Borstell, Louis Ernst Eduard von (Bestand)
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VI. HA, Nl Borstell, L. E. E. v.
Tektonik >> NICHTSTAATLICHE PROVENIENZEN >> Firmen, Familien und Personen >> Personen >> Militärs >> Neue Armee (Karriereschwerpunkt nach 1806/07)
Laufzeit: 1792 - 1890
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1812 - 1899
Die Offiziersfamilie von Borstell stammt aus Schinne, einer Stadt in der Altmark, nordwestlich von Stendal. Generalleutnant Louis Ernst Eduard von Borstell (9. Juli 1812 - 20. Mai 1899) war der Sohn des Generals der Kavallerie Karl Heinrich Emil Alexander von Borstell (1778 - 1856) und seiner Frau Henriette Adelheid, geb. Freiin Oest genannt von Drießen (1783 - 1853). Ludwig von Borstell - auch sein Nachlass liegt im GStA PK - war der Bruder seines Vaters.
Eduard von Borstell trat im März 1830 in das 8. Ulanen-Regiment ein, wurde im Jahr darauf Unteroffizier und wenig später Portepeefähnrich, 1832 Sekondeleutnant. Im Jahr 1839 war er für einige Monate in die Bundesfestung Luxemburg abkommandiert. Nach einem Aufenthalt in Schweden (Juni bis August 1840) wurde von Borstell in das Garde-Kürassier-Regiment versetzt und wurde 1845 Premierleutnant. Ein Jahr darauf Versetzung in das Garde-Dragoner-Regiment, er wurde Rittmeister und Eskadronchef, dann Major, im April 1856 etatsmäßiger Stabsoffizier und im Mai 1858 Kommandeur des 8. Kürassier-Regiments. 1859 Kommandeur des Garde-Dragoner-Regiments und Oberstleutnant, 1861 Oberst. Im Jahr 1863 erhielt er den Roten Adlerorden III. Klasse mit Schleife. Im März 1863 wurde er zum Kommandeur der 11. Kavallerie-Brigade ernannt und 1865 zum Generalmajor befördert. Er nahm an der Schlacht von Königgrätz teil und erhielt im September 1866 den Kronenorden II. Klasse mit Schwertern. Im Juni 1867 wurde er unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant zur Disposition gestellt.
Sein Nachlass gelangte im Jahr 1925 an das damalige Preußische Geheime Staatsarchiv und wurde von Hermann Granier verzeichnet (Akz. 137 / 1925). Die Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs (I. Haptabteilung, bearb. von Ernst Müller und Ernst Posner, Leipzig 1934) nennt als Bestandteile "meist private Korrespondenz, auch einiges Geschäftliche" (S. 103). Und so gehörte auch der Nachlass Eduard von Borstell zu denen, auf das das neu gegründete Heeresarchiv Anspruch erhob (GStA PK, I. HA Rep. 178 B, Nr. 471: Abgabe der Akten und Nachlässe des Preußischen Heeresarchivs im GStA PK an das Heeresarchiv Potsdam, 1937-1938). Wenn es zu einer Abgabe kam, was sich heute kaum noch feststellen lässt, so blieben die privaten Korrespondenzen jedenfalls im Geheimen Staatsarchiv. Sie wurden - ebenso wie der Großteil der Archivbestände - während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert, ab 1954 im Deutschen Zentralarchiv, Abteilung Merseburg betreut und kamen im Jahr 1993 nach Berlin zurück. Sie bestehen aus Briefen der Eltern und anderer Familienangehöriger sowie von Freunden. Hinzu kommen einige Briefe an Karoline von Borstell, geb. von Lambert, verw. von Kesselstatt, die Ehefrau von Eduard von Borstell. Das "Geschäftliche" umfasst Teile der dienstlichen Korrespondenz seines Vaters Heinrich von Borstell sowie einige Schreiben an seinen Onkel Ludwig von Borstell.
Letzte vergebene Nummer:
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Eduard von Borstell, Nr. ...
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, VI. HA, Nl Eduard von Borstell, Nr. ...
Berlin, 5. April 2017
(Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Borstell, L. E. E. v.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1812 - 1899
Die Offiziersfamilie von Borstell stammt aus Schinne, einer Stadt in der Altmark, nordwestlich von Stendal. Generalleutnant Louis Ernst Eduard von Borstell (9. Juli 1812 - 20. Mai 1899) war der Sohn des Generals der Kavallerie Karl Heinrich Emil Alexander von Borstell (1778 - 1856) und seiner Frau Henriette Adelheid, geb. Freiin Oest genannt von Drießen (1783 - 1853). Ludwig von Borstell - auch sein Nachlass liegt im GStA PK - war der Bruder seines Vaters.
Eduard von Borstell trat im März 1830 in das 8. Ulanen-Regiment ein, wurde im Jahr darauf Unteroffizier und wenig später Portepeefähnrich, 1832 Sekondeleutnant. Im Jahr 1839 war er für einige Monate in die Bundesfestung Luxemburg abkommandiert. Nach einem Aufenthalt in Schweden (Juni bis August 1840) wurde von Borstell in das Garde-Kürassier-Regiment versetzt und wurde 1845 Premierleutnant. Ein Jahr darauf Versetzung in das Garde-Dragoner-Regiment, er wurde Rittmeister und Eskadronchef, dann Major, im April 1856 etatsmäßiger Stabsoffizier und im Mai 1858 Kommandeur des 8. Kürassier-Regiments. 1859 Kommandeur des Garde-Dragoner-Regiments und Oberstleutnant, 1861 Oberst. Im Jahr 1863 erhielt er den Roten Adlerorden III. Klasse mit Schleife. Im März 1863 wurde er zum Kommandeur der 11. Kavallerie-Brigade ernannt und 1865 zum Generalmajor befördert. Er nahm an der Schlacht von Königgrätz teil und erhielt im September 1866 den Kronenorden II. Klasse mit Schwertern. Im Juni 1867 wurde er unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant zur Disposition gestellt.
Sein Nachlass gelangte im Jahr 1925 an das damalige Preußische Geheime Staatsarchiv und wurde von Hermann Granier verzeichnet (Akz. 137 / 1925). Die Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs (I. Haptabteilung, bearb. von Ernst Müller und Ernst Posner, Leipzig 1934) nennt als Bestandteile "meist private Korrespondenz, auch einiges Geschäftliche" (S. 103). Und so gehörte auch der Nachlass Eduard von Borstell zu denen, auf das das neu gegründete Heeresarchiv Anspruch erhob (GStA PK, I. HA Rep. 178 B, Nr. 471: Abgabe der Akten und Nachlässe des Preußischen Heeresarchivs im GStA PK an das Heeresarchiv Potsdam, 1937-1938). Wenn es zu einer Abgabe kam, was sich heute kaum noch feststellen lässt, so blieben die privaten Korrespondenzen jedenfalls im Geheimen Staatsarchiv. Sie wurden - ebenso wie der Großteil der Archivbestände - während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert, ab 1954 im Deutschen Zentralarchiv, Abteilung Merseburg betreut und kamen im Jahr 1993 nach Berlin zurück. Sie bestehen aus Briefen der Eltern und anderer Familienangehöriger sowie von Freunden. Hinzu kommen einige Briefe an Karoline von Borstell, geb. von Lambert, verw. von Kesselstatt, die Ehefrau von Eduard von Borstell. Das "Geschäftliche" umfasst Teile der dienstlichen Korrespondenz seines Vaters Heinrich von Borstell sowie einige Schreiben an seinen Onkel Ludwig von Borstell.
Letzte vergebene Nummer:
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Eduard von Borstell, Nr. ...
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, VI. HA, Nl Eduard von Borstell, Nr. ...
Berlin, 5. April 2017
(Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Borstell, L. E. E. v.
Umfang: 0,2 lfm (38 VE); Angaben zum Umfang: 0,2 lfm (38 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ