Moritz Stöckhlin von Langenenslingen bekundet, daß er von P. Mathias Zengerlin, salmansw. Conventual und Unterpfleger zu Pfullendorf, als Kurator der Heiligen und der Pfarrkirche in den Salmansw. Herrschaften ob den Bergen gegen eine jährl. Rente von 52 Gulden 12 Kreuzer ein Kapital von 1044 Gulden erhalten hat, um von Johann Wisswein, Bürger und Handelsmann zu Pfullendorf, die unten näher beschriebene Mühle zu kaufen. Die ihm nun zu Eigen gehörende Mühle besteht aus Haus, Hofraite, Scheuer, Speicher und Wasserzuleitungen, liegt am Andelsbach in Pfullendorfer Obrigkeit. Es gehören dazu folgende Äcker: 3. Jauchert in einer Baindt samt 1 Krautgarten nächst bei der Mühle gelegen; 14 Jauchert aneinander zwischen Niclaus Weiß und dem Weg, der in die Mühle geht; 3 Jauchert ob der Mühle, stoßen an den Wiesrain und den Mühlbach; 5 Jauchert am Mühlhölzlin, stoßen an Gegginger Mühlgüter und an die Straße, die in Hauberlins Mühle geht; 3 1/2 Mannsmahd Wiesen nächst bei der Mühle am oberen Wasser oder Andelsbach, stossen an die Wiesen der Mutter und Schwestern im Seelhaus; 2 1/2 Mannsmahd Wiesen nächst an Galle Müllers Mühle gelegen, die z. Zt. Jacob Sauter gen. Hauberlin innehat, stoßen an Schwarzachs Wiesen und Hauberlins Emdwiesen. Aus der Mühle und den vorgeschriebenen Gütern erhält das Spital zu Pfullendorf jährl. auf Martini 10 Gulden Landeswährung und 3 1/2 Viertel Kernen sowie 10 Schilling Pfennige für eine Seefahrt, ferner Jacob Gremlich 1 Pfund Pfennige und 2 Imi Kernen, der Pfarrer zu Pfullendorf 5 Hühner und 1 Imi Kernen, 4 Hennen gehen aus der Herren- und Beckhenstuben, der Meßmer zu Pfullendorf erhält 1 Imi Kernen. Ferner gehören zu der Mühle 2 Mannsmahd Wiesen, liegen an Jacob Restlins von Großstadelhofen und an Georg Kempfs, Bürgers zu Pfullendorf, Wiesen, stoßen oben an die Mühle am Andelsbach und unten an den Altbach; 3 Mannsmahd Wiesen, stoßen einerseits an Hans Fauckhelins (?) Wiese, die den Sondersiechen gehört, andererseits an Hans Restlins von Wattenreitin Wiese, die den Schwestern zu St. Gallen gen Überlingen gehört, stößt oben über den Holzgraben, unten an den Altbach. Diese 5 Mannsmahd Wiesen, die vorgenannter Wißwein ihm verkauft, sind rechtes Eigen und weder mit Zins noch mit Zehnt belastet. Die vorgeschriebene Mühle Äcker und Wiesen legt Stöckhlin als Unterpfand ein, wie sie schon einmal um dieselbe Summe von Johann Bücheier, des Gotzhaus Salmenschweil gewesten Organist selig um gleiches Kapital und Zins im Jahre 1604 verschrieben worden waren; diese Verschreibung wird hiermit bestätigt