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1. Panzer-Division (Bestand)
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Divisionen >> Panzer-Divisionen
1939-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 2, S. 29-30, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
1. Panzer-Division
(WK IX, E 1 Erfurt)
15.10.1935 durch Umbenennung der leichten Div. (fr. 3. Kav. Div.) Weimar. 18.8.1939 mobil mit
1. Schützen-Brig., Weimar
Schützen-Rgt. 1 Weimar I., II.
Kradsch. Btl. 1 Langensalza
1. Panzer-Brig., Erfurt
Panzer-Rgt. 1 Erfurt I., II.
Panzer-Rgt. 2 Eisenach I., II.
Art. Rgt. 73 Weimar I., II.
Div. Einheiten 37, jedoch Aufkl. Abt. (mot.) 4
Vers. Truppen 81
Am 30.10.1939 trat III./Inf. Rgt. 69 von der 20. Inf. Div. (mot.) als III./Schtz. Rgt. 1 zur Division. Am 20.10.1940 schied Pz. Rgt. 2 aus und trat zur neugebildeten 16. Pz. Div. Die 1. Pz. Div. erhielt ein zweites Schtz. Rgt. 113 zunächst am 6.11.1940 aus III./Schtz. Rgt. 1 (fr. III/69) und einem aus Abgaben des Schtz. Rgt. 1 gebildeten II. Btl.
Am 15.2.1941 tauschen dann II./1 und I./113, so daß das frühere III./69 jetzt II./Schtz. Rgt. 1 wird. Art. Rgt. 73 erhält eine III. Abt. aus II./Art. Rgt. 56
Schützen-Rgt. 1 I., II.
Schützen-Rgt. 113 I., II.
Kradsch. Btl. 1
Panzer-Rgt. 1 I., II.
Art. Rgt. 73 I.-III.
Div. Einheiten 37 (Aufkl. Abt. 4 1942 aufgel.)
Vers. Truppen 81
11.7.1942 Schützen-Rgt. 1 und 113 in Pz. Gren. Rgt. umbenannt. Abgabe von I./Pz. Rgt. 1 als Pz. Abt. 116 an die 16. Pz. Gren. Div. Die Div. behält nur II. Abt. bis am 15.1.1943 bei der Auffrischung der Div. in Frankreich diese I. Abt. wird und die II. Aus I./Pz. Rgt. 203 neu gebildet wird. Die Heeres-Flakart. Abt. 299 tritt zur Division. Das Kradsch. Btl. 1 wird 1.3.1943 vorübergehend Pz. Aufkl. Rgt. 91 (mit I., II., 7) dann 29.4. Pz. Aufkl. Abt. 1. Das Art. Rgt. erhält eine weitere Abt.
Pz. Gren. Rgt. 1 I., II.
Pz. Gren. Rgt. 113 I., II.
Pz. Aufkl. Abt. 1
Pz. Rgt. 1 I., II.
Art. Rgt. 73 I.-IV.
H. Flakart. Abt. 299
Div. Einheiten 37, Vers.Truppen 81
Am 28.9.1944 wird das Gren. Ausb. Btl. (mot.) 1009 der Pz. Div. Tatra in die Div. eingegliedert. Diese erhält Febr. 1945 völlig neue Feldpostnummern ohne erkennbare grundlegende Auffrischung.
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Günthner). Das hieraus im April 1984 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Auch die Kriegstagebücher der Panzer-Divisionen waren, wie die Kriegstagebücher
aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres vom Mobilmachungstag (26.8.1939) an, dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (sog. "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass Kriegstagebücher von Divisionen noch bis Anfang oder Mitte 1944 beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind Divisions-Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr an die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert worden und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 verlorengegangen. Weitere Lücken - die nur zum Teil durch E = Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben. Sonst aber sind die Liegnitzer Divisionsbestände vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen gelangt, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten (N=Nachträge):
Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95-98% der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:
- Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,
- Einzelakten aus anderen der in den USA z.T. unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),
- Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".
Akten aus der Vorkriegszeit sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nicht überliefert; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:
- "Stammtafeln" (mit organisationsgeschichtlichen Angaben - auch zu den Divisionseinheiten)
- Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)
- Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Ib (Quartiermeister) - mit den Unterabteilungen:
III (Div. Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div. Arzt)
IVc (Div. Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Divisions-Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen.
Umfangangabe entfernen
Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB August bis Mitte Oktober 1939 (Anlagen bis April 1940) und Mai 1940 bis Dezember 1943
Ib: KTB Mai bis Juni 1940 und Juni 1941 bis Mitte Oktober 1943 sowie KTB des Divisionsarztes aus 1939.
Ic: TB Ende August 1940 bis Dezember 1943.
IIa: TB Mitte Oktober 1939 bis Juni 1940 und Juni 1941 bis Dezember 1943.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 27-1/...
1. Panzer-Division (1. PD), 1939-1945
182 Aufbewahrungseinheiten; 6,0 laufende Meter
Bestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
RH 10 (OKH / Generalinspekteur der Panzertruppen)
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)
MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)
Pers 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
Akten:
RH 10/140 (Zustandsberichte 1943-1945)
ZA1/ 1824 - 1847: Berichterstattung über die deutsche Kriegsgeschichtsschreibung in Königstein/ Taunus
Im einzelnen:
ZA1/ 1824: 10.5.1948 - 31.3.1949 (Verf.: A.Toppe)
1825: 1.4. - 30.6.1949 (Verf.: A.Toppe)
1826: 1.7. - 31.8.1949 (Verf.: A.Toppe)
1827: 1.9. - 31.10.1949 (Verf.: A.Toppe)
1828: 1.11. - 31.12.1949 (Verf.: A.Toppe)
Herausgeber ab 1.1.1950: Historical Division/ Control Group
ZA1/ 1829: 1.1. - 31.3.1950 (Verf.: A.Toppe)
1830: 1.4. - 30.6.1950 (Verf.: A.Toppe)
1831: 1.7. - 30.9.1950 (Verf.: F.Halder)
1832: 1.10. - 31.12.1950 (Verf.: F.Halder)
1833: 1.1. - 31.12.1951
1834: 1.4. - 30.6.1951 (Verf.: H.Reinhardt)
1835: 1.7. - 30.9.1951 (Verf.: F.Halder)
1836: 1.10. - 31.12.1951 (Verf.: F.Halder)
1837: 1.1. - 31.3.1952 (Verf.: F.Halder)
1838: 1.4. - 30.6.1952 (Verf.: R.Hofmann)
1839: 1.7. - 30.9.1952 (Verf.: F.Halder)
1840: 1.10. - 31.12.1952 (Verf.: F.Halder)
1841: 1.1. - 30.6.1953 (Verf.: R.Hofmann)
1842: 1.7. - 31.12.1953 (Verf.: F.Halder)
1843: 1.1. - 30.6.1954 (Verf.: F.Halder)
1844: 1.7. - 31.12.1954 (Verf.: F.Halder)
Ab 1.1.1955 sind die Berichte unterteilt in: I/ Control Group, II/ Warlimont Project.
ZA1/ 1845: 1.1. - 30.6.1955
1846: 1.7. - 31.12.1955
1847: 1.1. - 30.6.1955
ZA1/ 2563: Toppe, Alfred: Die deutsche Kriegsgeschichtsschreibung in Königstein/ Taunus. Das Jahr 1949 in Einzelberichten
ZA1/2564: Halbjahresberichte der Hist.Div./ Control Group (Entwürfe und Durchschläge der Reinschrift),
Teil I: Control Group, Teil II: Warlimont Project
1.Halbjahr 1955 und 1.Halbjahr 1956
Auf Mikrofilm FC 2989 N
Halbjahresbericht Hist.Div./ Control Group (ohne Verfasserangabe), 1.1. - 30.6.1956,
Teil I: Control Group
Teil II: Warlimont Project
ZA 1/1824 ff und 2346 (Einsatz 1941, 1943)
ZA1/ 1220, 1216: Raus, Erhard: Abwehrtaktik bei Durchbrüchen im Osten; Anlage (ZA1/ 1216) 21 Skizzen
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 41 und 63
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Stoves, Rolf O. G.: Deutsche Panzerdivisionen im Bild. Die 1. Panzerdivision 1935-1945. Ihre Aufstellung ¿ die Bewaffnung ¿ der Einsatz ¿ ihre Männer. Dorheim 1975.
Ders.:1. Panzer-Division 1935-1945. Bad Nauheim 1961
Riebenstahl, Horst: Die 1. Panzer-Division im Bild. Weg und Schicksal der 1. Panzer-Division in 700 Fotos 1935-1945. Friedberg 1986
Besondere Benutzungsbedingungen: Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.