1330, 13. Indiktion, im 14. Jahr des Pontifikats Johannes' XXII., "V. Idus Marcii", 11. März, um die elfte Stunde, im Dorfe Walluf ("Waltaffen"), außerhalb der Friedhofsmauer der Pfarrkirche, auf einem kleinen Hügel gegen den Rhein, vor Notar und Zeugen: Bekunden die Ritter Hartmann von Kronberg ("Cronenberg"), Burggraf zu Starkenburg ("Starkinberg"), Heinrich von Lindau ("Lyndauwe"), Vicedom im Rheingau ("Ryngauwie"), Gottfried Stael von Biegen und Johannes von Katzenelnbogen, daß sie von König Johann von Böhmen und Erzbischof Balduin ("Baldewin") von Trier bevollmächtigt worden sind, der Stadt Mainz alle erforderlichen Sicherungen zu leisten dafür, daß von den vor der Stadt gelegenen Klöstern und Kirchen St. Alban, St. Jakob und St. Viktor der Stadt keine Gefahr drohen werde; die Stadt hat aber alle Vorschläge zurückgewiesen und diese Kirchen zerstört. Die beiden erstgenannten Ritter beschwören diese Aussage, der Eid wird durch Ritter Konrad d.A. von Rüdesheim ("Rudensheym") gestabt. Zeugen: Gerhard zum Zahn ("ad Dentem"), Scholaster von St. Moritz-Mainz, "Strump", Jakob "Stoyz", Domherrn, Meingot von Eltville ("Meyngotus von Eltevil") und Nikolaus von Wolfskehlen ("Nicolaus von Wolfeskelen"), Ritter, der Pleban von St. Nikolaus auf der Steig ("in Stega"), Wetzelo, Domvikar, Gerlach, Pleban zu Ebersheim ("Ebirnsheym"). Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars "Walthelmus von Cassle", Klerikers der Mainzer Diözese.