Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet den Entscheid seines Hofmeisters Blicker Landschad von Steinach im Streit zwischen Philipp Schenk von Erbach einer- und Philipp von Hirschberg (Hirsberg) andererseits wegen des sogenannten "Bickenbacher" Zehnten in der Großsachsener (Großsachsenheimer) Mark gelegen: Der Hirschberger hat Abstand von seiner Gerechtigkeit genommen, den Zehnten dem Schenken übergeben und so zugestellt, dass dieser Zehnt, Zugehörung und Gerechtigkeit genießen und gebrauchen soll. Außerdem hat er versprochen, dem Schenken auch alle dazugehörigen Briefe, Register oder Zettel zu übergeben. Danach soll die Sache geschlichtet sein. Da der Zehnt vom Fürstentum der Pfalz zu Lehen herrührt, gibt der Pfalzgraf seine Zustimmung, jedoch ohne Schaden an seiner Mannschaft, seiner Lehenschaft oder seinem Lehenrecht. Zur Besiegelung bittet er den Hofmeister als Schlichter (teidinger) hinzu. Beide Streitparteien versprechen die Einhaltung.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet den Entscheid seines Hofmeisters Blicker Landschad von Steinach im Streit zwischen Philipp Schenk von Erbach einer- und Philipp von Hirschberg (Hirsberg) andererseits wegen des sogenannten "Bickenbacher" Zehnten in der Großsachsener (Großsachsenheimer) Mark gelegen: Der Hirschberger hat Abstand von seiner Gerechtigkeit genommen, den Zehnten dem Schenken übergeben und so zugestellt, dass dieser Zehnt, Zugehörung und Gerechtigkeit genießen und gebrauchen soll. Außerdem hat er versprochen, dem Schenken auch alle dazugehörigen Briefe, Register oder Zettel zu übergeben. Danach soll die Sache geschlichtet sein. Da der Zehnt vom Fürstentum der Pfalz zu Lehen herrührt, gibt der Pfalzgraf seine Zustimmung, jedoch ohne Schaden an seiner Mannschaft, seiner Lehenschaft oder seinem Lehenrecht. Zur Besiegelung bittet er den Hofmeister als Schlichter (teidinger) hinzu. Beide Streitparteien versprechen die Einhaltung.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 829, 12
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1477 März 4 (off dinstag nach dem sontag reminiscere)
fol. 6v-7v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz; Blicker Landschad von Steinach; Philipp Schenk von Erbach; Philipp von Hirschberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz; Blicker Landschad von Steinach; Philipp Schenk von Erbach; Philipp von Hirschberg
Von der Urkunde wurden zwei Exemplare ausgefertigt, wovon jede Partei eines erhielt. Welcher der beiden gleichnamigen Hirschberg-Brüder gemeint ist, lässt sich nicht feststellen. Kopfregest: "Entscheit zwuschen Schenck Philips herre zu Erpach und Philips von Hirsperg".
Hirschberg, Philipp von, d.Ä.; 1450, 1477 tot, gleichnamiger Bruder des Philipp von Hirschberg, Sohn Bernhards von Hirschberg
Hirschberg, Philipp von, d.J.; erw. 1451; gleichnamiger Bruder des Philipp von Hirschberg, Sohn Bernhards von Hirschberg
Landschad von Steinach, Blicker XIV.; kurpfälzischer Hofmeister, -1499
Großsachsen : Hirschberg an der Bergstraße HD
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Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
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‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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