einer Ablieferung des Staatlichen Gesundheitsamts Saulgau (Acc. 37/1983) durch Provenienzentrennung herausgelöst und dem Bestand Wü 66/1 zugeteilt.
Drei Aktenpläne waren im Amt gebräuchlich: Der Aktenplan der staatlichen Gesundheitsämter des Württembergischen Innenministeriums bzw. des Innenministeriums Württemberg-Baden in den Ausgaben 1936 und 1951 und ein auf diesen beiden fußender maschinenschriftlicher Aktenplan ohne genaues Ausgabedatum, der nach Bedarf erweitert wurde. Archivalien älterer Aktenpläne wurden nicht auf die neue Registraturschicht übernommen.
Der neueste Aktenplan wurde der Ordnung des vorliegenden Bestands zugrundegelegt. Aktengruppen, die im neueren Aktenplan nicht mehr so ausführlich ausgeworfen sind, wurden ergänzt. Die Trennung von Allgemeinen Akten (gerade Ziffern) und Sonder- oder Einzelakten (ungerade Ziffern) wurde aufgehoben und beide Gruppen nach der Ziffernreihefolge ineinandersortiert.
Inhalt und Bewertung
Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand wurde 1990 vom Unterzeichnenden nach Provenienzen getrennt, verzeichnt und klassifiziert und von Herrn Grosse verpackt. Archivalien der Provenienz Staatliches Gesundheitsamt Hechingen wurden dem Bestand Wü 66/6 zugeteilt.
Aus Gründen der Arbeitsökonomie wurden im Feld "Provenienz" nur die Vorprovenienzen vermerkt.
Die Sippenakten und psychologischen Gutachten wurden mit der MIDEPER-, die Gerichtsakten mit der MIDERB- und die übrigen Archivalien mit der MIDETIT-Erfassungsmaske aufgenommen.
Bd. 1 enthält alles Schriftgut, das mit der MIDETIT-Erfassungsmaske aufgenommen wurde, Bd. 2 die Psychologischen Gutachten (MIDEPER) und Bd. 3 wegen der Benutzungsproblematik (siehe 4.3) die Gerichts- und Sippenakten (MIDERB bzw. MIDEPER).
Die "Gerichtsakten" des 3. Bandes sind in der Reihenfolge der Aktenzeichen aufgeführt.
Der Bestand enthält umfangreiches und aussagekräftiges Material zur Gesundheitsgeschichte des Kreises Balingen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.Besonders die Bereiche Hebammenwesen, Erb- und Rassenpflege, Schulhygenie und Schulgesundheitspflege, Ortshygenie, Jahresgesundheitsberichte sind ausführlich dokumentiert.
Die Titelaufnahmen gab Herr Schöntag jun. in den Computer ein, den computergestützten Ausdruck fertigte Frau Kaufmann. Der Bestand umfaßt 942 Einheiten mit einem Umfang von 15,8 lfd. m.
Gebhard Füßler
Die elektronisch erfassen Titelaufnahmen zu den Sachakten konnten Im April 2006 in das Erschließungssystem scopeArchiv importiert werden. Im Frühjahr 2014 wurden die archivischen Titelaufnahmen zu den psychologischen Gutachten und zu den Gerichts- und Sippenakten durch Leon Körbel in scopeArchiv erfasst; die Korrekturarbeiten dazu übernahm Philipp Sigg.
Enthält:
Organisation; Personal; Dienstbetrieb; Heilpersonen; Apotheken; Arzneimittel; Gesundheitsfürsorge; Gesunheitsaufsicht; Statistik; Psychologischer Dienst; Gesundheitsverwaltung Grenzauffanglager bzw. Durchgangslager Balingen; Erbgesundheitspflege; Psychologische Gutachten.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 08:37 MESZ