Bischof Albrecht [Blarer] von Konstanz bestätigt auf Bitte des Meisters Jakob Engelin die Stiftung eines Altars und einer ewigen Messe im Ulmer Münster. Diese Stiftung hatte der Ulmer Priester Heinrich Mann testamentarisch verfügt und Jakob Engelin und Bartholomäus Gregg hatten sie dann als seine Testamentsvollstrecker ausgeführt. Darüber hat Jakob Engelin dem Bischof eine von ihm ausgestellte Urkunde vorgelegt, die hier teilweise inseriert ist. Der Bischof bestätigt die darin enthaltenen Bestimmung über das Patronatsrecht für Altar und Messe, die Einsetzung eines Kaplans, die Bestimmungen zur Durchführung der Messe und zu den Pflichten und Rechten des Kaplans sowie über die Feier eines Jahrtags für den Stifter.
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Bischof Albrecht [Blarer] von Konstanz bestätigt auf Bitte des Meisters Jakob Engelin die Stiftung eines Altars und einer ewigen Messe im Ulmer Münster. Diese Stiftung hatte der Ulmer Priester Heinrich Mann testamentarisch verfügt und Jakob Engelin und Bartholomäus Gregg hatten sie dann als seine Testamentsvollstrecker ausgeführt. Darüber hat Jakob Engelin dem Bischof eine von ihm ausgestellte Urkunde vorgelegt, die hier teilweise inseriert ist. Der Bischof bestätigt die darin enthaltenen Bestimmung über das Patronatsrecht für Altar und Messe, die Einsetzung eines Kaplans, die Bestimmungen zur Durchführung der Messe und zu den Pflichten und Rechten des Kaplans sowie über die Feier eines Jahrtags für den Stifter.
A Urk., 1034
431
A Urk. A Urkunden
A Urkunden
1410 vor Juli 11
Archivale
Sprache: Deutsch
Ausstellungsort: Konstanz
Aussteller: Bischof Albrecht von Konstanz
Siegler: Unbesiegelt.
Überlieferung: Unbeglaubigte Abschrift von einer Hand des 16. Jh.
Beschreibstoff: Papier
Anmerkungen: In der Abschrift wurden in der Datumszeile die Angaben zu Ausstellungstag und -monat nicht übernommen. Albrecht Blarer hat 1410 zugunsten von Otto von Hachberg auf das Bistum Konstanz verzichtet. Die Verhandlungen darüber wurden am 11. Juli 1410 abgeschlossen. Im Dezember 1410 bestätigte Papst Johannes XXIII. Otto von Hachberg als Bischof von Konstanz. Die Urkunde muss also wohl vor dem 11. Juli 1410 ausgestellt worden sein. Die Stiftung der Messe erfolgte durch die Testamentsvollstrecker des Heinrich Vir am 5. Februar 1409 [vgl. A Urk. lfd. Nr. 1008].
Jakob Engelin stammte aus einer Rottweiler Apothekerfamilie. Sein Vater hatte sich in Ulm niedergelassen, wo Jakob um 1365 geboren wurde. Mit einem Stipendium der Reichsstadt studierte er in Paris und Wien Medizin und wirkte bis 1406 als Leibarzt Herzog Leopolds von Österreich. Danach kehrte er nach Ulm zurück, wo er um 1420 verstarb. Das Steuerbuch der Stadt von 1427 nennt nur noch seine unmündigen Kinder (Heinz Jürgen Bergmann, "Also das ein mensch zeichen gewun". Der Pesttraktat Jakob Engelins von Ulm (=Untersuchungen zur mittelalterlichen Pestliteratur II), Bonn 1972, S. 16ff.; Gundolf Keil (Bearb.), Jakob Engelin, in: Enzyklopädie Medizingeschichte, Bd. 1, Berlin-New York 2007, S. 355).
Bemerkungen: Regest: Regesta episcoporum Constantiensium, Bd. 3, S. 166, Nr. 8159 [zu 1410, kennt auch nur die vorliegende Abschrift]
Datum zu/o/ Costentz, 1410 etcetera.
Ausstellungsort: Konstanz
Aussteller: Bischof Albrecht von Konstanz
Siegler: Unbesiegelt.
Überlieferung: Unbeglaubigte Abschrift von einer Hand des 16. Jh.
Beschreibstoff: Papier
Anmerkungen: In der Abschrift wurden in der Datumszeile die Angaben zu Ausstellungstag und -monat nicht übernommen. Albrecht Blarer hat 1410 zugunsten von Otto von Hachberg auf das Bistum Konstanz verzichtet. Die Verhandlungen darüber wurden am 11. Juli 1410 abgeschlossen. Im Dezember 1410 bestätigte Papst Johannes XXIII. Otto von Hachberg als Bischof von Konstanz. Die Urkunde muss also wohl vor dem 11. Juli 1410 ausgestellt worden sein. Die Stiftung der Messe erfolgte durch die Testamentsvollstrecker des Heinrich Vir am 5. Februar 1409 [vgl. A Urk. lfd. Nr. 1008].
Jakob Engelin stammte aus einer Rottweiler Apothekerfamilie. Sein Vater hatte sich in Ulm niedergelassen, wo Jakob um 1365 geboren wurde. Mit einem Stipendium der Reichsstadt studierte er in Paris und Wien Medizin und wirkte bis 1406 als Leibarzt Herzog Leopolds von Österreich. Danach kehrte er nach Ulm zurück, wo er um 1420 verstarb. Das Steuerbuch der Stadt von 1427 nennt nur noch seine unmündigen Kinder (Heinz Jürgen Bergmann, "Also das ein mensch zeichen gewun". Der Pesttraktat Jakob Engelins von Ulm (=Untersuchungen zur mittelalterlichen Pestliteratur II), Bonn 1972, S. 16ff.; Gundolf Keil (Bearb.), Jakob Engelin, in: Enzyklopädie Medizingeschichte, Bd. 1, Berlin-New York 2007, S. 355).
Bemerkungen: Regest: Regesta episcoporum Constantiensium, Bd. 3, S. 166, Nr. 8159 [zu 1410, kennt auch nur die vorliegende Abschrift]
Datum zu/o/ Costentz, 1410 etcetera.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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03.04.2025, 1:15 PM CEST
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