(5) Supplicationis Auseinandersetzung um Holzungsgerechtigkeit
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0081
Wismar B 1 (W B 1 n. 1)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
(1612-1655) 06.02.1656-20.02.1657, 02.03.1664-04.03.1664
Kläger: (2) Johann Mylich, Inspektor des Amts Neukloster
Beklagter: "(3) Casparus Bussingius, Pastor zu Neukloster "
Fallbeschreibung: Bekl. besteht auf seinem Recht, Holz im Schuebruch zu schlagen und dieses für sich zu nutzen. Kl. fordert ihn auf, Beweise für dieses Privileg vorzulegen und erbittet ein entsprechendes Mandat des Tribunals. Am 08.02. fordert das Tribunal beide Seiten auf, ihre Ansprüche an der Holzung binnen 14 Tagen zu belegen. Am 17.02. legt Bekl. seine Beweise vor und bittet, ihn in seinem Nutzungsrecht zu schützen, am 20.02.1657 erhält er ein entsprechendes Mandat an Kl., wird aber beauftragt, seine Bestallung nachzureichen. Wegen des bald darauf ausbrechenden Krieges reicht Bekl. erst am 02.03.1664 seine Bestallung nach, die das Tribunal am 04.03. zu den Akten nimmt.
Instanzenzug: (6) 1. Tribunal 1656-1657, 1664
Prozessbeilagen: (7) von Notar Christoph Schanz aufgenommenes Zeugenverhör des Müllers Zacharias Voß, des Bauern Joachim Danckwart, des Schäfers Hans Krüger, des Claus Danckwardt, des Hans Wilcken, des Jürgen Schlottow, des Landreiters Heinrich Wendt, des Holzvogts Claus Bolte und des Tischlers Hans Knieff, alle zu Neukloster vom 11.01.1655, des früheren Holzvogts Jasper Mewes vom 26.01.1656, des Schmieds Joachim Possehl, des Landreiters Heinrich Westphal, des Käters Heinrich Kruse und des früheren Schulzen Joachim Sieverdt vom 01.02.1656; von Notar Schantz aufgenommene Stellungnahme des Bekl. zu den Zeugenaussagen vom 11.01.1655; Vertrag zwischen dem Pastor zu Neukloster und den Bauern zu Nakendorf vom 17.08.1612; Bestallung des Pastors von Neukloster durch Schweriner Herzogs Adolf Friedrich II. vom 27.03.1637, Schreiben Adolf Friedrichs II. an Johann Stuerke, Hauptmann von Neukloster, vom 29.11.1639 und 23.10.1642, dess. an Magister Joachim Hertzberg, Superintendent zu Wismar, über die Berufung des Bekl. als Substitut und zukünftigen Pastor zu Neukloster vom 04.07.1638; Bestätigung der Wismarer Pastoren vom 01.03.1664 über die Examinierung und Ordination des Bekl.
Beklagter: "(3) Casparus Bussingius, Pastor zu Neukloster "
Fallbeschreibung: Bekl. besteht auf seinem Recht, Holz im Schuebruch zu schlagen und dieses für sich zu nutzen. Kl. fordert ihn auf, Beweise für dieses Privileg vorzulegen und erbittet ein entsprechendes Mandat des Tribunals. Am 08.02. fordert das Tribunal beide Seiten auf, ihre Ansprüche an der Holzung binnen 14 Tagen zu belegen. Am 17.02. legt Bekl. seine Beweise vor und bittet, ihn in seinem Nutzungsrecht zu schützen, am 20.02.1657 erhält er ein entsprechendes Mandat an Kl., wird aber beauftragt, seine Bestallung nachzureichen. Wegen des bald darauf ausbrechenden Krieges reicht Bekl. erst am 02.03.1664 seine Bestallung nach, die das Tribunal am 04.03. zu den Akten nimmt.
Instanzenzug: (6) 1. Tribunal 1656-1657, 1664
Prozessbeilagen: (7) von Notar Christoph Schanz aufgenommenes Zeugenverhör des Müllers Zacharias Voß, des Bauern Joachim Danckwart, des Schäfers Hans Krüger, des Claus Danckwardt, des Hans Wilcken, des Jürgen Schlottow, des Landreiters Heinrich Wendt, des Holzvogts Claus Bolte und des Tischlers Hans Knieff, alle zu Neukloster vom 11.01.1655, des früheren Holzvogts Jasper Mewes vom 26.01.1656, des Schmieds Joachim Possehl, des Landreiters Heinrich Westphal, des Käters Heinrich Kruse und des früheren Schulzen Joachim Sieverdt vom 01.02.1656; von Notar Schantz aufgenommene Stellungnahme des Bekl. zu den Zeugenaussagen vom 11.01.1655; Vertrag zwischen dem Pastor zu Neukloster und den Bauern zu Nakendorf vom 17.08.1612; Bestallung des Pastors von Neukloster durch Schweriner Herzogs Adolf Friedrich II. vom 27.03.1637, Schreiben Adolf Friedrichs II. an Johann Stuerke, Hauptmann von Neukloster, vom 29.11.1639 und 23.10.1642, dess. an Magister Joachim Hertzberg, Superintendent zu Wismar, über die Berufung des Bekl. als Substitut und zukünftigen Pastor zu Neukloster vom 04.07.1638; Bestätigung der Wismarer Pastoren vom 01.03.1664 über die Examinierung und Ordination des Bekl.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ