2 Urkunden-Abschriften: 1. Abschrift: Erzbischof Konrad von Mainz und Kurfürst Ludwig von der Pfalz beurkunden den in Beisein von Räten des Erzbischofs Otto von Trier und des Kurfürsten Friedrich von Brandenburg getroffenen Vergleich zwischen Conrat Hr. zu Weinsperg, seinen Neffen und Anhang und Bürgermeistern, Räten und Bürgern der Städte Costentz, Augspurg, Vlme, Eßlingen, Ru{e}tlingen, V{e}berlingen, Lindaw{e}, Nordlingen, Rotemburg uff der Thuber, Schaffhusen, Memmingen, Rafenspu{e}rhg, Ro{e}twyl, Wyle, Pfu{e}lendorff, Kau{e}ffbu{e}ern, Kempten, Wangen, Yßni, Lu{e}tkirch, Giengen, Aalu{e}n, Boppfingen, Buchorn, Rotolfzell, Diesenhofen und anderen schwäbischen Städten, die mit diesem in Einigung stehen, nachdem etliche Bürger und Kaufleute von jenen zu Su{e}nßhein gefangengenommen worden waren, wie folgt: 1) Alle Gefangenen aus den Reichsstädten werden freigelassen und haben Urfehde zu geloben; von ihnen darf für die Freilassing kein Geld gefordert werden. 2) Alles beschlagnahmte Kaufmannsgut ist freizugeben. 3) Die Städte, Bürger und Kaufleute haben wegen dieses Kaufmannsgut an Conrat von Weinsperg und seine Helfer keinerlei Forderungen zu stellen. 4) Die Städte haben dem von Winsperg und seinen Erben 30.000 fl rh. zu zahlen in drei Raten zur kommenden Lichtmess, Johannis an der Sonnenwende und Michaelis in Mergentheim, Gu{e}ndelßheim oder Bretheim; die Städte haben dies mit entsprechenden U. zu versichern. 5) Conrat Hr. zu Winsperg und seine Erben haben die Stadt Winsperg daraufhin als freie Reichsstadt anzuerkennen und auf alle Ansprüche an diese zu verzichten; dies ist ebenfalls mit U. zu gewährleisten. 6) Die Stadt Winsperg hat Conrat Hr. zu Winsperg und seinen Erben den Genuss aller bisher innegehabter Rechte und Nutzungen zu gewährleisten. 7) Die Vergleichs-U. zwischen dem verstorbenen Engelhart Hr. zu Winsperg, Vater des Conrat, und den genannten Reichsstädten wegen der Stadt Winsperg ddo. 1379 Oktober 22 gilt weiterhin. 8) Conrat Hr. zu Winsperg hat alle U. vom Hofgericht König Siegmunds, vom Landgericht Franken oder anderen, betreffend die Stadt Winsperg, dieser zu übergeben. 9) An den König und an den Landrichter im Herzogtum Franken ist die Bitte zu richten, die Stadt Winsperg aufgrund dieses Vergleichs aus der Acht und Aberacht zu tun und dass dieser Einigung die Zustimmung erteilt wird. 10) Die bei der Kurie in Rom angestrengten Verfahren vor geistlichen Gerichten und deren Urteile sind als erledigt zu betrachten.; S 1 und 2: die Ausst., S 3: Conrat Hr. zu Winsperg, S 4: Stadt Costentz, S 5: Stadt Augspurg, S 6: Stadt Vlme, S 7: Stadt Eßlingen. 2. Abschrift: Bürgermeister, Räte und Bürger der Reichsstädte [Konstanz, Augsburg, Ulm, Eßlingen, Reutlingen, Überlingen, Lindau, Nördlingen, Rothenburg ob der Tauber, Schaffhausen, Memmingen, Ravensburg, Rottweil, Gmünd, Heilbronn, Biberach, Dinkelsbühl, Wimpfen, Windsheim, Weißenburg, Weil, Pfullendorf, Kaufbeuren, Kempten, Wangen, Isny, Leutkirch, Gingen, Aalen, Bopfingen, Buchhorn, Wadolfszell und Diesenhofen] verpflichten sich, Conrat Hr. zu Winsperg, Erbkämmerer des Hl. Römischen Reiches, und seinen Erben 30.000 fl rh. in Bretheim, Gu{e}ndelßheim oder Mergentheim gemäß dem von Erzbischof Konrad von Mainz und Kurfürst Ludwig von der Pfalz herbeigeführten Vergleich in Raten zu je 10.000 fl rh. zu kommender Lichtmess, Johannis [an der Sonnenwende] und Michaelis.; - Geben und geschehen uff sant Andres des heyligen apostels abent.; S 1 - 33: die Ausst.