Melchior von Reichau auf Korschwitz (Reichaw auf Corschwiz), württembergischer Obrist und Obervogt, Forstmeister Heinrich von Gaißberg und der Untervogt von Blaubeuren Georg Meissner schlichten einen Streit über Weidestreitigkeiten der Gemeinden Pappelau und Erstetten einerseits und Beiningen andererseits. Nachdem die Gemeinden sich gegenseitig beschuldigten, ihr Vieh zu weit, unter anderem über die Ulmer Straße, getrieben zu haben, kam es zu folgender Einigung: Die von Pappelau und Erstetten können künftig ihre Rinder und Vieh bis hinauf an die Ulmer Straße bis zu dem neugesetzten großen Stein, der zwischen der Straße und dem Acker des Hans Geiger von Pappelau steht, treiben. Es folgen Grenzmarkierungen. Für die von Pappelau: Ulmer Straße, Stein am Spechzenberg, Hans Hörmanns Wieslein, der sog. Engerstall, zur Zeit ein Acker. Für die von Erstetten: Haldenbronnen, Mühlweg, neuer Stein Richtung Gleißenburg, Stein zwischen den Äckern des Wirts Jung Georg Seifarth und des Georg Dauer, Stein am "abgeworfenen" Baum, neuer Stein zwischen den Äckern des Hans Geiger von Pappelau und des Jörg Dauer von Beiningen, bis auf den ¿Holzbürenbom¿, an den ein Kreuz gehauen ist und der zwischen den Äckern des Caspar Schürlin und des Balthas Eckhlin von Beiningen steht, dann hinab an das Hölzlein Hans Kromers von Beiningen, ein großer Eckstein, der dieses Hölzlein, die "Egart" genannte Mad und den Acker genannt Marrenbühl des Peter Schürlin von Beiningen scheidet. Für die von Beiningen: Ulmer Straße, neugesetzter großer Stein an Hans Geigers Acker, ob dem Haldenbronnen unterhalb der Ulmer Straße, Stein zwischen den Äckern des Jung Jerg Seifarth und des Jakob Dauer, Stein zwischen den Äckern des Hans Geiger und des Jakob Dauer, Ziegelgarten, Weg von der Ziegelhütte zur Steingrube, etwa 20 Schritt abwärts ein neuer Stein am Acker des Jörg Dauer von Beiningen, Steingrube, Stein am Acker der Witwe Peter Glöckhlers, Stein an den Äckern des Hans Geiger von Pappelau und des Balthas Eckhlin von Beiningen, zwei große Steine an der Steingrube, der eine zwischen den Äckern des Schultheißen August Glöckhler von Pappelau und des Hans Kromer von Beiningen, der andere zwischen den Äckern des Schultheißen Glöckhler und dem des Peter Schürle von Beiningen, der sog. Marrenbühl , hinunter bis zum Ende des Marrenbühls am Gleißenburger Weg. Nota des Stadtschreibers von Blaubeuren, Salomon Kieser, über einen Zusatz in dem Exemplar für die Gemeinde Beiningen: Bei der Verlesung der Urkunde behielten sich die von Erstetten den Trieb über die Ulmer Straße hinauf in den Spechtsberg oder Abtshau wie auch in ihrem Gemeindewald und in Hans Hermanns und Hans Kuonen Hofwäldchen wie von alters her vor. Außerdem wird Beiningens Viehtrieb in der Landstraße hinab bis auf den Stein am Ende der Marchbronner Bauernhölzer und dann der Äbtissin zu durch Marksteine begrenzt.