Jan Butz und Peterken Wolters, Schöffen, Vorsteher
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K 22
F 1 Amern Amern
Amern >> Urkunden
1719 Juli 14
Regest: Jan Butz und Peterken Wolters, Schöffen, Vorsteher und Meistbeerbte zu Amern-St. Anton, beurkunden, daß das Kirchspiel von dem Schöffen Quirin Cupers in Gemeinschaft mit Lyngen Willekes, seiner Hausfrau, im Jahre 1714 die Summe von 160 Reichstalern, jeden zu 80 Kölnischen Albus gerechnet, geliehen und diesen Betrag am 12. Januar 1714 bei Franz Werner Weitz, Gerichtsschreiber zu Brüggen, hinterlegt hat. Diese Summe ist der Anteil der Gemeinde Amern-St. Anton an einer Gesamtschuld von 800 Reichstalern, die am 30. März 1649 durch den Dingstuhl Waldniel zur Bezahlung kaiserlicher und hessischer Kontributionen von Johann Budemio, Dechanten der Christianität Wassenberg und Pastor zu Waldniel, aufgenommen wurden. Von diesem zur Fundation der Sebastianuskapelle bei Waldniel bestimmt, ist das Kapital durch den jetzigen Rektor Quirins gekündigt worden. Die nunmehr geliehenen 160 Reichstaler müssen alljährlich mit 5 v.H. verzinst werden und können beiderseits mit einer halbjährigen Frist gekündigt werden. Zum Unterpfand für das Kapital und die verfallenen Zinsen stehen die beweglichen und unbeweglichen Güter aller Eingesessenen. Actum Amern-St. Anton. Abschrift.
Abschrift, Papier, ein Bogen
Urkunden
Butz, Jan
Wolters, Peterken
Quirin, (Schöffe)
Willikes, Lyngen
Weitz, Franz
Budemio, Johann
Brüggen
Wassenberg
Waldniel, Dingstuhl
Wassenberg, Pastor
Waldniel, Sebastianuskapelle
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:23 MEZ