Auswärtige Sachen (Bestand)
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NLA HA, Cal. Or. 31
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.1 Fürstentum Calenberg >> 1.1.1 Urkunden >> 1.1.1.2 Auswärtiges
1013-1791
Bestandsgeschichte: Cal. Or. 31 vereint die sogenannten 'Auswärtigen Sachen' des Fürstentums Calenberg. Dazu gehören Urkunden, die man heute als Staatsverträge mit fremden Mächten bezeichnen würde ebenso wie Privaturkunden, die von Ausstellern über Geschäfte in außerwelfischen Territorien (Immobiliengeschäfte, Verpfändungen, Kredite) ausgestellt wurden. Die Ordnung erfolgte nach Alphabet der Territorien, denen die Urkundenbetreffe zugeordnet werden konnten (Anhalt, Brandenburg, Hessen, Hildesheim usw.) und innerhalb dieser Abteilungen in chronologischer Reihe. Naturgemäß umfassten die Abteilungen der unmittelbar benachbarten Territorien, mit denen sich intensivere Beziehungen ergaben, mehr Einzelstücke als die von weit entfernten Mächten, wie z. B. Venedig. Sehr umfangreich ist u. A. vertreten der Frankfurter Landfrieden von 1658 (1. Rheinbund/Rheinische Allianz) in Form der Ratifikationsurkunden aller beteiligten Mächte. Eine Besonderheit bildet eine Reihe von 63 Kreisabschieden des Niedersächsischen Reichskreises aus den Jahren 1555-1677 (mit Lücken).
Der Bestand überliefert ferner den wesentlichen Teil des Urkundenarchivs der Edelherren von Homburg; einige weitere Urkunden dieser Provenienz bilden den Bestand 62 Urk im Staatsarchiv Wolfenbüttel.
Viktor Loewe hatte im Juli 1900 begonnen, die Calenbergischen Staatsverträge und älteren auswärtigen Urkunden neu zu verzeichnen. Seit Juni 1901 beteiligte sich der Archivar Jean Lulvés an dieser Arbeit. Loewe beendete im Okt. 1901 das Register "zu den aus Cal. Or. Des. 31 ausgeschiedenen Domstift Hildesheimischen Urkunden". Dez. 1901 hatte er die Verzeichnung seines Teils von Cal. Or. 31 (vor 1705) abgeschlossen. Lulvés arbeitete Feb. 1903 bis Juni 1904 am Register. Inzwischen hatte Loewe im Okt. 1902 angefangen, die "in Cal. Or. Des. 31 befindlichen Hann. Staatsverträge seit 1705" neu zu verzeichnen und zumindest teilweise nach Hann.
Bestandsgeschichte: 10 zu verlegen. (Hann. 1/3 Nr. 608 - 610). Die die Beziehungen zu Braunschweig-Lüneburg betreffenden Stücke waren bereits im 19. Jahrhundert herausgezogen worden, um daraus den Bestand Cal. Or. 32 zu bilden. Aus Dep. 37 S Nr. 178 ergibt sich, dass auch eine Abteilung Hoya bestanden hat. Die Stücke dürften nach Celle Or. 13 überführt worden sein.
Die Neuverzeichnung in izn-AIDA begann 1999-2001 Dr. Brage Bei der Wieden; sie wurde zwischen Februar 2007 und Januar 2008 durch den Unterzeichneten abgeschlossen. Dabei erfolgte eine durchlaufende Numerierung der Stücke.
Die Verzeichnung strebte keine Vollregestierung der Urkunden an. Sie verfolgte vor allem das Ziel, die Stücke zu identifizieren, um den Bestand benutzbar zu machen, nicht die Erschließung aller Informationen. Dies wäre auch durch die z. T. gravierenden Wasserschäden kaum möglich. Entsprechend ging auch der Ehrgeiz nicht dahin, alle älteren Druckorte vollständig nachzuweisen. Hier gab die leichte Erreichbarkeit den Maßstab (z. B. Lünig vor Londorp oder Dumont, da in der Dienstbibliothek verfügbar). Die Uneinheitlichkeit und unterschiedliche Intensität der Erschließung musste in Kauf genommen werden.
In 2007/08 wurden die Nummern 368 bis 901 verzeichnet. Nachweise von Drucken und Sekundärüberlieferungen konnten in diesem Abschnitt nicht recherchiert werden.
Hannover, 4. Januar 2008
gez. Uwe Hager
Für den Ausdruck des Findbuchs sind geringfügige Änderungen und formale Anpassungen vorgenommen worden. Die keiner einzelnen Herrschaft zuzuweisenden Urkunden, Reste am Ende des Bestandes, wurden aus dem Gliederungspunkt 01.23 herausgenommen und einem neu geschaffenen (04. Verschiedenes) zugeordnet; für Cal. Or. 31 Nr. 900 sind knappe Angaben neu aufgenommen (Datierung, Betreff).
Pattensen, im März 2010
Hildegard Krösche
Im Januar 2013 fanden sich unter einer falschen Signatur (Cal. Or. 6a L Nr. 2) die nun unter
Bestandsgeschichte: den Nummern 902 bis 909 verzeichneten Ratifikationen des Defensivbündnisses mit Dänemark samt Nebenrezess von 1672 März 31, die - wie die Quadrangelnummern zeigen - offenbar einmal einer Akte beigelegen haben.
Pattensen, im Februar 2013
Hildegard Krösche
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Der Bestand überliefert ferner den wesentlichen Teil des Urkundenarchivs der Edelherren von Homburg; einige weitere Urkunden dieser Provenienz bilden den Bestand 62 Urk im Staatsarchiv Wolfenbüttel.
Viktor Loewe hatte im Juli 1900 begonnen, die Calenbergischen Staatsverträge und älteren auswärtigen Urkunden neu zu verzeichnen. Seit Juni 1901 beteiligte sich der Archivar Jean Lulvés an dieser Arbeit. Loewe beendete im Okt. 1901 das Register "zu den aus Cal. Or. Des. 31 ausgeschiedenen Domstift Hildesheimischen Urkunden". Dez. 1901 hatte er die Verzeichnung seines Teils von Cal. Or. 31 (vor 1705) abgeschlossen. Lulvés arbeitete Feb. 1903 bis Juni 1904 am Register. Inzwischen hatte Loewe im Okt. 1902 angefangen, die "in Cal. Or. Des. 31 befindlichen Hann. Staatsverträge seit 1705" neu zu verzeichnen und zumindest teilweise nach Hann.
Bestandsgeschichte: 10 zu verlegen. (Hann. 1/3 Nr. 608 - 610). Die die Beziehungen zu Braunschweig-Lüneburg betreffenden Stücke waren bereits im 19. Jahrhundert herausgezogen worden, um daraus den Bestand Cal. Or. 32 zu bilden. Aus Dep. 37 S Nr. 178 ergibt sich, dass auch eine Abteilung Hoya bestanden hat. Die Stücke dürften nach Celle Or. 13 überführt worden sein.
Die Neuverzeichnung in izn-AIDA begann 1999-2001 Dr. Brage Bei der Wieden; sie wurde zwischen Februar 2007 und Januar 2008 durch den Unterzeichneten abgeschlossen. Dabei erfolgte eine durchlaufende Numerierung der Stücke.
Die Verzeichnung strebte keine Vollregestierung der Urkunden an. Sie verfolgte vor allem das Ziel, die Stücke zu identifizieren, um den Bestand benutzbar zu machen, nicht die Erschließung aller Informationen. Dies wäre auch durch die z. T. gravierenden Wasserschäden kaum möglich. Entsprechend ging auch der Ehrgeiz nicht dahin, alle älteren Druckorte vollständig nachzuweisen. Hier gab die leichte Erreichbarkeit den Maßstab (z. B. Lünig vor Londorp oder Dumont, da in der Dienstbibliothek verfügbar). Die Uneinheitlichkeit und unterschiedliche Intensität der Erschließung musste in Kauf genommen werden.
In 2007/08 wurden die Nummern 368 bis 901 verzeichnet. Nachweise von Drucken und Sekundärüberlieferungen konnten in diesem Abschnitt nicht recherchiert werden.
Hannover, 4. Januar 2008
gez. Uwe Hager
Für den Ausdruck des Findbuchs sind geringfügige Änderungen und formale Anpassungen vorgenommen worden. Die keiner einzelnen Herrschaft zuzuweisenden Urkunden, Reste am Ende des Bestandes, wurden aus dem Gliederungspunkt 01.23 herausgenommen und einem neu geschaffenen (04. Verschiedenes) zugeordnet; für Cal. Or. 31 Nr. 900 sind knappe Angaben neu aufgenommen (Datierung, Betreff).
Pattensen, im März 2010
Hildegard Krösche
Im Januar 2013 fanden sich unter einer falschen Signatur (Cal. Or. 6a L Nr. 2) die nun unter
Bestandsgeschichte: den Nummern 902 bis 909 verzeichneten Ratifikationen des Defensivbündnisses mit Dänemark samt Nebenrezess von 1672 März 31, die - wie die Quadrangelnummern zeigen - offenbar einmal einer Akte beigelegen haben.
Pattensen, im Februar 2013
Hildegard Krösche
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST