Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände): Urkunden der Familie Wolff v. Todenwarth (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
B 22
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik) >> Gliederung >> Sonderbestände der Urkunden (Provenienzbestände)
1444 - 1844
Enthält: Der größte Teil des Bestandes betrifft Urkunden des 17. Jahrhunderts. Enthalten sind Adels- und Titelverleihungen (außer den erwähnten Standeserhebungen von 1623 und 1637 die Ernennung des Dr. Anton Wolff zum kaiserlichen Rat von 1636, Nr. 27), Lehnsbriefe und zugehörige Stücke betr. das ehemals v. hennebergische bzw. kursächsische Lehen Kemenate Todenwarth samt zugehörigen Gütern, die Rechte in Schmalkalden, zu Fambach und Trusen sowie den Hof zu Jüchsen, die Burgsitze zu Marburg und die Feigeschen Lehen, das Rodesche Lehen um Marburg und im Hinterland, das Reichslehen Massenheim (mit 11 Lehnsbriefen der Kaiser Ferdinand III., Leopold I., Karl VI., Franz I., Joseph II. und Leopold II. sowie des Reichsvikariats). Außerdem Urkunden über weitere Lehen und Besitzungen in Oberhessen, in der Wetterau, in Darmstadt, Braunshardt und Ober-Eisesheim im Kraichgau, über Rechte zu Bickenbach, Büttelborn, Goddelau, Groß-Bieberau, Groß-Gerau, Leeheim, Lichtenberg im Odenwald, Dorf und Schloss Menzingen und Wolfskehlen.
Bestandsgeschichte: Die Urkunden des Archivs der Familie Wolff v. Todenwarth, die vor allem durch den hessischen Kanzler Dr. Anton Wolff v. Todenwarth (1592-1641) bekannt geworden ist, waren lange Zeit auf dem Rittergut Todenwarth bei Wernshausen gelagert. Sie sind zusammen mit den Akten nach Aufhebung der Lehnsbindungen Mitte des 19. Jahrhunderts aufgeteilt worden. Einige der Stücke gelangten ins Staatsarchiv Marburg und wurden dort der Abt. A VI: Urkunden hessischer Adels- und Bürgerfamilien zugewiesen. 53 Urkunden gelangten mit einigen Akten 1899 im antiquarischen Verkauf an das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg und weitere Teile blieben im Besitz der Familie selbst. Das Staatsarchiv Darmstadt erhielt in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts von Paul Wolff v. Todenwarth den Adels- und Wappenbrief von 1623 (Nr. 15). 1958 kam aus dem Familienbesitz der Freiherrnbrief von 1637 (Nr. 36) hinzu. 41 weitere Urkunden aus Familienbesitz konnten 1973 und 1988 von Botschafter a.D. Dr. H. W. Lippoldes in Bonn, dem Sohn der Margarethe geb. Reichsfreiin Wolff v. Todenwarth (1883-1971) als Depositum erworben werden. 1979-1983 wurden schließlich mit Sondermitteln des Landes Hessen die im Germanischen Nationalmuseum lagernden Urkunden aus dem Todenwarth-Archiv angekauft. Die Verzeichnung des Urkundenbestands wurde 1983/1984 zusammen mit den Akten des Archivs und unter Einbeziehung der in Marburg lagernden Archivalien (von denen Fotos hergestellt wurden) von Eckhart G. Franz vorgenommen.
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS)
Findmittel: Gedrucktes Findbuch (systematisch geordnete Urkundenregesten, zusammen mit den Akten und Amtsbüchern des Familienarchivs Wolff v. Todenwarth, mit Vorbemerkung (http://digitalisate-he.arcinsys.de/pdf/hstad/vorworte/b22_vorwort.pdf) und Indices): Familienarchiv Wolff v. Todenwarth, Abt. B 22/O 4, bearb. von Eckhart G. Franz, Darmstadt 1984 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 20), S. 1-52
Referent: Lars Adler
Bestandsgeschichte: Die Urkunden des Archivs der Familie Wolff v. Todenwarth, die vor allem durch den hessischen Kanzler Dr. Anton Wolff v. Todenwarth (1592-1641) bekannt geworden ist, waren lange Zeit auf dem Rittergut Todenwarth bei Wernshausen gelagert. Sie sind zusammen mit den Akten nach Aufhebung der Lehnsbindungen Mitte des 19. Jahrhunderts aufgeteilt worden. Einige der Stücke gelangten ins Staatsarchiv Marburg und wurden dort der Abt. A VI: Urkunden hessischer Adels- und Bürgerfamilien zugewiesen. 53 Urkunden gelangten mit einigen Akten 1899 im antiquarischen Verkauf an das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg und weitere Teile blieben im Besitz der Familie selbst. Das Staatsarchiv Darmstadt erhielt in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts von Paul Wolff v. Todenwarth den Adels- und Wappenbrief von 1623 (Nr. 15). 1958 kam aus dem Familienbesitz der Freiherrnbrief von 1637 (Nr. 36) hinzu. 41 weitere Urkunden aus Familienbesitz konnten 1973 und 1988 von Botschafter a.D. Dr. H. W. Lippoldes in Bonn, dem Sohn der Margarethe geb. Reichsfreiin Wolff v. Todenwarth (1883-1971) als Depositum erworben werden. 1979-1983 wurden schließlich mit Sondermitteln des Landes Hessen die im Germanischen Nationalmuseum lagernden Urkunden aus dem Todenwarth-Archiv angekauft. Die Verzeichnung des Urkundenbestands wurde 1983/1984 zusammen mit den Akten des Archivs und unter Einbeziehung der in Marburg lagernden Archivalien (von denen Fotos hergestellt wurden) von Eckhart G. Franz vorgenommen.
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS)
Findmittel: Gedrucktes Findbuch (systematisch geordnete Urkundenregesten, zusammen mit den Akten und Amtsbüchern des Familienarchivs Wolff v. Todenwarth, mit Vorbemerkung (http://digitalisate-he.arcinsys.de/pdf/hstad/vorworte/b22_vorwort.pdf) und Indices): Familienarchiv Wolff v. Todenwarth, Abt. B 22/O 4, bearb. von Eckhart G. Franz, Darmstadt 1984 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 20), S. 1-52
Referent: Lars Adler
2,75 m, 119 Stück
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Siehe auch die Bestände O 4 (Akten Familie Wolff v. Todenwarth) und E 12 Nr. 364/9 (Kopialbuch von 1639)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 12:49 MESZ