Philipp von Seldeneck, Erzküchenmeister des Heiligen [Römischen] Reichs und Amtmann zu Gernsbach (Gerspach), verkauft seinen Anteil an Schloss und Stadt Widdern mit summarisch aufgelistetem Zugehör, wozu unter anderem Wasserrechte an der Kessach gehören, was er von seinem verstorbenen Vater geerbt hat, für 50 Gulden an Kurfürst Philipp von der Pfalz zu Erbe. Er versichert, dass alles frei, nicht versetzt, nicht beschwert und nicht belastet ist, hat es vor dem Gericht zu Widdern nach örtlichem Recht übergeben und verspricht Währschaft. Er weißt Schultheiß, Gericht, Gemeinde, Einsassen und Ausleute zu Widdern an, dem Kurfürsten gehorsam zu sein und sagt sie von ihren Pflichten und Gelübden auf sich frei. Der Aussteller verspricht alle zugehörigen Schriftstücke binnen Monatsfrist zu übergeben. Es folgt eine Auflistung von Anteilen an Bede, allgemeinen Zinsen, Zoll, Ungeld, Buß- und Frevelgeldern, Zehnten und mehr sowie eine Auflistung dazugehöriger Güter und Einkünfte mit Nennung von Größe und Lage. Siegelbittzeuge: Bartholomäus Horneck.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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