Eingriffe der französischen Militär- und Zivilverwaltung in das Seminar, 1796-1799, Rechnungen des Seminars, 1800-1811
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AEK, Priesterseminar I, Ohne Signatur
AEK, Priesterseminar I Priesterseminar 1
Priesterseminar 1 >> 1.2.8. Verwaltung überwiegend in der Franzosenzeit
1796-1811
Enthält: - Befreiung der Güter des Seminars von Militärkontributionen, 1796-1798- Verbot von "jenen kirchlichen Zusammenrottungen, welche unter dem Namen Prozessionen bekannt sind" durch die Zen- tralverwaltung des Rur-Departements und Mitteilung darüber durch die Kantonsmunizipalität Köln, 1798- Einzug von Werken der populären Aufklärungsphilosophie durch den Präses bei den Seminaristen, Anordnung der Kan- tonsmunizipalität zur Rückgabe an den (oder die) Eigentümer, Einzug der Bücher zugunsten der Stadtbibliothek, nachdem sich kein Eigentümer meldete (Liste beigefügt), 1798 - Konfiskation der Güter und Mobilien des Seminars durch die Zentralverwaltung des Rur-Departements zugunsten der neu gegründeten Zentralschule in Köln, Einsprüche dagegen bei den Regierungskommissaren Rudler und Lakanal durch Prä- ses Breuer, Aussetzung der Maßnahmen bis zur Klärung der Frage, ob mit der vom Regierungskommissar am 27. Fructidor VI / 13. September 1798 angeordneten Konfiskation der Güter der "schola domestica" das Priesterseminar bezeichnet ist, 1798-1799- Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben des Seminars, gegliedert nach Stiftungen, 1800-1811 auch: - Beschluß des Regierungskommissars für die vier neuen De- partements auf dem linken Rheinufer, Rudler in Mainz, vom 7. Germinal VI, wegen Güterverwaltung geistlicher Korpora- tionen (frz./dt. Plakatdruck), 26. März 1798- Beschluß der Zentralverwaltung des Rur-Departements vom 13. Germinal VI über das Verbot von Prozessionen (dt. Teil eines frz./dt.Plakatdruckes), 2. April 1798- Schriftverkehr zwischen dem Regierungskommissar und der Zentralverwaltung des Rur-Departements wegen der Konfiska- tion in Abschrift, 1798-1799- Seminaristenlisten (Recepta ex convictu dominorum alumno- rum), 1807/1808, 1808/1809, 1809/1810, 1810/1811
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:21 MEZ