Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er zwischen seinen Getreuen, Graf Bernhard von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (Bernharten graven von Liningen) und Graf Emich IX. von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (grave Emich von Liningen dem jungen), einen Vertrag aufgerichtet hat, wonach Graf Bernhard seine Grafschaft mitsamt Schlössern, Land, Leuten und Gütern dem Grafen Emich für ein jährliches Leibgeding übergeben hat. Namentlich handelt es sich dabei um Bernhards Hälfte am Schloss und der Landschaft zu Gräfenstein (Grevensteyn), woran Graf Emich VIII. von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (von Liningen der alt) ein Drittel innehat, den Anteil am Schloss und der Landschaft zu Lindelbrunn (Lindenwollen), Dagsburg und Frankenstein (Franckensteyn), weiter Dörfer, Leute und Güter zu Bissersheim (Bisseßheym), Bechtheim, Mettenheim, Guntersblum, Uelversheim (Ulversheym), Wallertheim, Albisheim (Almßheym), Rittersheim (Ruderßheym), Orbis (Urbs), Morschheim (Morßheym) sowie das Lösungsrecht an Dolgesheim (Dolgeßgeym) und "Hedbuchscher Wagen" mit allen Zugehörungen, Rechten und Nutzungen, die Bernhard daran innehat, sei es versetzt, verpfändet, Eigentum oder Lehen. Weiter gehören dazu eine Verschreibung von 200 Gulden Geld auf der Saline zu Dieuze (gesode zu Doyse) laut eines Vertrags zwischen Graf Bernhard und Graf Emich d. A. Wird diese Verschreibung von Graf Emich d. A. "nit fertig gemacht", soll Graf Bernhard alle seine Rechte an den 300 Gulden zu Dieuze und an der Hinterlassenschaft von Graf Philipp von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (+) an Graf Emich d. J. ausrichten. Schließlich soll Emich auch die Hälfte an 60 Gulden Gülte zu Waldrohrbach (Rorbach), die nach Gräfenstein entrichtet werden, erhalten. Graf Bernhard soll die genannten Güter und Rechte unwiderruflich an Graf Emich überantworten und dafür um die Zustimmung der Lehnsherren ersuchen. Dagegen soll Graf Emich ihm jährlich zu Martini [11.11.] 400 Gulden kurfürstlicher Münze oder anderer landläufiger Währung, 200 Malter Hafer Speyerer Maß, 10 Wagen Heu, 150 Hühner, 50 Gänse und 50 Kapaune als Leibgeding dorthin reichen, wo Bernhard seinen Wohnsitz nimmt. Dazu soll Bernhard den Hof zu Dürkheim, wo er derzeit sitzt, als Wohnung und den dortigen Gutshof (buwgut) mit 40 Morgen Acker und 8 Mannsmahd Wiesen, nicht die schlechtesten, zur Nutzung erhalten. Es folgen weitere Bestimmungen zum Todes Bernhards und Erbfall, zur Ausnahme Bernhards von den Schulden auf der Landgrafschaft, insbesondere hinsichtlich der Verschreibung für Nikolaus Mantz von Kaiserslautern (Mantzen von Lutern), zum Gebrauch von Fischerei und Jagdrechten nach "zimlicheit sins stats" sowie zum Empfang der Lehen nach dem Tode Graf Emichs d. A. Zum heutigen Tag hat Graf Bernhard die genannten Güter und Rechte übergeben, wobei Kurfürst Philipp von der Pfalz seine Zustimmung gibt, die Grafen in diesem Vertrag schützen und schirmen will und die Schadloshaltung Grad Bernhards verspricht.