Appellationis Auseinandersetzung um Aufteilung eines Erbes
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(1) 0889
Wismar F 104 (W F 3 n. 104)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 19. 1. Kläger S
(1727-1750) 07.04.1750-17.06.1751
Kläger: (2) Anthon Rudolph von Felden (Bekl. in 1 Instanz)
Beklagter: Daniel Schultz, Johann Jürgen Willer, Jochim Schultz, Johann Lorenz Marckwort und Katrina Bratten als nachgelassene Kinder des Jochim Schultz (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Carl Christoph Gröning (P), seit 19.10.1750 Dr. Johann Theodor Quistorp (A & P) Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 07.04. um Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 09.04.1750 geht am 15.04. die Bitte der Bekl. um Befristung der Appellation ein, die am selben Tag abgelehnt wird. Am 22.04. bitten Bekl., Kl. keine weitere Fristverlängerung zu gewähren, das Tribunal sagt am 24.04. Prüfung zu. Am 21.05. bittet Kl. erneut um Fristverlängerung, die ihm am 22.05. verwehrt wird. Am 09.06. trägt Kl. seine Beschwerden gegen das Urteil des Ratsgerichts vor Beide Parteien sind Erben des Hans Lambrecht, Kl. sollte lt. Testament zunächst alle Schulden Lambrechts bezahlen, dann Bekl. 1/4 des verbleibenden Erbes auszahlen. Da Bekl. die Vorlage der Erbinventare der Eltern und Brüder Lambrechts fordern, um anhand dessen die Höhe des Erbes zu prüfen, geraten Parteien in Streit. Das Ratsgericht bestellt Kommissare, die mehrere Punkte vermitteln, andere werden durch Ratsgericht entschieden, wogegen Kl. appelliert. Es geht um die Höhe des Brautschatzes, den Wert von unverarbeitetem Zinn und Beerdigungskosten, die Kl. anders berechnet sehen will. Das Tribunal fordert am 04.09.1750 die Akten der Vorinstanz vom Rat an und eröffnet sie am 23.01. auf Antrag der Parteien vom 18.01.1751. Am 26.04.1751 bestätigt das Tribunal im wesentlichen das Ratsgerichtsurteil, ändert es nur in Bezug auf die Verteilung der Begräbniskosten, am 10.06.1751 sendet es die Akten an das Ratsgericht zurück.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1748-1750 2. Tribunal 1750-1751
Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 24.02.1750; Ratsgerichtsurteile vom 08.07.1747, 17.09.1749, 19.02.1750; Supplik des Kl.s an Ratsgericht (o.D.); Auszug aus dem Testament der Ann Dorthie Schulten, Ehefrau des Hans Lambrecht vom 23.05.1727; Testament des Hans Lambrecht vom 24.02.1745; Auktionsprotokoll der Kleidung der Ehefrau Lambrechts vom 07.08.1741; von Notar Carl Friedrich Pälicke aufgenommenes Inventar eines Koffers der Ehefrau Lambrechts vom 18.02.1745; Auszug aus Protokoll der vom Ratsgericht eingesetzten Kommission vom 19.11.1749; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 10.09.1750 und 17.06.1751; Prozeßvollmacht der Bekl. für Dr. Hertzberg vom 30.09.1750 und des Kl.s für Dr. Quistorp vom 16.10.1750; Rationes decidendi des Ratsgerichts
Beklagter: Daniel Schultz, Johann Jürgen Willer, Jochim Schultz, Johann Lorenz Marckwort und Katrina Bratten als nachgelassene Kinder des Jochim Schultz (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Carl Christoph Gröning (P), seit 19.10.1750 Dr. Johann Theodor Quistorp (A & P) Bekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 07.04. um Fristverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 09.04.1750 geht am 15.04. die Bitte der Bekl. um Befristung der Appellation ein, die am selben Tag abgelehnt wird. Am 22.04. bitten Bekl., Kl. keine weitere Fristverlängerung zu gewähren, das Tribunal sagt am 24.04. Prüfung zu. Am 21.05. bittet Kl. erneut um Fristverlängerung, die ihm am 22.05. verwehrt wird. Am 09.06. trägt Kl. seine Beschwerden gegen das Urteil des Ratsgerichts vor Beide Parteien sind Erben des Hans Lambrecht, Kl. sollte lt. Testament zunächst alle Schulden Lambrechts bezahlen, dann Bekl. 1/4 des verbleibenden Erbes auszahlen. Da Bekl. die Vorlage der Erbinventare der Eltern und Brüder Lambrechts fordern, um anhand dessen die Höhe des Erbes zu prüfen, geraten Parteien in Streit. Das Ratsgericht bestellt Kommissare, die mehrere Punkte vermitteln, andere werden durch Ratsgericht entschieden, wogegen Kl. appelliert. Es geht um die Höhe des Brautschatzes, den Wert von unverarbeitetem Zinn und Beerdigungskosten, die Kl. anders berechnet sehen will. Das Tribunal fordert am 04.09.1750 die Akten der Vorinstanz vom Rat an und eröffnet sie am 23.01. auf Antrag der Parteien vom 18.01.1751. Am 26.04.1751 bestätigt das Tribunal im wesentlichen das Ratsgerichtsurteil, ändert es nur in Bezug auf die Verteilung der Begräbniskosten, am 10.06.1751 sendet es die Akten an das Ratsgericht zurück.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1748-1750 2. Tribunal 1750-1751
Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 24.02.1750; Ratsgerichtsurteile vom 08.07.1747, 17.09.1749, 19.02.1750; Supplik des Kl.s an Ratsgericht (o.D.); Auszug aus dem Testament der Ann Dorthie Schulten, Ehefrau des Hans Lambrecht vom 23.05.1727; Testament des Hans Lambrecht vom 24.02.1745; Auktionsprotokoll der Kleidung der Ehefrau Lambrechts vom 07.08.1741; von Notar Carl Friedrich Pälicke aufgenommenes Inventar eines Koffers der Ehefrau Lambrechts vom 18.02.1745; Auszug aus Protokoll der vom Ratsgericht eingesetzten Kommission vom 19.11.1749; von Tribunalspedell C.G. Wulff ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 10.09.1750 und 17.06.1751; Prozeßvollmacht der Bekl. für Dr. Hertzberg vom 30.09.1750 und des Kl.s für Dr. Quistorp vom 16.10.1750; Rationes decidendi des Ratsgerichts
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:29 AM CET