1486 Januar 05. Priorin Elisabeth und der Konvent des Klosters bei Unserer lieben Frauen Kirche auf der Neustadt Lemgo beurkunden die Stiftung einer Kommende durch Bartoldt Sthoiffe, Kírchherrn zu Reelkirchen (eylenkerkan) und deren Ausstattung mit 10 Mark jährl. Rente. Davon sollen 5 Mark aus einm Hofe des Gotsschalk Lukebart bei dem Bodekenhues im Ksp. Heiden fließen; 2 Mark aus einem Garten vor dem Neuen Tore bei dem Steinwege gegen den Rosengarten vor Lemgo, der sich im Süden in östl. und westl. Richtung zum städtischen Pagenhellen-Garten hin erstreckt; schließlich 3 Mark aus dem Hause und Erbe des Stifters auf der Altstadt Lemgo. Er behält das Recht, der Priorin den zu belehnenden Priester oder Kleriker zu präsentieren; scheidet dieser. durch Tod aus, sind nacheinander der Kleriker Johannes Sthoiff, dann Bartold Sthoiff, Sohn des Stifters, dann Hinrich oder Johann, d.h. derjenige der Söhne Cbrd 13màanans, der Priester wird, zu belehnen. Später ist die Konnende an den Besitzer des Lehens der 10000 Märtyrer und 11000 Jungfrauen zu geben. Der Belehnte hat wöchentlich eine Messe zu lesen oder lesen zu lassen und soll auf Michaelis 1 Mark an Priorin und Konvent zur gmeinsamen Tafel abführen. Davon soll dem Konvent am Katharinentage eine besondere Gabe gereicht werden, damit für Herrn Bartold eine Vigil gefeiert wird. Bei Rückkauf der Rente ist das Geld für den gleichen Zweck neu anzulegen. íegelank.: Konventssiegel und Siegel des Kírchherrn Bartold Sthoiff. 1486 in vígilia epiphanie domini.