Der Würzburger Bischof Berthold [von Sternberg] bekennt: Vor ihm ist Johannes Schweigerer erschienen und hat erklärt, dass er ein Haus vor der Deutschordenskommende ("curia illa, que wlgariter dicitur daz Tuschehus") in Würzburg, das er bisher gemeinsam mit seinem Bruder, dem Ritter Konrad Schweigerer, vom Bischof zu Lehen getragen hat, um 18 Pfund Würzburger Pfennige an den Komtur und die Brüder der Deutschordenskommende in Würzburg verkauft hat. Seinen Bruder hat er mit anderen Gütern für seinen Anteil an dem Haus entschädigt. Johannes Schweigerer hat nun dieses Haus dem Bischof mit der Bitte zurückgegeben, es den Deutschordensbrüdern als freies Eigengut zu übertragen. Als Ersatz hat er dem Bischof einen Gaden ("cubiculum") in der Erbsengasse ("in vico, qui Erweizgazze dicitur") in Würzburg, den derzeit Siegfried Amenträger gegen einen jährlichen Zins von 18 Pfennigen innehat, sowie den Halbteil eines Hauses neben dem Gaden, das derzeit Mergard gegen einen jährlichen Zins von 1 Malter Salz bewohnt, übergeben. Der Bischof hat nun den Gaden und das Haus dem Johannes Schweigerer als Lehen verliehen und gleichzeitig das Haus vor der Deutschordenskommende dieser als freies Eigengut unter Verzicht auf alle seine Rechte daran überlassen. Zeugen: Der Archidiakon Werner von Tannenberg, der bischöfliche Notar und Kanoniker des Stifts Neumünster Magister Reinhard [von Wechmar], der Ritter Hermann von der Tanne, Johannes von Euerheim ("Vrheim") und sein Bruder Ulrich, Gernot Hofschultheiß, Volklin von der Georgsgasse ("in platea sancti Georgii") und sein Sohn Friedrich, Johannes vom Steren ("de Ariete"), Berthold von der Tanne ("de Abiete"), der Keller des Schweigerer Konrad und viele andere. Datum Herbipoli 1286 sabbato ante dominicam Inuocauit. Aussteller: Bischof Berthold von Würzburg. Empfänger: Deutschordenskommende Würzburg

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Staatsarchiv Würzburg
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