Graf Hug von Montfort und Rothenfels, Herr zu Tettnang und Argen, entlässt als Kastvogt des Paulinerklosters Langnau und mit Wissen und Bewilligung des dortigen Priors Johann Vogt Lena Schiechlin, eheliche Tochter des Ulrich Schiechlin und der Magdalena Hagk, beide zu Baldensweiler (Balderschweyler), gegen Zahlung einer nicht spezifizierten Summe Geldes aus des Gotteshauses Leibherrschaft. Die Aussteller sprechen genannte Anna von ihrer Eigenschaft und den daraus erfließenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und gestatten ihr, ab sofort nach Belieben bei anderen Herren, in Städten oder "andern orten" neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, ungehindert durch sie selbst, ihre Erben oder Amtsnachfolger, in deren Namen sie noch einmal ausdrücklich auf ihre bisherigen Ansprüche verzichten. Abschließend bekräftigt Prior Vogt, dass vorstehendes Geschäft mit seinem Wissen und seiner Zustimmung geschehen ist.
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Graf Hug von Montfort und Rothenfels, Herr zu Tettnang und Argen, entlässt als Kastvogt des Paulinerklosters Langnau und mit Wissen und Bewilligung des dortigen Priors Johann Vogt Lena Schiechlin, eheliche Tochter des Ulrich Schiechlin und der Magdalena Hagk, beide zu Baldensweiler (Balderschweyler), gegen Zahlung einer nicht spezifizierten Summe Geldes aus des Gotteshauses Leibherrschaft. Die Aussteller sprechen genannte Anna von ihrer Eigenschaft und den daraus erfließenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und gestatten ihr, ab sofort nach Belieben bei anderen Herren, in Städten oder "andern orten" neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, ungehindert durch sie selbst, ihre Erben oder Amtsnachfolger, in deren Namen sie noch einmal ausdrücklich auf ihre bisherigen Ansprüche verzichten. Abschließend bekräftigt Prior Vogt, dass vorstehendes Geschäft mit seinem Wissen und seiner Zustimmung geschehen ist.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2949
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1557 Februar 7
13,5 x 38,1 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Graf Hug von Montfort
Empfänger: Lena Schiechlin
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Lena Schiechlin
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Hagk, Magdalena
Langnau, Johann Vogt; Prior, ca. 16. Jh.
Montfort, Hugo XVI. von; Graf, -1564
Schiechlin, Lena
Schiechlin, Ulrich
Baldensweiler : Tannau, Tettnang FN (?)
Langnau : Tettnang FN; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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