Würzberger, Wilhelm (1870-1950) (Bestand)
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Rep. 70 NLT 138
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1892 - 1949 [1963 - 1967; 1986]
Vorwort
1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Die privaten Unterlagen von Pfarrer Würzberger (1870-1950) wurden erst im Archiv des Erzbistums Bamberg zu einem Nachlassteil zusammengeführt. Ein Teil wurde bei Verzeichnungsarbeiten des Pfarrarchivs Kleukheim durch Dipl.- Archivar Elmar Kerner 1996 herausgenommen. Die Predigten und Fotografien wurden 1996 von Pfarrer Würzbergers Nichte Paula, Külsheim, an das Archiv des Main-Tauber-Kreises abgegeben. Das Archiv des Main-Tauber-Kreises hat dann diese Unterlagen dem Archiv des Erzbistums angeboten. Im Dezember 2009 erfolgte eine weitere Abgabe des Archivs des Main-Tauber-Kreises an das Archiv des Erzbistums. Das Archiv hat diese Unterlagen von der Stadtverwaltung Külsheim aus Privatbesitz erhalten.
Die Predigten, vorwiegend aus dem Zeitraum von 1893-1935, sind stark von politischen Inhalten geprägt. Hingewiesen sei auf einige Unterlagen aus Würzbergers Tätigkeit als Vorsitzender des Gartenbauvereins Kleukheim (s. Nr. 3).
2. Zur Person
Wilhelm Würzberger wurde am 2. Januar 1870 in Külsheim (Erzdiözese Freiburg) geboren und wurde am 30. Juli 1893 in Bamberg zum Priester geweiht. In folgenden Orten war er als Geistlicher tätig: Königsfeld (1893), Auerbach (1894), Döringstadt (1895), Trunstadt (1895), Seinsheim (1896), Bellershausen (1896), Mönchherrnsdorf (1898), Herzogenaurach (1900) und Kleukheim (1905). 1936 resignierte Pfarrer Würzberger auf die Pfarrei Kleukheim und war dann einige Zeit als Kommorant in Würzburg bevor er seinen Ruhestand in seiner Heimatstadt Külsheim verbrachte. Pfarrer Wilhelm Würzberger verstarb am 28. September 1950 in Külsheim.
Wilhelm Würzberger veröffentlichte mehrere politische Artikel, v.a. im Staffelsteiner Tagblatt, im Bamberger Tagblatt sowie im Fränkischen Kurier (vgl. Der Kampf gegen die kirchliche Reaktion. In: Münchner Allgemeine Zeitung (25. Januar 1908) Nr. 39 S. 1; Stimmen aus dem Leserkreise. In: Beilage zum Staffelsteiner Tagblatt (21. Dezember 1923) Nr. 293
3. Literatur (Auswahl)
Ulrich von Hehl und Christoph Kösters (Bearb.): Priester unter Hitlers Terror. Eine biographische und statistische Erhebung, Paderborn 1996, S. 1680 (Veröff. d. Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 37)
Rainer Hambrecht: Kleukheim: DNVP-Insel im schwarzen BVP-Meer: die folgenreiche politische Agitation des katholischen Pfarrers Wilhelm Würzberger. In: Geschichte am Obermain / Colloquium Historicum Wirsbergense. - Lichtenfels. 24. 2003/06 (2010), S. 85 - 103
Rainer Hambrecht: Konfession, Klerus und Wahlverhalten: der Fall Kleukheim. In: Festschrift Hermann Rumschöttel zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Gerhard Hetzer - Köln ; Weimar ; Wien. - Archivalische Zeitschrift ; 88. - 1 (2006), S. [329] - 354
4. Quellen (Auswahl)
AEB, Rep. 29/2 (Bildarchiv) Nr. 61
AEB, Rep. 29/2 Nr. 887
AEB, Rep. 60 PfarrA Kleukheim
AEB, Rep. 70 NL 1 Nr. 147
5. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 138, Nr. ...
1. Herkunft und Beschreibung des Bestandes
Die privaten Unterlagen von Pfarrer Würzberger (1870-1950) wurden erst im Archiv des Erzbistums Bamberg zu einem Nachlassteil zusammengeführt. Ein Teil wurde bei Verzeichnungsarbeiten des Pfarrarchivs Kleukheim durch Dipl.- Archivar Elmar Kerner 1996 herausgenommen. Die Predigten und Fotografien wurden 1996 von Pfarrer Würzbergers Nichte Paula, Külsheim, an das Archiv des Main-Tauber-Kreises abgegeben. Das Archiv des Main-Tauber-Kreises hat dann diese Unterlagen dem Archiv des Erzbistums angeboten. Im Dezember 2009 erfolgte eine weitere Abgabe des Archivs des Main-Tauber-Kreises an das Archiv des Erzbistums. Das Archiv hat diese Unterlagen von der Stadtverwaltung Külsheim aus Privatbesitz erhalten.
Die Predigten, vorwiegend aus dem Zeitraum von 1893-1935, sind stark von politischen Inhalten geprägt. Hingewiesen sei auf einige Unterlagen aus Würzbergers Tätigkeit als Vorsitzender des Gartenbauvereins Kleukheim (s. Nr. 3).
2. Zur Person
Wilhelm Würzberger wurde am 2. Januar 1870 in Külsheim (Erzdiözese Freiburg) geboren und wurde am 30. Juli 1893 in Bamberg zum Priester geweiht. In folgenden Orten war er als Geistlicher tätig: Königsfeld (1893), Auerbach (1894), Döringstadt (1895), Trunstadt (1895), Seinsheim (1896), Bellershausen (1896), Mönchherrnsdorf (1898), Herzogenaurach (1900) und Kleukheim (1905). 1936 resignierte Pfarrer Würzberger auf die Pfarrei Kleukheim und war dann einige Zeit als Kommorant in Würzburg bevor er seinen Ruhestand in seiner Heimatstadt Külsheim verbrachte. Pfarrer Wilhelm Würzberger verstarb am 28. September 1950 in Külsheim.
Wilhelm Würzberger veröffentlichte mehrere politische Artikel, v.a. im Staffelsteiner Tagblatt, im Bamberger Tagblatt sowie im Fränkischen Kurier (vgl. Der Kampf gegen die kirchliche Reaktion. In: Münchner Allgemeine Zeitung (25. Januar 1908) Nr. 39 S. 1; Stimmen aus dem Leserkreise. In: Beilage zum Staffelsteiner Tagblatt (21. Dezember 1923) Nr. 293
3. Literatur (Auswahl)
Ulrich von Hehl und Christoph Kösters (Bearb.): Priester unter Hitlers Terror. Eine biographische und statistische Erhebung, Paderborn 1996, S. 1680 (Veröff. d. Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 37)
Rainer Hambrecht: Kleukheim: DNVP-Insel im schwarzen BVP-Meer: die folgenreiche politische Agitation des katholischen Pfarrers Wilhelm Würzberger. In: Geschichte am Obermain / Colloquium Historicum Wirsbergense. - Lichtenfels. 24. 2003/06 (2010), S. 85 - 103
Rainer Hambrecht: Konfession, Klerus und Wahlverhalten: der Fall Kleukheim. In: Festschrift Hermann Rumschöttel zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Gerhard Hetzer - Köln ; Weimar ; Wien. - Archivalische Zeitschrift ; 88. - 1 (2006), S. [329] - 354
4. Quellen (Auswahl)
AEB, Rep. 29/2 (Bildarchiv) Nr. 61
AEB, Rep. 29/2 Nr. 887
AEB, Rep. 60 PfarrA Kleukheim
AEB, Rep. 70 NL 1 Nr. 147
5. Zitationsweise
Zitiert werden die Archivalien: AEB, Rep. 70, NLT 138, Nr. ...
68 VEs
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 12:22 MESZ