Spruchkammer 33 - Bad Mergentheim: Verwaltungsakten (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 900/16
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden seit um 1945 >> Geschäftsbereich Ministerium für politische Befreiung >> Heimatspruchkammern: Verwaltungsakten
1946-1948
Vorwort: In der Folge des Gesetzes zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 5. März 1946 wurden in den Stadt- und Landkreisen Württemberg-Badens Spruchkammern gebildet[1]. Die Spruchkammer 33 - Bad Mergentheim nahm am 15.7.1946 ihre Arbeit auf und wurde am 26.8.1946 durch Minister Gottlieb Kamm eröffnet[2]. Sie bestand bis zum 23.9.1948. Untergebracht war sie im Mergentheimer Schloß. Die Zahl der Mitarbeiter lag bei ca. 30 Personen. Ihr Zuständigkeitsbereich - der Landkreis Mergentheim - hatte die Kennziffer 33 und erstreckte sich auf folgende 51 Orte (in Klammern nachgestellt die Ortskennziffern[3]): Bad Mergentheim (1) Münster (26) Adolzhausen (2) Nassau (27 Althausen (3) Neubronn mit Oberndorf Standorf (28) Apfelbach (4) Neunkirchen (29) Archshofen (5) Neuses (30) Bernsfelden mit Bowiesen (6) Niederrimbach (31) Blumweiler mit Wolfsbuch, Schwarzenbronn, Reutsachsen, Weiler (7) Niederstetten mit Sichertshausen, Ermershausen (32) Craintail (8) Oberrimbach mit Lichtel (33) Creglingen (9) Oberstetten (34) Deubach mit Sailtheim (10) Pfitzingen (35) Edelfingen (11) Queckbronn (36) Elpertsheim (12) Reinsbronn mit Niedersteinach, Schirmbach (37) Finsterlohr mit Schonach, Burgstall (13) Rengershausen (38) Frauental mit Weidenhof, Lohrhof (14) Rinderfeld mit Dunzendorf, Streichental (39) Freudenbach mit Schön Erdbach (15) Rot mit Schönbühl, Dörtel (40) Haagen (16) Rüsselshausen (41) Hachtel (17) Schäftersheim (42) Harthausen mit Reckerstal, Neubronn (18) Schmerbach (43) Herbsthausen (19) Simmringen (44) Herrenzimmern (20) Stuppach mit Lustbronn, Lillstadt (45) Honsbronn mit Bronn (21) Vorbachzimmern (46) Igersheim mit Reissfeld Holzbronn (22) Wachbach (47) Lautenbach (23) Waldmannshofen mit Sechselbach (48) Löffelstelzen (24) Weikersheim (49) Markelsheim (25) Wermutshausen mit Ebertsbronn (50) Wildentierbach mit Wolkersfelden Heimberg Hachtel (51) Die nachstehend verzeichneten Akten sind nach Auflösung der Spruchkammer in das "Archiv des Ministeriums für politische Befreiung" bzw. das "Zentralarchiv bei der Zentralspruchkammer Nordwürttemberg" gelangt. Dieses wurde ab dem 1. Oktober 1950 dem Staatsarchiv Ludwigsburg angegliedert. Im Zuge eines Beständeausgleichs vom Jahre 1976[4]" wurden die Verwaltungsakten aller Spruchkammern 1981 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben, 1992 jedoch aufgrund einer neuen Beständeabgrenzung ihrer Provenienz entsprechend als Akten nachgeordneter Dienststellen des Ministeriums für politische Befreiung in das Staatsarchiv Ludwigsburg zurückgeführt[5]. Dort hat sie im Dezember 1992 Herr Dr. Harald Isermeyer im Rahmen eines Werkvertrages unter Anleitung des Unterzeichneten verzeichnet. Da ein Aktenplan für die Akten nicht vorlag, wurde eine archivische Klassifikation dem Findbuch zugrundegelegt[6]. Die Aktentitel sind in enger Anlehnung an die Aufschriften auf den Leitz-Ordnern und Schnellheftern formuliert, in denen die Akten abgeheftet waren. Die archivgerechte Verpackung der Akten besorgte Herr Hans-Jürgen Seifried. Das Repertorium schrieb Frau Hildegard Aufderklamm. Hingewiesen sei darauf, daß im Bestand EL 900/15 (Spruchkammer 30 - Ludwigsburg), vorläufige Büschelnr. 52, Inspektionsberichte über die Spruchkammer Mergentheim erhalten sind. Der Bestand EL 900/16 umfaßt 76 Archivalieneinheiten in 0,9 lfd. m. Ludwigsburg, Dezember 1992 Dr. Kretzschmar
Anmerkungen: [1] Einzelheiten bei Paul Sauer, Demokratischer Neubeginn in Not und Elend. Das Land Württemberg-Baden von 1945 bis 1952. Ulm 1978. S. 136ff., bes. S. 143 f. [2] Eine Fotografie davon bei Sauer, wie vorige Anm., S. 149. [3] Wiedergegeben nach der unten in Bü. 76 enthaltenen Liste. - Die Kennziffern wurden von den Spruchkammern für die Akten zeichen gebraucht, vgl. unten Anm. 5. [4] Das Hauptstaatsarchiv sollte dabei alle Unterlagen des Ministeriums und die Verwaltungsakten aus dessen Geschäftsbereich verwahren, das Staatsarchiv Ludwigsburg alle personenbezogenen Unterlagen (Meldebögen, Verfahrensakten, Gnadenakten). [5] Im Gegenzuge wurden die beim Ministerium entstandenen sog. "Gnadenakten" an das Hauptstaatsarchiv abgegeben. [6] Aktenzeichen trugen nur die ortsbezogenen Akten, die hier als Büschel 25 - 75 verzeichnet sind. Sie setzen sich aus der Kennziffer für den Spruchkammerbezirk und der Kennziffer für den Ort zusammen.
Anmerkungen: [1] Einzelheiten bei Paul Sauer, Demokratischer Neubeginn in Not und Elend. Das Land Württemberg-Baden von 1945 bis 1952. Ulm 1978. S. 136ff., bes. S. 143 f. [2] Eine Fotografie davon bei Sauer, wie vorige Anm., S. 149. [3] Wiedergegeben nach der unten in Bü. 76 enthaltenen Liste. - Die Kennziffern wurden von den Spruchkammern für die Akten zeichen gebraucht, vgl. unten Anm. 5. [4] Das Hauptstaatsarchiv sollte dabei alle Unterlagen des Ministeriums und die Verwaltungsakten aus dessen Geschäftsbereich verwahren, das Staatsarchiv Ludwigsburg alle personenbezogenen Unterlagen (Meldebögen, Verfahrensakten, Gnadenakten). [5] Im Gegenzuge wurden die beim Ministerium entstandenen sog. "Gnadenakten" an das Hauptstaatsarchiv abgegeben. [6] Aktenzeichen trugen nur die ortsbezogenen Akten, die hier als Büschel 25 - 75 verzeichnet sind. Sie setzen sich aus der Kennziffer für den Spruchkammerbezirk und der Kennziffer für den Ort zusammen.
76 Büschel (0,9 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Ober- und Mittelbehörden seit um 1945 (Tektonik)
- Geschäftsbereich Ministerium für politische Befreiung (Tektonik)
- Heimatspruchkammern: Verwaltungsakten (Tektonik)
- Spruchkammer 33 - Bad Mergentheim: Verwaltungsakten (Bestand)