Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet in Streitigkeiten zwischen [Heinrich] Sittich von Breidenbach (Breitbach), Deutschordenskomtur zu Ober-Flörsheim (Heren Flerßheim), einer- sowie Morell und Richard, zwei Knechten, andererseits wegen etlicher "entwertt" Pferde und der pfälzischen Haft der Knechte einen Vertrag seiner Räte: [1.] Die Knechte sollen gegen Urfehde aus dem Gefängnis unter der Bedingung freigelassen werden, dass sie sich deshalb nicht gegen den Pfalzgrafen oder die Seinen wenden und auch nichts gegen den Deutschen Orden, den Komtur oder das Haus Flörsheim unternehmen. Sollten die Knechte Forderungen haben, sollen sie dafür den Rechtsgang vor dem Pfalzgrafen oder dort, wo er es hinweist, wählen. [2.] Wenn die genannten Pferde des Komturs noch im Gebiet der Pfalz sind und vom Komtur angezeigt werden, sollen sie ihm zustehen. [3.] Beide Seiten haben diesen Vertrag angenommen.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet in Streitigkeiten zwischen [Heinrich] Sittich von Breidenbach (Breitbach), Deutschordenskomtur zu Ober-Flörsheim (Heren Flerßheim), einer- sowie Morell und Richard, zwei Knechten, andererseits wegen etlicher "entwertt" Pferde und der pfälzischen Haft der Knechte einen Vertrag seiner Räte: [1.] Die Knechte sollen gegen Urfehde aus dem Gefängnis unter der Bedingung freigelassen werden, dass sie sich deshalb nicht gegen den Pfalzgrafen oder die Seinen wenden und auch nichts gegen den Deutschen Orden, den Komtur oder das Haus Flörsheim unternehmen. Sollten die Knechte Forderungen haben, sollen sie dafür den Rechtsgang vor dem Pfalzgrafen oder dort, wo er es hinweist, wählen. [2.] Wenn die genannten Pferde des Komturs noch im Gebiet der Pfalz sind und vom Komtur angezeigt werden, sollen sie ihm zustehen. [3.] Beide Seiten haben diesen Vertrag angenommen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 825, 89
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1505 September 17 (uff mitwoch nach exaltationis crucis)
fol. 150v-151r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Von der Urkunde wurden zwei Exemplare ausgefertigt. Kopfregest: "Vertrag zwischen dem compthor zu Heren Flerßheim eins Morellen und Richartten zweien knechten".
Morell; Knecht, erw. 1505
Richard; Knecht, erw. 1505
Sittich von Breidenbach, Heinrich; Deutscher Orden, Komtur zu Ober-Flörsheim, erw. 1505
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Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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