Der Knappe Johann (Henne) von Grumbach bekundet, daß Konrad von Reichenbach (Richen-), vor Zeiten geschworener Schreiber des Johann Grafen zu Sp., vor Jahren zu ihm nach Sobernheim gekommen ist, ihm bei dieser und anderen Gelegenheiten zugeredet und ihn gefragt hat, ob er sich am Grafen rächen wolle. Konrad hat dazu seine Hilfe angeboten. Auf die Frage, wie das geschehen solle, hat Konrad geantwortet, er wolle das Schloß Grumbach gewinnen. Er habe es angesehen und wisse wohl, wie er heraus- und hereinkommen könne. Er könne nicht fehlgehen, da er mehr als ein Vierteljahr damit umgegangen sei. Nach dieser Rede ist Grumbach dem Grafen entrissen worden, wie bekannt ist. Diese Aussprache hat stattgefunden, bevor Konrad des Grafen Feind geworden ist und ihm Grumbach entrissen hat. Daß dies wahr ist, nimmt Johann auf seinen Eid. Er siegelt und bittet den Ritter Johann Boos von Waldeck (-ecke) und Johann Wolf von Sp., vor denen dieses Bekenntnis geschehen ist, um Mitbesiegelung. Diese kündigen ihre Siegel an.

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv
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