E Rep. 061-18 Nachlass Familie Neuhaus (Bestand)
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E Rep. 061-18
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
Vorwort: 1. Biographie und Bestandsgeschichte
Friedrich Alexander Neuhaus wurde am 22. Februar 1777 als Sohn des Königlichen Geheimen Oberfinanz-, Kriegs- und Domänenrats Neuhaus in Stendal geboren. Ab 1786 besuchte er das Königliche Preußische Joachimsthalsche Gymnasium. 1795 begann er sein Jurastudium an der Universität Halle. Friedrich Alexander Neuhaus trat am 2. März 1798 seine Anstellung als Consultator beim Stadtgericht Berlin an. Am 10. Januar 1800 wurde er als Referendar daselbst angestellt. Mit dem dritten Staatsexamen 1802 schloß er seine Ausbildung ab. Von 1804 bis 1811 war er in Bialystok und Bartenstein. Seit 1811 arbeitete er als Regierungsrat am Oberlandesgericht Stettin. Durch die Belagerung und Besetzung der Festung Stettin im Jahre 1813 verbrachte er die Jahre 1813/1814 in Berlin. Am 28. Dezember 1813 wurde der Oberlandgerichtsrat Friedrich Alexander Neuhaus zum Kammergerichtsrat beim Kammergericht Berlin ernannt. Von 1821 bis zu seinem Tode am 20. Januar 1841 war er beim Oberappelationsgericht des Kammergerichts tätig.
Carl Philipp Neuhaus wurde am 16. Dezember 1781 als Sohn des Königlichen Geheimen Oberfinanz-, Kriegs- und Domänenrats Neuhaus in Stendal geboren. Er besuchte wie sein älterer Bruder das Joachimsthalsche Gymnasium und studierte ebenfalls Jura, dass er 1805 abschloß. Seit 1811 war er im Dienst der Kurmärkischen Regierung in Schlesien als Regierungsassessor tätig. Von 1812 bis 1814 verteidigte er als preußischer Leutnant sein Vaterland und wurde dabei 1813 schwer verwundet. Seit 1824 war er bei der Königlichen Regierung in Potsdam tätig und wurde 1825 zum Oberregierungsrat befördert. Er erhielt 1830 den Roten Adlerorden dritter Klasse. Im August 1842 verstarb er in Posen. Er hinterließ seiner Frau Charlotte Neuhaus geb. von Graevenitz und seinen Kindern, die vier Töchter Antonie, Marie, Helene und Emma Neuhaus und den Sohn Philipp Neuhaus, eine Erbschaft, deren Regelung bis 1892 andauerte.
Die Konvolute wurden dem Stadtarchiv Berlin nach 1945 übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält persönliche und dienstliche Unterlagen des Friedrich Alexander Neuhaus (Ausbildung, Beförderungen, Urlaub, Reisepässe, Gehaltsangelegenheiten). Ebenso sind persönliche und dienstliche Unterlagen des Carl Philipp Neuhaus (Militärunterlagen und ärztliche Atteste aus den Befreiungskriegen, Auszeichnungen, dienstliche Unterlagen, Beförderungen) überliefert. Testamente und Erbschaftsauseinandersetzungen (1843–1892) runden den Bestand ab.
Der Bestand besteht aus acht Akten (0,15 lfm) mit der Laufzeit von 1786 bis 1892. Er wurde mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
Berlin, Oktober 2005 Kerstin Bötticher
Friedrich Alexander Neuhaus wurde am 22. Februar 1777 als Sohn des Königlichen Geheimen Oberfinanz-, Kriegs- und Domänenrats Neuhaus in Stendal geboren. Ab 1786 besuchte er das Königliche Preußische Joachimsthalsche Gymnasium. 1795 begann er sein Jurastudium an der Universität Halle. Friedrich Alexander Neuhaus trat am 2. März 1798 seine Anstellung als Consultator beim Stadtgericht Berlin an. Am 10. Januar 1800 wurde er als Referendar daselbst angestellt. Mit dem dritten Staatsexamen 1802 schloß er seine Ausbildung ab. Von 1804 bis 1811 war er in Bialystok und Bartenstein. Seit 1811 arbeitete er als Regierungsrat am Oberlandesgericht Stettin. Durch die Belagerung und Besetzung der Festung Stettin im Jahre 1813 verbrachte er die Jahre 1813/1814 in Berlin. Am 28. Dezember 1813 wurde der Oberlandgerichtsrat Friedrich Alexander Neuhaus zum Kammergerichtsrat beim Kammergericht Berlin ernannt. Von 1821 bis zu seinem Tode am 20. Januar 1841 war er beim Oberappelationsgericht des Kammergerichts tätig.
Carl Philipp Neuhaus wurde am 16. Dezember 1781 als Sohn des Königlichen Geheimen Oberfinanz-, Kriegs- und Domänenrats Neuhaus in Stendal geboren. Er besuchte wie sein älterer Bruder das Joachimsthalsche Gymnasium und studierte ebenfalls Jura, dass er 1805 abschloß. Seit 1811 war er im Dienst der Kurmärkischen Regierung in Schlesien als Regierungsassessor tätig. Von 1812 bis 1814 verteidigte er als preußischer Leutnant sein Vaterland und wurde dabei 1813 schwer verwundet. Seit 1824 war er bei der Königlichen Regierung in Potsdam tätig und wurde 1825 zum Oberregierungsrat befördert. Er erhielt 1830 den Roten Adlerorden dritter Klasse. Im August 1842 verstarb er in Posen. Er hinterließ seiner Frau Charlotte Neuhaus geb. von Graevenitz und seinen Kindern, die vier Töchter Antonie, Marie, Helene und Emma Neuhaus und den Sohn Philipp Neuhaus, eine Erbschaft, deren Regelung bis 1892 andauerte.
Die Konvolute wurden dem Stadtarchiv Berlin nach 1945 übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält persönliche und dienstliche Unterlagen des Friedrich Alexander Neuhaus (Ausbildung, Beförderungen, Urlaub, Reisepässe, Gehaltsangelegenheiten). Ebenso sind persönliche und dienstliche Unterlagen des Carl Philipp Neuhaus (Militärunterlagen und ärztliche Atteste aus den Befreiungskriegen, Auszeichnungen, dienstliche Unterlagen, Beförderungen) überliefert. Testamente und Erbschaftsauseinandersetzungen (1843–1892) runden den Bestand ab.
Der Bestand besteht aus acht Akten (0,15 lfm) mit der Laufzeit von 1786 bis 1892. Er wurde mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch zugänglich.
Berlin, Oktober 2005 Kerstin Bötticher
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST