Hein Butz und Jelis Veger, Schöffen des Gerichts W
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K 16
F 1 Amern Amern
Amern >> Urkunden
1695 September 9
Regest: Hein Butz und Jelis Veger, Schöffen des Gerichts Waldniel, Henrich Wenthen und Jelis Peilen, Geschworene, Peterken Weffers, Welter Welters und Jelis Goertz, Meistbeerbte zu Amern-St. Anton, beurkunden, daß dieses Kirchspiel von Wilhelm Cambergs 400 Reichstaler geliehen hat. Hiermit soll eine Schuld von 500 Reichstalern beglichen werden, die am 4. Juni 1680 von Anna Maria Leuthen, Witwe von Johann Keudt, zur Bezahlung einer französischen Kontribution aufgenommen wurde. Das nunmehr geliehene Kapital ist fortan alljährlich am Christfest oder innerhalb der nächsten 14 Tage mit 5 v.H. zu verzinsen. Zum Unterpfand für die Schuldsumme und die verfallenen Zinsen stehen die beweglichen und unbeweglichen Güter aller Eingesessenen. Actum Amern-St. Anton. Ausgefertigt durch Fr.W. Weitz, Gerichtsschreiber. 1. Zusatz 1708 Dezember 20 Wilhelm Camberg bescheinigt, daß ihm der Notar Quirin Dresen zu Waldniel 400 Reichstaler ausgezahlt hat und ihm dafür die Schuldverschreibung ausgehändigt wurde. Actum Waldniel. Zeuge: Jelis Peilen, Vorsteher. 2. Zusatz 1732 März 24 Quirin Dresen bescheinigt, daß er die am 20. Dezember 1708 von Wilhlem Camberg erworbene Schuldverschreibung an Jan Törschen übereignet, nachdem ihm außer dem Gegenwert noch 16 Reichstaler für die im laufenden Jahre fällig werdenden Zinsen erlegt wurden. Actum Rheydt. Zeugen: A. Dehles und Johannes Vecken. Abschrift.
Abschrift, Papier, ein Bogen
Urkunden
Butz, Hein
Verger, Jelis
Wenthen, Henrich
Peilen, Jelis
Weffers, Peterken
Welters, Welter
Goertz, Jelis
Camberg, Wilhelm
Leuthen, Anna Maria
Keudt, Johann
Weitz, Fr. W.
Dresen, Quirin
Törschen, Jan
Dehles, A.
Vecken, Johannes
Rheydt
Waldniel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:18 MEZ