Testament des Fritzlarer Priesters Konrad Altmar, darin Zuweisung von Gütern in Großenenglis an Cappel
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Urk. 18, 233
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1324 Jan. 2
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1320-1329
1324 Januar 2
Ausf. Perg. - RundSg. des Priesters Bertold von Landau abh., Abb. Küch: Siegel (wie Nr.5) S.288 Nr.9
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno domini 1324, 4. Nonas Ianuarii
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Konrad Altmar, Priester, bestimmt zu seinen Testamentsvollstreckern den Priester Bertold von Landau (Landowe) und seine Vettern Dietrich und Konrad, damit sie dasjenige, was von ihm aus seinem beweglichen und unbeweglichen Besitz nicht geordnet ist, ordnen und verwalten. Als erstes vermacht er sein von ihm bewohntes Haus den Nonnen des Katharinenklosters vor den Toren (extra muros) Fritzlars samt seinem Weinberg in der Neustadt unter der Bedingung, daß seine Schwester Alheid sowie seine Dienerinnen (ancille) Lucgard und Elisabeth, solange sie leben, in diesem Haus wohnen dürfen. Stirbt die Schwester, so sollen die besagten Dienerinnen im Haus bleiben. Ist eine von diesen gestorben, muß die Überlebende es verlassen und erhält von den Nonnen 5 lb.d. Des weiteren weist er seiner Schwester und den Dienerinnen seine Äcker in der Feldmark Großenenglis (in campis maioris Engilgis) und in Wellen (Weldene) auf Lebenszeit zu. Sind sie tot, fallen die Güter (agri siue bona) in Großenenglis dem Stift Cappel zu, damit dort sein Jahrgedächtnis gefeiert werde. Seine Kissen, Hausgeräte, Töpfe, Krebse, Kochkessel und die Getreidevorräte (mea lectisternia, vtensilia domus, ollas, cancros, caldare et annonam) sollen der Dienerin Lucgard zukommen. Die Hälfte seines Weinberges nach der Brücke zu (versus pontem) sollen die Testamentsvollstrecker verkaufen, wobei eine Hälfte der daraus gewonnenen Erträge an die Franziskaner in Fritzlar geht, die andere Hälfte an die Armen im Hospital. Den anderen Teil des Weinberges, der einst seinem Bruder Johann gehört hatte, erhält sein Schwestersohn Nikolaus zur Förderung seiner Studien, ebenso Einkünfte aus der Mühle in Geismar, die Albert von Waldeck besitzt. Weiterhin bekommt Nikolaus zur lebenslangen Nutzung Konrads Güter zu Wellen mit der Auflage, sie weder zu veräußern noch zu verkaufen, sondern sie zu seinem Seelenheil einer geistlichen Institution zu übertragen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Um 1525) Testamentum domini Almari sacerdotis et vicarii ecclesie Fritzlariensis in quo dedit certos agros ecclesie Cappellensi in maiori Engelgis
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: Bertold von Landau
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.117, 146, 299
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Konrad Altmar, Priester, bestimmt zu seinen Testamentsvollstreckern den Priester Bertold von Landau (Landowe) und seine Vettern Dietrich und Konrad, damit sie dasjenige, was von ihm aus seinem beweglichen und unbeweglichen Besitz nicht geordnet ist, ordnen und verwalten. Als erstes vermacht er sein von ihm bewohntes Haus den Nonnen des Katharinenklosters vor den Toren (extra muros) Fritzlars samt seinem Weinberg in der Neustadt unter der Bedingung, daß seine Schwester Alheid sowie seine Dienerinnen (ancille) Lucgard und Elisabeth, solange sie leben, in diesem Haus wohnen dürfen. Stirbt die Schwester, so sollen die besagten Dienerinnen im Haus bleiben. Ist eine von diesen gestorben, muß die Überlebende es verlassen und erhält von den Nonnen 5 lb.d. Des weiteren weist er seiner Schwester und den Dienerinnen seine Äcker in der Feldmark Großenenglis (in campis maioris Engilgis) und in Wellen (Weldene) auf Lebenszeit zu. Sind sie tot, fallen die Güter (agri siue bona) in Großenenglis dem Stift Cappel zu, damit dort sein Jahrgedächtnis gefeiert werde. Seine Kissen, Hausgeräte, Töpfe, Krebse, Kochkessel und die Getreidevorräte (mea lectisternia, vtensilia domus, ollas, cancros, caldare et annonam) sollen der Dienerin Lucgard zukommen. Die Hälfte seines Weinberges nach der Brücke zu (versus pontem) sollen die Testamentsvollstrecker verkaufen, wobei eine Hälfte der daraus gewonnenen Erträge an die Franziskaner in Fritzlar geht, die andere Hälfte an die Armen im Hospital. Den anderen Teil des Weinberges, der einst seinem Bruder Johann gehört hatte, erhält sein Schwestersohn Nikolaus zur Förderung seiner Studien, ebenso Einkünfte aus der Mühle in Geismar, die Albert von Waldeck besitzt. Weiterhin bekommt Nikolaus zur lebenslangen Nutzung Konrads Güter zu Wellen mit der Auflage, sie weder zu veräußern noch zu verkaufen, sondern sie zu seinem Seelenheil einer geistlichen Institution zu übertragen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Um 1525) Testamentum domini Almari sacerdotis et vicarii ecclesie Fritzlariensis in quo dedit certos agros ecclesie Cappellensi in maiori Engelgis
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: Bertold von Landau
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.117, 146, 299
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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