Streit um die Erbgüter des Derich Leuch zu Zons (in Q 14 genannt) zwischen dessen Kindern aus drei verschiedenen Ehen. Die Appellanten beklagen, daß nur die Kinder aus erster Ehe einen alleinigen Erbanspruch haben sollen. Diese Ungerechtigkeit sei durch die Reformation von 1538 und verschiedene Abschiede gemildert worden. Sie berufen sich von einem Schiedsspruch oder Laudum der 1. Instanz mit Hinzuziehung eines unparteiischen Rechtsgelehrten vom 10. Sept. 1568 an das RKG.
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Streit um die Erbgüter des Derich Leuch zu Zons (in Q 14 genannt) zwischen dessen Kindern aus drei verschiedenen Ehen. Die Appellanten beklagen, daß nur die Kinder aus erster Ehe einen alleinigen Erbanspruch haben sollen. Diese Ungerechtigkeit sei durch die Reformation von 1538 und verschiedene Abschiede gemildert worden. Sie berufen sich von einem Schiedsspruch oder Laudum der 1. Instanz mit Hinzuziehung eines unparteiischen Rechtsgelehrten vom 10. Sept. 1568 an das RKG.
AA 0627, 3394 - L 357/1420
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 3. Buchstabe L
1568 - 1576 (1568 - 1574)
Enthaeltvermerke: Kläger: Paul Leuch (Luch) von Zons und seine Geschwister, Christoff Leuch und Greta (Jentgen, Giertgen, Margrete) Leuch, Gattin des Johann von Norf, Kinder des verstorbenen Derich Leuch, Bürgers von Zons, und Konsorten, (Bekl.) Beklagter: Meister Johann Westhoven, vereidigter Notar des geistlichen Gerichtshofs zu Köln, als natürlicher Vormund seiner Kinder mit der verstorbenen Appollonia Rex und Meister Eberhard Lew (Leo) von (Coesfeld) zu Köln auf der Marcellenstraße, Prokurator des geistlichen Gerichtshofs zu Köln, als bestellter Vormund für die Kinder der verstorbenen Appollonia Rex und die Vormünder für Johann Westhovens minderjährige Kinder aus der Ehe mit der verstorbenen Mechthild Leuch, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Georg Berlin 1568 - Dr. Laurentius Wilthelm 1568 - Dr. Bernhard Küehorn 1573 - Dr. Ludwig Staell 1573 - Dr. Johann Brentzlin 1573 - Dr. Johannes Vest 1573 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Martin Reychardt 1568 - Dr. Johann Michael Fickler (Vickler) 1568 - Dr. Laurentius Wilthelm 1568 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Offizial von Köln (1658) - 2. RKG 1568 - 1576 (1568 - 1574) Beschreibung: 1,5 cm, 35 Bl., lose; Q 1 - 4, 6 - 14, 1 Beilage, Q 5* fehlt.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:45 MESZ