Mainz, 1589.11.08. (Richter Konrad Kennicken). Der B. und Glaser Philipp Geyer bekundet, daß sein Schwager Magister Johannes Pursius, Stadtgerichtschreiber, für ihn bei bei dem Glaser Rudolf Kempf gebürgt hat für eine halbe Truhe Scheiben, kostet 7 1/8 fl. (je 15 Batzen), und für 4 fl. Glas, 2 fl. Blei, 1 fl. "loch" (?), 1/2 Hundert Rahmenholz, kostet 1 Taler, und 14 k, außerdem 2 fl. 3 Albus, im ganzen 19 fl. 11 Albus 3 Pfennig. Er übergibt nun dem Schwager 20 fl. von den 100 fl., die ihm kommenden Mai von Herrn Georg Rudels Testamentsvollstreckern, von Helena Frankensteinin + herrührend, gebühren. Damit ist der Schwager der Bürgschaft entledigt. Z.: Magister Martin Christianus, Prokurator, und Georg Schneyder, Pedell des weltlichen Gerichts.
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Mainz, 1589.11.08. (Richter Konrad Kennicken). Der B. und Glaser Philipp Geyer bekundet, daß sein Schwager Magister Johannes Pursius, Stadtgerichtschreiber, für ihn bei bei dem Glaser Rudolf Kempf gebürgt hat für eine halbe Truhe Scheiben, kostet 7 1/8 fl. (je 15 Batzen), und für 4 fl. Glas, 2 fl. Blei, 1 fl. "loch" (?), 1/2 Hundert Rahmenholz, kostet 1 Taler, und 14 k, außerdem 2 fl. 3 Albus, im ganzen 19 fl. 11 Albus 3 Pfennig. Er übergibt nun dem Schwager 20 fl. von den 100 fl., die ihm kommenden Mai von Herrn Georg Rudels Testamentsvollstreckern, von Helena Frankensteinin + herrührend, gebühren. Damit ist der Schwager der Bürgschaft entledigt. Z.: Magister Martin Christianus, Prokurator, und Georg Schneyder, Pedell des weltlichen Gerichts.
U / 1589 November 8 (in 5 / 13)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
08.11.1589
Stadtgericht Mainz
In 5 / 13, fol. 247 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ