Der kaiserliche Notar Johannes gen. Snabel, Kleriker des Bistums Mainz, beurkundet: In seiner Gegenwart und in der gen. Zeugen hat Herr Peter Berolczhaimer, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche St. Margaretha in Laub, Priester des Bistums Augsburg (Augustensis), bekannt, er wolle diese seine Kirche mit allen Rechten und Zugehörden mit Herrn Sifrid gen. Rott, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche des hl. Ulrich in Neckargemünd (Nekergmund) im Bistum Worms (Wormatiensis) tauschen gegen dessen Kirche mit allen ihren Rechten und Zugehörden. Als sein Stellvertreter solle der anwesende Herr Heinrich Tobler, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche in Hüttlingen, Priester des Bistums Augsburg, den Tausch mit Herrn Sifrid vollziehen, die Kirche in die Hände des Bischofs [Eckhard] von Worms, seines Stellvertreters oder eines anderen, der die Gewalt dazu hat, resignieren, eidlich versichern, der Tausch sei ohne Hinterlist oder Simonie vollzogen, und ihn bitten, den Tausch zuzulassen und Herrn Peter oder seinem Stellvertreter die Kirche in Neckargemünd zu übertragen. Herr Peter hat dem Notar gelobt, all das zu halten, was sein Stellvertreter in dieser Sache vollziehen werde, und forderte ihn auf, ein oder mehrere Notariatsinstrumente darüber auszufertigen.
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Der kaiserliche Notar Johannes gen. Snabel, Kleriker des Bistums Mainz, beurkundet: In seiner Gegenwart und in der gen. Zeugen hat Herr Peter Berolczhaimer, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche St. Margaretha in Laub, Priester des Bistums Augsburg (Augustensis), bekannt, er wolle diese seine Kirche mit allen Rechten und Zugehörden mit Herrn Sifrid gen. Rott, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche des hl. Ulrich in Neckargemünd (Nekergmund) im Bistum Worms (Wormatiensis) tauschen gegen dessen Kirche mit allen ihren Rechten und Zugehörden. Als sein Stellvertreter solle der anwesende Herr Heinrich Tobler, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche in Hüttlingen, Priester des Bistums Augsburg, den Tausch mit Herrn Sifrid vollziehen, die Kirche in die Hände des Bischofs [Eckhard] von Worms, seines Stellvertreters oder eines anderen, der die Gewalt dazu hat, resignieren, eidlich versichern, der Tausch sei ohne Hinterlist oder Simonie vollzogen, und ihn bitten, den Tausch zuzulassen und Herrn Peter oder seinem Stellvertreter die Kirche in Neckargemünd zu übertragen. Herr Peter hat dem Notar gelobt, all das zu halten, was sein Stellvertreter in dieser Sache vollziehen werde, und forderte ihn auf, ein oder mehrere Notariatsinstrumente darüber auszufertigen.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 397 II Bü 506
RSig.: 10; Litt. A N. 1; ad 79
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 397 II Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten
Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten >> 9. Geistliche Verwaltung >> 9.5 Angelegenheiten einzelner Pfarreien und Heiligenpflegen >> 9.5.17 Laub >> Versehung der Pfarrei Laub
1401 September 24
Abtei Ellwangen
1 Bü
Urkunden
Literatur: A. Seiler, Das älteste geistliche Lehenregister S. 278 Nr. 2 (Peter Beroltzhaimer) und S. 300 Anm. 92 (Heinrich Töbler); P.-J. Schuler, Notare Südwestdeutschlands S. 429 Nr. 1261 (Johannes Snabel)
Ausstellungsort: Ellwangen (in Elwangen in domo habitationis ... abbatis)
Siegler: Konrad Alwig, Notar Herrn Sifrids [II.], Abt des Klosters Ellwangen; Jakob Mangolt, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche in Härtsfeldhausen (Husen) im Bistum Augsburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Rv.: Instrumentum procuratorii ad renunciandam et resignandam ecclesiam in Laub causa permutationis
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Notariatssignet des Johannes [Snabel]
Besonderheiten: In Bü 506 eingeheftet.
Ausstellungsort: Ellwangen (in Elwangen in domo habitationis ... abbatis)
Siegler: Konrad Alwig, Notar Herrn Sifrids [II.], Abt des Klosters Ellwangen; Jakob Mangolt, Pfarrer (rector) der Pfarrkirche in Härtsfeldhausen (Husen) im Bistum Augsburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Rv.: Instrumentum procuratorii ad renunciandam et resignandam ecclesiam in Laub causa permutationis
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Notariatssignet des Johannes [Snabel]
Besonderheiten: In Bü 506 eingeheftet.
Versehung der Pfarrei Laub
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:44 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten (Bestand)
- 9. Geistliche Verwaltung (Gliederung)
- 9.5 Angelegenheiten einzelner Pfarreien und Heiligenpflegen (Gliederung)
- 9.5.17 Laub (Gliederung)
- Versehung der Pfarrei Laub (Archivale)