Klaus Zobner (Claus Zobner/Zolner) reversiert gegenüber Kurfürst Philipp von der Pfalz wegen seiner Bestallung zum Amtsknecht im Amt Starkenburg (Starckennberg) bis auf Widerruf. Er will sich im Amt gerüstet halten und zu allen Geschäften und Angelegenheiten mit einem reisigen Pferd dienen, insbesondere auf Bescheid des Pfalzgrafen und seines Burggrafen zu Starkenburg. Klaus schwört Treue, Huld und Schadenswarnung sowie alles zu tun, was ein treuer Knecht seinem Herrn schuldig ist. Da der Pfalzgraf ihn beritten halten will, stellt er Klaus ein Pferd zur Pflege (wartung), für das dieser zu Hause selbst für Kost und Futter aufkommen soll. Als Sold erhält Klaus für jedes Dienstjahr, das zu St. Ägidius [= 1.9.] beginnt, 15 Gulden, 12 Malter Korn, 36 Malter Hafer, ½ Fuder Wein, einen Wagen mit Stroh, einen Wagen mit Heu und zwei Hofkleider wie andere Amtsknechte. Das Geld und die Frucht kommt vom pfalzgräflichen Keller zu Heppenheim. Der Geleitordnung soll er nachkommen und nicht ohne Erlaubnis des Burggrafen aus dem Amt in eigenen Geschäften reiten oder Kriegsdienst leisten. In Ermangelung eines eigenen Siegels bittet Klaus den Protonotar Alexander Pellendorfer um die Besiegelung.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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