Der Thor und der Tod
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451011/001
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1946 >> März 1946
Sonntag, 3. März 1946
In virtuos gereimten Jamben von hoher Musikalität verströmt sich die monologische Klage des "Toren" Claudio, des Ästheten, dem das Leben entglitten ist "mit kleinem Leid und schaler Lust", ohne wirkliche Bindungen und substantielle Erfahrungen. Der Tod tritt in drastischer Personifikation auf die Szene und eröffnet einen Prozeß gegen Claudio, indem er Mutter, Geliebte und Freund aus dem Schattenreich ruft und als Zeugen gegen ihn und sein verpfuschtes Dasein auftreten läßt. Als Claudios Schuld enthüllt sich, daß er "keinem etwas war und keiner ihm". Die Isolation des ästhetischen Menschen wird vom Maßstab eines unreflektiert, aber mit echter Leidenschaft, wahrer Liebe und elementaren Trieben gelebten Lebens, vom ethischen Grundwert der sozialen Integration aus verurteilt. In der Handlungsfolge des Spiels wird allerdings der schon Vernichtete noch zum Sieger über die Vergänglichkeit: "Da Tod mein Leben war, sei du mein Leben, Tod". (aus: Kindlers Literatur Lexikon)
Autor: Hugo von Hofmannsthal
Bearbeiter: Herbert Herbe (Einstudierung)
Regie: Cläre Schimmel
Besetzung:
Herbert Herbe: Der Tod
Manuel Collado: Claudio, ein Edelmann - der Thor
Fritz Klippel: Sein Kammerdiener
Mila Kopp: Claudios Mutter
Anne Andresen: Eine Geliebte des Claudio
Kurt Norgall: Ein Jugendfreund
Autor: Hugo von Hofmannsthal
Bearbeiter: Herbert Herbe (Einstudierung)
Regie: Cläre Schimmel
Besetzung:
Herbert Herbe: Der Tod
Manuel Collado: Claudio, ein Edelmann - der Thor
Fritz Klippel: Sein Kammerdiener
Mila Kopp: Claudios Mutter
Anne Andresen: Eine Geliebte des Claudio
Kurt Norgall: Ein Jugendfreund
0:53:15
Audio-Visuelle Medien
Schimmel, Cläre; Hörspielredakteurin, Redakteurin, 1902-1986
Hörspiel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
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